Eselhauthandel für Ejiao
Existenzielle Gefahr für Esel weltweit

Weltweit nimmt die Bedeutung von Traditioneller Medizin und damit einhergehend die Nachfrage nach Produkten tierischen Ursprungs zu. Auch der Handel mit Ejiao – verarbeiteter Eselshaut, die als vermeintliches „Wundermittel“ gilt – floriert. Doch weil die Zucht der Tiere den enormen Bedarf bei weitem nicht decken kann, sind Esel weltweit zu einem begehrten Gut geworden. Mit vielen Ländern, die eine hohe Anzahl der Tiere aufweisen, wurden Handelspartnerschaften geschlossen und Esel-Schlachthäuser eröffnet – u.a. auch in Kenia, wo wir von der Welttierschutzgesellschaft seitdem aktiv dagegen vorgehen.
Eselpopulation in Gefahr
Weltweit steht einer Eselpopulation von etwa 53 Millionen laut Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) aus dem Jahre 2023, eine Nachfrage von knapp sechs Millionen Eselshäuten für die Ejiao-Produktion pro Jahr gegenüber. Die Nachfrage nach Eseln kann durch die natürliche Populationsgröße nicht nachhaltig gedeckt werden, da mehr Tiere gebraucht werden als jährlich neu hinzukommen.
Selbst gezielte Zucht von Eseln kann daran nichts ändern: Esel haben eine durchschnittliche Trächtigkeitsdauer von zwölf bis 13 Monaten und bringen meist nur alle drei bis vier Jahre ein Fohlen zur Welt. Um den Bedarf decken zu können, müssten riesige Herden gehalten werden – eine Utopie. In China, dem Hauptproduzenten und -exporteur von Ejiao weltweit, zeigte sich schnell, welche Folgen das für eine Eselpopulation haben kann: Die Zahl der Esel im Land sank zeitgleich zur wachsenden Nachfrage und Verarbeitung von Eselshaut für Ejiao von schätzungsweise elf Millionen im Jahr 1992 auf unter 1,5 Millionen im Jahr 2023 laut Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.
China setzt zwar bereits intensiv auf die Zucht von Eseln, insbesondere in der Hauptregion der Ejiao-Produktion, doch weil die Ergebnisse weit unter der Nachfrage liegen, gerieten Länder in den Fokus des Eselhauthandels, die besonders große Zahlen an Eseln aufweisen – oftmals Länder des Globalen Südens, in denen Esel als Arbeits- und Lasttiere für die Gesellschaft unersetzbar sind.
Heute stammen Berichten zu Folge weniger als die Hälfte der jährlich für Ejiao verwendeten 5 bis 6 Millionen Eselhäute aus China.
Und die Nachfrage wächst: Mittlerweile erreichen Ejiao-Produkte auch die USA und Kanada sowie Europa und Deutschland, wie wir als Welttierschutzgesellschaft dokumentieren konnten. Weitere Hintergründe über das Produkt und die Ergebnisse unserer Recherchen finden Sie auf unserer Themenseite Ejiao.
Karte der Top-Importeure und -Exporteure von Eselshäuten weltweit

Der Handel mit Eselshäuten erstreckt sich beinahe über den gesamten Globus, wie anhand der Karte (Stand: 2024) deutlich wird.
Quelle: The Donkey Sanctuary, https://www.thedonkeysanctuary.org.uk/what-we-do/end-the-donkey-skin-trade
Eselhauthandel auf dem afrikanischen Kontinent
Ein Großteil der Esel weltweit lebt auf dem afrikanischen Kontinent. Insbesondere in ländlichen Regionen der betroffenen Länder benötigen Menschen die Tiere im Alltag, denn sie helfen, Wasser von zum Teil kilometerweit entfernten Wasserstellen in die Dörfer, Kinder in die Schulen, Kranke in Krankenhäuser oder die Ernte vom Feld auf die Märkte zu transportieren.
Je mehr die Nachfrage nach Ejiao in China seit den frühen 2000ern stieg, desto stärker wurden jene afrikanischen Länder als Handelspartner erschlossen. Einige unter ihnen wehrten sich angesichts der immensen Bedeutung der Tiere für die Bevölkerung unmittelbar gegen den Eselhauthandel. Simbabwe, Burkina Faso und Mali verhängten noch vor 2017 und damit vergleichsweise früh Lizenzstopps für den Bau oder Betrieb von Eselschlachthäusern. In Äthiopien, dem Land mit der größten Eselpopulation weltweit, musste im selben Jahr nach lokalen Protesten ein 2009 mit chinesischen Mitteln errichtetes Esel-Schlachthaus schließen. Südsudan, Uganda, Senegal, Botswana, Sudan und Niger verboten den Export oder Handel nach China bzw. ließen die Schlachtung von Eseln für den Export von Eselshäuten nach China unterbinden.
Andere wiederum sahen im Handelspartner aus Übersee eine wirtschaftliche Chance: Sie genehmigten den Export von Eselshäuten – wie zum Beispiel Südafrika – oder trieben den Bau von Esel-Schlachthäusern durch chinesische Investitionen voran, etwa Kenia und Tansania. Als Projekteinsatzländer der Welttierschutzgesellschaft rückte die Problematik damit in den Fokus unserer Arbeit:
In Tansania eröffneten 2014 in den Regionen Dodoma und Shinyanga zwei Esel-Schlachthäuser, die bis 2017 bzw. 2021 agierten. Zeitgleich wurden in Kenia vier Esel-Schlachthäuser erschaffen, in denen bis zur Schließung im Sommer 2020 je bis zu 400 Esel am Tag geschlachtet und verarbeitet wurden. Allein in Kenia hat sich die Eselpopulation nach Angaben des nationalen Statistikamtes von 1,8 Millionen Tieren im Jahr 2009 auf etwa eine Million zehn Jahre später verringert. Neuere Erhebungen aus 2024 gehen gar nur noch von 500.000 Tieren aus.
Die Präsenz der Schlachthäuser ließ den illegalen Handel erstarken: Seit 2016 häuften sich die Eseldiebstähle in der Region. Besonders abgelegene Gebiete, wo die Esel für die Menschen eine Lebensgrundlage darstellen, sind davon betroffen. Die Diebe stehlen die Tiere, die nachts meist frei umherlaufen, und töten sie entweder vor Ort für das wertvolle Gut – die Haut der Tiere – oder geben die lebenden Tiere zum Verkauf an Unterhändler des Eselhauthandels.
Von 2017 bis 2020 hatte sich die Situation immer weiter verschärft, wobei die Schlachtbetriebe eine Sogwirkung für die ganze Region darstellten. Insbesondere Kenia (mit guten Handelsverbindungen nach China) entwickelte sich dauerhaft – auch nach Schließung der Schlachthäuser – zu einem zentralen Treiber des Eselhauthandels in Ostafrika.
Aus unserer Projektarbeit mit lokalen Informant*innen-Netzwerken wissen wir, dass Esel weiterhin auf illegalen Wegen innerhalb Kenias sowie aus verschiedenen Nachbarländern – darunter Somalia, Äthiopien und Tansania – nach Kenia gelangen, wo sie im Verborgenen geschlachtet und ihre Häute mutmaßlich nach Asien exportiert werden. Diese illegalen Strukturen zu durchdringen, ist derzeit ein ganz wichtiger Aspekt unserer Projektarbeit im Land.
Auch Ghana und Nigeria, wo das kommerzielle Schlachten von Eseln weiterhin nicht verboten ist , gelten weiterhin als zentrale Staaten, die den Eselhauthandel über ihre Grenzen hinweg auf dem afrikanischen Kontinent befeuern.


Die Folgen des Eselhauthandels
Links: Unzählige Esel werden für Ejiao unkontrolliert geschlachtet, in abgelegenen Gebieten bleiben die Kadaver zurück. (Foto: Welttierschutzgesellschaft e.V.)
Rechts: Eselshäute werden in der Sonne getrocknet, bevor sie exportiert werden.(Foto: Solomon Onyango)
Die unhaltbaren Zustände in vielen afrikanischen Staaten veranlassten die Afrikanische Union, auch auf Druck lokaler Gemeinden sowie von Tierschutzorganisationen wie der WTG und Partnern, zu einem ersten, jedoch sehr wichtigen Schritt: Im Februar 2024 einigten sich die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union anlässlich ihres Gipfeltreffens in Addis Abeba, Äthiopien, gemeinschaftlich auf eine Resolution, durch die das Schlachten von Eseln für ihre Häute in den nächsten 15 Jahren verboten sein soll!
Alle 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union kamen somit überein, dass der grausame Umgang mit Eseln, der durch den Eselhauthandel verursacht wird, der Vergangenheit angehören soll. Doch die große Herausforderung, die aus dieser Resolution folgt, ist die entschlossene Umsetzung des Beschlusses in allen Mitgliedsstaaten, der – wie die obigen Beispiele zeigen – noch große Anstrengungen folgen müssen.
Derweil gehen die Beratungen weiter: Ende Juni 2025 trafen sich in Abidjan/Cote D’Ivore (Elfenbeinküste) zahlreiche Vertreter*innen von Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union sowie Nichtregierungsorganisationen, um im Rahmen der Pan African Donkey Conference gemeinsam eine Strategie gegen den Eselhauthandel zu beraten. Auch wir beteiligten uns virtuell mit einem Vortrag, der nicht nur unsere Unterstützung beim Schutz von Eseln in Afrika, sondern auch unsere Mitverantwortung als Europäer*innen am globalen Eselhauthandel thematisierte. Zum Ansehen der Aufzeichnung bitte auf „Inhalt entsperren“ klicken:
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Weitere InformationenNach den Fortschritten der vergangenen Jahre und den Vorarbeiten an einer kontinentalen Esel-Strategie blickten wir mit großen Hoffnungen auf das Treffen der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Afrikanischen Union im Februar 2026. Ein starker Beschluss der Afrikanischen Union schien in greifbarer Nähe und wäre wegweisend für die Zukunft der Esel auf dem Kontinent gewesen. Doch zu unserer großen Enttäuschung stand bei dem Gipfel das Thema Eselhauthandel nicht auf der Agenda Damit bleibt auch die Umsetzung der geplanten Strategie für mehr Eselschutz in den Mitgliedstaaten zunächst aus.
Eselhauthandel in Asien
Auch Länder mit hohen Eselpopulationen in Asien wurden zum Exportpartner für Ejiao, etwa Pakistan, das mit einem Bestand von mehr als fünf Millionen hinter afrikanischen Staaten das Land mit den drittmeisten Eseln weltweit ist, wie die Statistik der FAO für das Jahr 2023 zeigt.
Im Februar 2025 öffnete eine chinesische Firma in der pakistanischen Hafenstadt Gwadar ein Esel-Schlachthaus, durch das bis zu 300.000 Eselhäute pro Jahr nach China exportiert werden sollen. Zudem kam es seit 2024 regelmäßig zu Treffen von Vertretern der Ejiao-Industrie und hochrangigen Ministerialbeamten in Pakistan, bei denen auch die Etablierung eines Zuchtprogramms für Esel in der Nähe des Schlachthauses diskutiert wurde. Dies lässt befürchten, dass Pakistan als neues Zentrum für die Ejiao-Industrie aufgebaut werden soll.
In Hintergrundgesprächen berichteten pakistanische Offizielle einem Reporter, dass sie in den kommenden Jahren eine drastische Minderung der Eselbestände – ähnlich wie sie mit dem Betrieb der Eselschlachthäuser beispielsweise in Kenia zu beobachten war – auch in Pakistan befürchten. Erste Anzeichen, dass der Handel bereits Druck auf die pakistanische Eselpopulation ausübt, zeigt ein enormer Preissprung für Esel im Jahr 2025, die mittlerweile für mehr als 1.000 USD pro Tier gehandelt werden. Die hohe Nachfrage nach Ejiao hat Berichten zu Folge bereits zu großen Befürchtungen in der Bevölkerung geführt. Insbesondere für viele ärmere Menschen sind Esel weiterhin eine unersetzbare Stütze im Alltag zum Beispiel durch den Transport von Waren. Falls es jedoch immer weniger Esel im Land durch das Schlachthaus geben sollte, könnten sich viele Menschen den Kauf eines Tieres nicht mehr leisten.
Auch aus weiteren asiatischen Staaten wie zum Beispiel Indien und Kirgisistan sind Versuche chinesischer Geschäftsleute bekannt, Esel in großen Zahlen zu erwerben. Kaum Informationen liegen hingegen zu Iran und Afghanistan vor – beides Länder mit großen Eselpopulationen mit jeweils mehr als 1,5 Millionen Tieren. In der Vergangenheit gab es jedoch Berichte aus Afghanistan, dass Esel über die Grenze nach Pakistan geschmuggelt wurden und von dort nach China exportiert werden sollten, was die Behörden jedoch vereiteln konnten.
Eselhauthandel in anderen Teilen der Welt
Auch Länder wie Australien, Mexiko, Peru oder Brasilien exportieren bedeutende Mengen an Eselshäuten nach China, wenngleich exakte Zahlen aufgrund des oftmals unregulierten Handels nicht vorliegen.
Besonders intensiv wurde die Debatte rund um die Schlachtung und den Export von Eseln in den vergangenen Jahren in Brasilien geführt: Ein brasilianisches Bundesgericht urteilte im November 2025 zu der Frage, ob die Schlachtung von Eseln in Brasilien erlaubt sein soll. Demnach ist die Eselsschlachtung im Land weiter legal, sofern sie von registrierten Betrieben durchgeführt wird. Zuvor hatte 2018 hatte eine einstweilige Verfügung die Schlachtung für rund zehn Monate gestoppt. Tierschützer*innen im Land wollen den Fall aber vor den Obersten Gerichtshof Brasiliens bringen, um doch noch ein Ende der Eselschlachtungen erreichen zu können .
In Kolumbien zeigte sich in der Vergangenheit, wie eng der globale Eselhauthandel mit der organisierten Kriminalität zusammenhängt. So ist bekannt, dass Kartelle den Export von Eselshäuten nutzen, um im gleichen Zuge auch Drogen zu schmuggeln.
Diese Belege aus verschiedenen Weltregionen sind nur die Spitze des Eisbergs. Sie zeigen: Der Eselhauthandel für Ejiao ist eine unmittelbare Gefahr für Esel weltweit!
Mit dem Aufbau immer neuer Handelspartner schwindet die Anzahl von Eseln weltweit zunehmend. Gleichzeitig wächst der Markt für Ejiao-Produkte immer weiter.
Der Eselhauthandel hält Afrika weiter im Bann: Wie geht es weiter?

Für uns als Welttierschutzgesellschaft bleibt der Schutz der Esel in Afrika – ganz besonders in unserer Projektregion Ostafrika – weiterhin im Fokus unserer Aktivitäten. Denn entgegen der Resolution der Afrikanischen Union sowie landesspezifischer Verbote hält der Handel (z. T. illegal) in vielen Ländern an.
Für ein Ende der Grausamkeiten und einen effektiven Schutz der (noch) mehr als 30 Millionen Esel in ganz Afrika ist es unbedingt erforderlich, dass die Umsetzung der Esel-Resolution auf nationaler Ebene in allen Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union erfolgt und etwaigen illegalen Aktivitäten mit harten Strafen begegnet wird.
Tierschützer*innen wie wir von der Welttierschutzgesellschaft und unsere lokale Partnerorganisation beobachten mit Sorge, dass die Resolution noch nicht von allen Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union umgesetzt wurde bzw. nicht ausreichend Maßnahmen ergriffen werden, um die z.T. illegalen Aktivitäten zu unterbinden.
Insbesondere in Kenia ist zu beobachten, dass es den kriminellen Netzwerken weiterhin gelingt, den Eselhauthandel im Untergrund aufrechtzuerhalten. Im Fokus unserer Aktivitäten steht daher weiterhin, das Treiben der Netzwerke zu unterbinden, indem wir die lokale Bevölkerung einbinden und diese für den Schutz der Esel gewinnen. Ebenso unterstützen wir die Behörden bei einer effektiveren Unterbindung der illegalen Aktivitäten rund um den Eselhauthandel und wir fördern das Bewusstsein der Eselhalter*innen für stärkeren Schutz: Denn nur wenn sie von den Gefahren wissen, können sie ihre Tiere möglichst sicher unterbringen.
Auch setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass das so genannte Fleisch-Kontroll-Gesetz in Kenia („Meat-Act“) überarbeitet wird: Diese Verordnung deklariert Esel als Schlachttiere und ermöglicht somit die Tötung der Tiere – und den Export der Häute. Um die Leben der Tiere langfristig zu schützen und einen endgültigen Stopp von Schlachtungen für den Export zu erwirken, müssen Esel aus dem Gesetz gestrichen werden.
5 Euro
im Monat
sichern 25 Tieren die wichtige Tetanusimpfung.
45 Euro
versorgen die Tiere einer Farm mit zusätzlichem Futter und grundlegenden Medikamenten wie beispielweise Anti-Parasitika ein Jahr lang.
Kenias Esel im Fokus von Fotograf Christian Werner
Der vielfach ausgezeichnete Fotograf Christian Werner aus Berlin begleitete im Jahr 2024 den Projektbesuch von Wiebke Plasse, Leiterin Kommunikation der WTG, nach Kenia. (Lesen Sie hier den Bericht dieser Recherche: https://welttierschutz.org/bericht-aus-kenia/). Auf den Spuren des Eselhauthandels fotografierte Werner Kenias Esel und ihre Halter*innen in ganz unterschiedlichen Situationen – immer mit dem besonderen Auge für Situationen, die die Lebensrealitäten der Tiere unmittelbar einfangen. Die Auswahl der Fotos, die wir Ihnen in der folgenden Bildergalerie präsentieren, zeigen das Schicksal der Esel, das sie durch den Eselhauthandel erleiden müssen, ebenso wie ihre alltäglichen, oftmals unersetzbaren Leistungen an der Seite und für die Menschen – sowohl in der Stadt als auch in den ländlichen Gebieten Kenias.
Alle Bilder: © Christian Werner
Der Einsatz der Welttierschutzgesellschaft für den Schutz der Esel in Ostafrika
Unsere nächsten Schritte
Auch wenn die Afrikanische Union an dringend benötigten Strategien zum Schutz von Eseln arbeitet, müssen wir aktiv bleiben, bis die politischen Maßnahmen greifen können. Denn jedes gestohlene Tier reißt eine Lücke vor allem in die Leben der Menschen, die von ihnen abhängig sind. Zugleich hält das Leid der Tiere an.
Genau deshalb bleibt unsere Arbeit mit dem Africa Network for Animal Welfare jetzt entscheidend! So mühsam und riskant der Einsatz in Kenia auch ist – er ist und bleibt unverzichtbar. Nur durch konsequente Beobachtung und Ausdauer können wir kriminelle Netzwerke zerschlagen. Im Hier und Jetzt müssen wir weitermachen, Beweise sichern, Esel retten und den Druck aufrechterhalten – bis zum Durchbruch.
Unser Einsatz für die Esel in Kenia und darüber hinaus:
- Dokumentieren: Auf Märkten, vor Schlachthäusern, tief in den Dörfern verwurzelt, arbeiten wir mit geheimen Informationspersonen. Sie melden unseren Teams umgehend, wenn es Hinweise auf kriminelle Aktivitäten gibt.
- Aufdecken und verfolgen: Unsere Teams folgen allen Hinweisen und recherchieren selbst intensiv, etwa auf Handelsrouten und an Grenzübergängen. Immer wieder finden wir Berge von Esel-Kadavern im Buschland – und melden diese den Behörden.
- Warnen und informieren: An zentralen Orten in Dörfern suchen unsere Teams Eselhalter*innen auf, bieten Schutz und verbreiten Wissen über die Gefahren.
- Schützen und stärken: Durch mobile Eselkliniken, die das Projekt begleiten, stärken wir das Tierwohl und gewinnen zugleich mehr Vertrauen in der Bevölkerung.
Weitere Informationen zu unserem laufenden Projekt in Kenia mit der Partnerorganisation ANAW finden Sie unter: https://welttierschutz.org/kenia-esel/.
Auch durch den Austausch in internationalen Netzwerken mit weiteren engagierten Organisationen erreichen uns zahlreiche aktuelle Erkenntnisse über den Eselhauthandel, die für den konkreten Schutz der Tiere vor den lauernden Gefahren von großem Wert sind.
Die Gefahr für die Esel in Ostafrika ist bis jetzt trotz der Erfolge der vergangenen Jahre nicht gebannt! Bitte unterstützen Sie deshalb weiterhin mit aller Kraft unseren unermüdlichen Einsatz für den Schutz der Esel – Ihre Spende rettet Eselleben.
Spenden Sie für die treuen Helfer!
Nur mit Ihrer Hilfe können wir für die Esel weltweit lebensrettende Hilfe leisten.
Lesen Sie aktuelle Neuigkeiten aus unseren Projekten für Esel, Rinder & Co.
Ihre Ansprechpartnerin für Fragen
Kontaktieren Sie mich gern:
Stefanie Brandes
Projektmanagerin
Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
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