Elefanten in Indonesien

Ein besseres Leben für die Sumatra-Elefanten

Innerhalb nur einer Elefanten-Generation hat sich die Population der Sumatra-Elefanten in freier Wildbahn halbiert – auf nur noch etwa 2.000. Viele von ihnen werden gejagt, getötet oder fristen in sogenannten Elefanten-Camps ein trostloses Dasein. In und um den Way Kambas Nationalpark setzt sich unsere Partnerorganisation Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) für eine bessere Lebensqualität der Elefanten und ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier ein.

Sumatra

Im Way Kambas Nationalpark, im Süden Sumatras, gibt es noch etwa 200 freilebende Elefanten. Da ihr Lebensraum durch die Abholzung der indonesischen Regenwälder stark reduziert wurde, überqueren die Dickhäuter immer wieder die natürlichen Grenzen der Wälder – und zerstören dabei nicht selten die Ernten der Bauern. Denn dort, wo sich jahrzehntelang Elefantenpfade erstreckten, befinden sich heute Ackerland oder Dörfer. So kommt es teilweise zu schrecklichen, unter Umständen auch tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Mensch und Tier.

Elefanten-Patrouillen: Wirkungsvoller Schutz für Mensch und Tier

Die Regierung des Landes sah in der Vergangenheit die einzige Lösung darin, diese „Problemelefanten“ einzufangen und in Elefanten-Camps unterzubringen. Dort erwartet die intelligenten Tiere oft ein tristes Leben ohne ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten. Um eine langfristige Lösung des Mensch-Tier-Konflikts herbeizuführen, ist unsere Partnerorganisation CSNC in und rund um den Way Kambas Nationalpark im Einsatz.

Insgesamt drei sogenannte Elephant Response Units (ERUs), bestehend aus je fünf bis sechs ehemaligen Camp-Elefanten und ihren Führern, den Mahouts, durchstreifen die Grenzgebiete zwischen Nationalpark und Farmland. Treffen die zahmen Elefanten auf ihre wilden Artgenossen, drängen sie diese zunächst durch ihre ganz eigene Kommunikation zurück. Wenn das nicht hilft, werden die freilebenden Tiere mit Feuerwerk und Lärm zurück in den Wald getrieben.

Eine weitere Aufgabe der Elefanten-Teams ist es, die Lebensweise der wilden Elefanten zu beobachten und illegale Aktivitäten im Nationalpark aufzuspüren. Denn obwohl das Jagen in dem geschützten Gebiet ebenso verboten ist wie das Holzfällen und Grasschneiden, stoßen die Teams bei ihren Patrouillen regelmäßig auf illegal aufgestellte Fallen.

Hand in Hand mit den Gemeinden

Um das Verhältnis zwischen Mensch und Tier zu verbessern und so die Konflikte in den betroffenen Gebieten nachhaltig zu reduzieren, ist eine enge Zusammenarbeit mit der Bevölkerung unabdingbar. Regelmäßig setzen sich die Mahouts daher mit den Bewohnern der betroffenen Gemeinden zusammen. In Zeiten verstärkter Aktivität von wilden Elefanten an den Grenzen können die Gemeinden so eigenständig Maßnahmen ergreifen und im besten Falle einem direkten Konflikt vorbeugen.

Bevor es die Patrouillen gab, wurden Elefanten vergiftet oder sie starben durch Fallen. Auch Menschen kamen zu Schaden, während sie versuchten, ihre Ernte oder Häuser zu schützen. Mit Hilfe der Teams, der begleitenden Bildungsmaßnahmen und der guten Zusammenarbeit mit Organisationen vor Ort wächst mittlerweile das Verständnis der Bevölkerung für die sensiblen Dickhäuter wieder. Übergriffe und Konflikte sind seit Einführung der Patrouillen deutlich zurückgegangen.

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Daniela Schrudde
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