Bärenschutzzentrum in Rumänien

Ein Zuhause im Grünen für gequälte Bären

Schauen Sie hier live ins Schutzzentrum.

Der WTG-Nothilfefonds für Tierschutz in der Coronakrise

In Folge der staatlichen Restriktionen und Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wurde dieses Projekt vor große Herausforderungen gestellt. Um die für unsere Partner und die Bären in unserer Obhut  zu befürchtende Katastrophe abzuwenden und die so dringend notwendige Versorgung der Tiere trotz Coronakrise sicherzustellen, leisten wir durch den »WTG-Nothilfefonds zusätzliche Hilfe. »Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Hier erfahren Sie mehr dazu: »WTG-Nothilfefonds: Für die Braunbären in Rumänien

Sie wurden eingesperrt auf viel zu engem Raum, spürten niemals das Gras unter ihren Tatzen und sahen den Himmel nur durch Gitterstäbe. Zahlreiche Braunbären in Rumänien, die mitunter jahrzehntelang ein trostloses Dasein in illegalen oder schlechten Haltungen führten, teilen dieses Schicksal. Im Schutzzentrum unserer rumänischen Partnerorganisation Asociatia Milioane de Prieteni (AMP) finden diese Bären zwischen Eichen und Haselnussbäumen endlich ein bärengerechtes Zuhause.

 

Rumänien

Mehrere tausend Braunbären leben in Rumäniens Wäldern. Seit den 1990er Jahren sind die imposanten Tiere durch die Berner Konvention geschützt, nach der die Bären weder getötet, gefangen und gehandelt noch gestört werden dürfen. Doch die Realität sieht anders aus.

Das Leid der Bären in Rumänien

Der Mensch-Bär-Konflikt ist in Rumänien ein präsentes Thema. Ob der Bau neuer Autobahnen und der damit verbundene Verlust von Lebensraum oder schlechtes Müllmanagement, das die Bären in die Nähe der Städte lockt – immer wieder kommt es in Rumänien zu Begegnungen zwischen Menschen und Bären. Diese so genannten Mensch-Tier-Konflikte werden als Vorwand genutzt, die international geltenden Gesetze zu umgehen und Schlupflöcher zu finden, die das Abschießen oder Einfangen der eigentlich streng geschützten in diesen Fällen aber als Problembären deklarierten Tiere, rechtfertigen.

Eingesperrt in Käfigen dienen sie anschließend beispielsweise als Tourist*innenattraktion für Restaurants, Zoos oder Urlaubsressorts. Von den Bären beeindruckte Gäste posieren für ein Foto mit den Wildtieren und werfen ihnen Essensreste zu: Bonbons, Kaugummis und andere nicht tiergerechte Lebensmittel, von denen die Bären oft erkranken.

Bis heute leben und leiden zahlreiche Braunbären in Rumänien in Gefangenschaft und warten auf ihre Rettung. Immer wieder schreiten wir mit unseren Partnern ein und ermöglichen die Rettung von Bären – zuletzt konnte Bärin Tanya aus einem Zoo in das Schutzzentrum umgesiedelt werden.

© Asociatia Milioane de Prieteni

70 Hektar Freiheit im Bärenschutzzentrum

Seit vielen Jahren bieten wir Bären gemeinsam mit unserer Partnerorganisation AMP im größten Bärenschutzzentrum Europas eine zweite Chance. Tiere, die aus illegaler oder schlechter Haltung gerettet werden, finden hier ein tiergerechtes Leben inmitten der Karpaten und auf einer Gesamtfläche von 70 Hektar. Sie haben hier ausreichend Platz, Rückzugsmöglichkeiten, Winterschlafplätze und Badestellen – ganz ähnlich ihres bevorzugten Lebensraums in der freien Natur. So können die Bären ihren natürlichen Instinkten folgen und ihre Bedürfnisse nach Schwimmen, Klettern oder auch dem Kontakt zu Artgenossen frei ausleben. Zu dem Zentrum gehören neben drei weitläufigen Bärengehegen eine Erstaufnahme- und Quarantänestation sowie ein Eingewöhnungsgehege für die Neuankömmlinge.

70 Hektar Freiheit im Bärenschutzzentrum
© Asociatia Milioane de Prieteni

Ein bärengerechtes Leben

Mit unserer Unterstützung wird das Wohlbefinden der mehr als 100 Bären gesichert.

Dafür sind vier Tierpfleger*innen im Einsatz, die tagtäglich enorme Mengen an Futter für die zahlreichen Tiere zubereiten. Neben frischem Obst wie Äpfeln, Pflaumen und Weintrauben stehen auch Mais, Brot, Honig und Fleisch auf dem Speiseplan. Da viele der Bären aufgrund ihrer Vorgeschichte unter Knochenmissbildungen, Zahnschädigungen, frühzeitiger Gelenkabnutzung und unter den Folgen von Fehl- oder Mangelernährung leiden, ist auch die tiermedizinische Betreuung ein fester Bestandteil der Tagesordnung im Schutzzentrum.

Bärenschutz fängt beim Menschen an

Damit eine teilweise finanzielle Unabhängigkeit des Zentrums erreicht werden kann, haben wir in der Vergangenheit neben einem Besucherzentrum für Tourist*innen auch den Bau eines Aussichtsturms ermöglicht. Er bietet die Möglichkeit, die Bären zu beobachten, ohne dass sich die Tiere gestört fühlen und dient als Ausgangspunkt für Fotoaufnahmen im Rahmen der geführten Touren durch das Bärenschutzzentrum.

Ein Bildungszentrum auf dem Gelände des Schutzzentrums dient mit der Durchführung von Seminaren und Workshops dazu, besonders der jungen rumänischen Bevölkerung und auch Tourist*innen das Leben der Bären, ihre Bedürfnisse und Verhaltensweisen nahezubringen und so langfristig für einen sensibleren Umgang mit den Braunbären in Rumänien zu sorgen.

Bären wälzen sich im Bärenschutzzentrum in Rumänien im Schnee
© Asociatia Milioane de Prieteni

Erste Anlaufstelle bei Mensch-Bär-Konflikt

Im Laufe der vergangenen Jahre konnte die Zusammenarbeit zwischen dem Schutzzentrum und den lokalen sowie nationalen Behörden stetig vertieft werden und auch in der Bevölkerung sind unsere Partner als Expert*innen und Ansprechpartner bekannt. Immer häufiger kommen Menschen infolgedessen eigenständig auf das Zentrum zu, wenn verwaiste oder umherstreifende Bären gefunden werden – es hat sich als wichtige Anlaufstelle bei Mensch-Bär-Konflikten im Land erwiesen. Durch diese positiven Entwicklungen können auch immer häufiger Konflikte vermieden werden und Bären gerettet werden.

Doch mit der Pandemie nahmen die Probleme zu

Die Corona-Pandemie und der damit ausbleibende internationale Tourismus sowie die nicht stattfindenden Bildungsmaßnahmen haben das etablierte System ins Wanken gebracht: Allein im ersten Pandemiejahr erkundeten zahlenmäßig nur etwa 30 Prozent der Besucher*innen des Vorjahres das Zentrum, weshalb dringend notwendige Einnahmen ausbleiben. Durch die steigende Arbeitslosigkeit in Rumänien macht sich außerdem ein deutlicher Verlust an Spendeneinnahmen für das Zentrum bemerkbar. Wir stehen auch in diesen schwierigen Zeiten an der Seite unserer Partner und der bedürftigen Bären – mit zusätzlicher Hilfe, wann immer nötig.

Bitte helfen Sie uns dabei, die Rettung und Versorgung der Bären in Rumänien sicherzustellen und langfristig ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier zu erwirken – mit Ihrer Spende!

Schenken Sie den Braunbären ein tiergerechtes Leben!

Schon mit 40 Euro unterstützen Sie die im Laufe eines Jahres anfallenden Kosten für die fachärztliche Betreuung eines Bären im Schutzzentrum.

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Irina Fronescu
Projektkoordinatorin Wildtierprojekte

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: info@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin