© Asociatia Milioane de Prieteni

Ein virtueller Besuch im Bärenschutzzentrum in Rumänien

Aufgrund der Coronakrise herrscht im Schutzzentrum unserer rumänischen Partnerorganisation Asociatia Milioane de Preteni (AMP) weiterhin äußerste Not. Einnahmen durch Spenden und Eintrittsgelder fehlen, weshalb die Fütterung und Versorgung der in Obhut befindlichen nahezu 100 Braunbären nur schwer leistbar ist. Notfälle wie die Bärenwaisen Bamse und Kenya sind zusätzliche jetzt Herausforderungen. Doch wir geben unser Bestes, um die einst geschundenen Tieren nichts von unseren Sorgen spüren zu lassen – schauen Sie selbst:

 

Hintergrund: Bärenschutz in Rumänien

Zahlreiche Braunbären in Rumänien führten mitunter jahrzehntelang ein trostloses Dasein in illegalen oder schlechten Haltungen. Im Schutzzentrum unserer rumänischen Partnerorganisation Asociatia Milioane de Preteni (AMP) finden diese Bären zwischen Eichenbäumen und Hügeln endlich ein bärengerechtes Zuhause.

Zum Projekt

Erinnern Sie sich noch? Geschwächt und einsam kamen die beiden Bärenkinder Kenya und Bamse in die Obhut des Bärenschutzzentrums unserer Partner. Bamse war in einem Hinterhof mitten im rumänischen Zarnesti aufgelesen worden und Kenya in einen Fluss gestürzt und schwer verletzt. Sie beide sind Waisen – und brauchten unmittelbar lebensrettende Hilfe. Doch die finanzielle Situation des Zentrums war zu diesem Zeitpunkt katastrophal: Die Restriktionen angesichts der Corona-Pandemie verhinderten zwischenzeitlich gänzlich den Normalbetrieb und so blieb ein großer Teil der Einnahmen, der eigentlich die laufenden Kosten deckt, aus. Mit Mitteln aus dem WTG-Nothilfefonds leisten wir seitdem wichtige Zusatzhilfe und sichern die Gehälter der Tierpfleger*innen – so stellen wir sicher, dass sich die Menschen mit Leib und Seele um das Wohl der Bären kümmern können. Ebenso leisten wir finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von Futtermitteln.

 

© Asociatia Milioane de Prieteni

Dank dieser Unterstützung haben auch die Kleinen im Schutzzentrum ein sicheres Zuhause finden können!

Rund um die Uhr wurden die Bärenwaisen seit ihrer Ankunft mit der Flasche versorgt – und gesund gepäppelt. Mittlerweile aus ihren Quarantänegehegen in die naturbelassenen Außengehege umgesiedelt, haben sich Kenya und Bamse direkt kennen – und lieben – gelernt. Die zwei erkunden nun Seite an Seite das gemeinsame Gehege. Bamse übernimmt dabei die Rolle der großen Schwester und unterstützt die etwas jüngere Kenya im „Bärenalltag“.

WTG-Nothilfefonds: Für die Braunbären in Rumänien
© Asociatia Milioane de Prieteni

Aber so friedlich und sicher ihr Bärenleben nun aussehen mag: Die Probleme beim Betrieb des Zentrums bleiben, solange die Besucher*innen zahlen derart niedrig sind: Zwar hat das Schutzzentrum mittlerweile wieder öffnen dürfen, doch nur eine sehr geringe Zahl ist unter den Corona-Schutzmaßnahmen möglich. Und selbst diese wird an den meisten Tagen nicht einmal annähernd erreicht: Die Menschen sind angesichts der steigenden Infektionszahlen weitgehend zu Hause und auch Tourist*innen bleiben aus, die sonst einen erheblichen Anteil ausmachten.

An den meisten Tagen verzeichnet das Zentrum nicht einmal 10 Prozent der üblichen Besucher*innenzahl. Die Ausgaben für die Versorgung der Bären bleiben aber gleich hoch.

WTG-Nothilfefonds: Für die Braunbären in Rumänien
© Asociatia Milioane de Prieteni

Doch zu unserer großen Freude bewegte es ein TV-Team zuletzt ins Schutzzentrum. Herzlich möchten wir Sie einladen, im Beitrag des Nachrichtensenders n-tv einen Einblick in den Alltag im Bärenschutzzentrum zu gewinnen – Sie werden von den Sorgen und Nöten aber auch dem paradiesischen Leben der Bären hören, das wir sicherzustellen versuchen:

WTG-Nothilfefonds: Für die Braunbären in Rumänien
© ntv Nachrichtenfernsehen GmbH | https://www.n-tv.de/mediathek/magazine/auslandsreport/Ein-gefuetterter-Baer-ist-ein-toter-Baer-article21914149.html

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, wir danken all jenen, die unsere Arbeit in dieser Krisenzeit möglich machen! Ihre Spenden sind es, die die Leben von Bamse und Kenya zum Besseren werden.

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