Tierhaltung in Südafrika

Verantwortungsvoller Umgang mit Schweinen, Rindern & Co.

Gemeinsam mit der ältesten Tierschutzorganisation Südafrikas, der Cape of Good Hope SPCA, schaffen wir mit Workshops für Tierhalter die Voraussetzungen dafür, dass Missstände und damit verbundenes Tierleid nachhaltig abgewendet werden können.

Südafrika

In Südafrika, wo Armut und Arbeitslosigkeit weit verbreitet sind, setzen viele Menschen ihre Hoffnung auf ein besseres Leben in die Landwirtschaft. Doch mit der steigenden Anzahl an Kleinbauern wächst das Leid der Tiere, denn viele Farmer sind nicht mit den Grundbedürfnissen der Tiere vertraut. 

Um benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu stärken und ihnen einen Ausweg aus der Armut anzubieten, fördert die südafrikanische Regierung Menschen, die sich mit Hilfe der Landwirtschaft eine Existenz aufbauen wollen. Das Halten von Nutztieren dient hier in erster Linie der Selbstversorgung. Bestenfalls kann durch ihren Verkauf auch ein kleines Einkommen generiert werden. Doch der Großteil dieser Menschen hat kaum landwirtschaftliche Erfahrungen oder Kenntnisse im Umgang mit Tieren und ist daher nicht in der Lage, ihnen tiergerechte Haltungsbedingungen zu bieten.

Infolgedessen fristen zahlreiche Esel, Hühner, Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen ihr Dasein unter widrigen Bedingungen. Häufig bestehen die Ställe nur aus einigen Quadratmetern umzäuntem Boden ohne Überdachung oder sonstigem Schutz vor Sonne, Regen oder Frost. Oftmals fehlt auch der freie Zugang zu Wasser und Futter. Zudem sind zahlreiche Flächen, auf denen die Tiere grasen, durch Abfälle wie Nägel oder Glas verschmutzt und nur unzureichend gesichert. Die Folge sind Verletzungen und Krankheiten.
Auch der Transport findet teilweise unter widrigsten Bedingungen statt. So werden die Tiere auf den offenen Ladeflächen von LKWs festgebunden. Sie haben keine Möglichkeit sich zu bewegen und sind oft stundenlang der prallen Sonne ausgesetzt. Viele Tiere sterben.

Informieren statt Konfiszieren

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Cape of Good Hope SPCA gehen wir das Problem an. Ziel unserer Einsätze ist es, durch Weiterbildung der Tierhalter die Haltungsbedingungen und dadurch die Lebensqualität der Tiere zu verbessern.

In den Blue Downs, einem Vorort von Kapstadt, finden über einen Zeitraum von 28 Wochen einmal wöchentlich halbtägige Workshops statt. Gemeinsam mit erfahrenen Tierärzten vermitteln Mitarbeiter unserer Partnerorganisation Farmern, die wenig oder keine Erfahrung in der Tierhaltung haben, Wissen rund um die Bedürfnisse ihrer Tiere und deren bestmöglicher Versorgung. Sie erfahren außerdem, wie durch Optimierung der Ställe, Fütterungsroutinen und Hygiene tiergerechtere Haltungsbedingungen geschaffen werden können. Gemeinsame Farmbesuchen dienen dazu, das neu erworbene Wissen in der Praxis zu überprüfen, um anschließend Veränderungen und Verbesserungen in der eigenen Tierhaltung vorzunehmen.

Um Krankheiten vorzubeugen und besser beurteilen zu können, wann tierärztliche Hilfe erforderlich ist, stehen die Ermittlung des Gesundheitszustandes der Tiere und das frühzeitige Erkennen häufig vorkommender Krankheiten auf dem Kursplan. Auch die eigenständige Anwendung von Entwurmungen und Antiparasitika, sowie die Erst-Versorgung von Wunden erlernen die Kursteilnehmer.

Von der Theorie zur Praxis

In den Folgemonaten wertet das Team unserer Partnerorganisation den unmittelbaren Effekt der Workshops auf das Tierwohl aus. Hierfür wird überprüft, ob und wie die Inhalte bei den einzelnen Tierhaltern umgesetzt wurden und wie sich dies auf den Gesundheitszustand der Tiere, der sowohl vor als auch im Anschluss an die Workshops kontrolliert wird, ausgewirkt hat.

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin