© Asociatia Milioane de Prieteni

Für Bären wie Ina

Bärin Ina wurde von unserem Partner Asociatia Milioane de Preteni (AMP) im Jahr 2014 aus einem rumänischen Zoo gerettet. Seitdem ist sie im größten Bärenschutzzentrum Europas in sicherer Obhut. Doch die Folgen ihrer jahrelangen Haltung in Gefangenschaft sind noch heute sichtbar, wie neuste schockierende Aufnahmen zeigen.

Hintergrund: Bärenschutz in Rumänien

Zahlreiche Braunbären in Rumänien führten mitunter jahrzehntelang ein trostloses Dasein in illegalen oder schlechten Haltungen. Im Schutzzentrum unserer rumänischen Partnerorganisation Asociatia Milioane de Preteni (AMP) finden diese Bären zwischen Eichenbäumen und Hügeln endlich ein bärengerechtes Zuhause.

Zum Projekt

20 lange Jahre lang vegetierte Ina in einem viel zu kleinen Käfig mit Betonboden und hinter dicken Eisenstäben in einem rumänischen Zoo vor sich hin.

 

© Asociatia Milioane de Prieteni

Nach Monaten der Diskussion erhielten unsere Partner dann, im Oktober 2014, von der lokalen Regierung endlich die Erlaubnis, die Bärin ins Schutzzentrum nach Zarnesti zu überführen.

Inas Weg ins Glück

Seit ihrer Ankunft im Schutzzentrum vor nun mehr sechs Jahren sind die Tierpfleger*innen und Tierärzt*innen bemüht, die Bärin dabei zu unterstützen, das Trauma der Gefangenschaft zu überwinden und das Leben im Schutzzentrum genießen zu können. Doch die Jahre in Gefangenschaft unter widrigsten Bedingungen haben deutliche Spuren hinterlassen: Aufgrund des einstigen Platzmangels zeigt Ina ein stereotypisches Verhalten, das sie auch Jahre nach ihrer Rettung aus dem Zoo nicht abzulegen vermag.

Wir müssen Sie warnen, liebe Tierfreudinnen und Tierfreunde. Der Anblick ist verstörend:

Obwohl sie im Schutzzentrum auf weitläufigem, naturbelassenem Gelände ihre Freiheit genießen könnte, verbringt sie einen Großteil ihrer Zeit damit, stundenlang kleine Kreise zu drehen – so wie sie es sich über die Jahrzehnte in Gefangenschaft angewöhnt hat. Nur zum Fressen oder Schlafen findet sie Ruhe.

Bärin Ina zeigt eindrücklich, warum es so wichtig ist, dass die Rettungen von Tieren aus schlechten Haltungen und ihre pausenlose Versorgung im Schutzzentrum auch in Zeiten größter Krisen gewährleistet sein müssen. Denn an jedem Tag, der ins Land zieht, schöpft sie ein wenig mehr Vertrauen in ihr Zuhause. Wir sind zuversichtlich, dass sie noch einige gute Jahre verleben wird – und dabei endlich Sicherheit und Frieden finden wird. 

Doch um diese Stabilität in der Versorgung und im Betrieb des Schutzzentrums sicherzustellen zu können, mussten wir in den letzten Monaten durch den WTG-Nothilfefonds umfangreiche Zusatzhilfe leisten. Lesen Sie hier die Details über die bis heute anhaltenden Schwierigkeiten angesichts der Corona-Pandemie: https://welttierschutz.org/wtg-nothilfefonds-braunbaeren-in-rumaenien/ und helfen Sie bitte, wenn möglich, mit einer Spende, damit Bären wie Ina eine Zukunft haben.

Der WTG-Nothilfefonds: Schutz für Wildtiere

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