Bären in der Ukraine

Hindernisse auf dem Weg ins Glück

Um die Situation grundlegend zu ändern, haben die Welttierschutzgesellschaft und die ukrainische Tierschutzorganisation ECO-HALYCH ein bestehendes Schutzzentrum im Haylch Nationalpark um ein dringend benötigtes Gehege erweitert, das gequälten Bären als neues Zuhause dient.

Ukraine

Obgleich das in der Ukraine geltende Tierschutzgesetz strenge Auflagen für die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft vorgibt, fristen zahlreiche Bären ihr Dasein unter widrigen Bedingungen. Fehlende Unterbringungsmöglichkeiten werden von den Behörden als Rechtfertigung dafür genutzt, untätig zu bleiben und Tiere weiterhin leiden zu lassen. 

So leiden Bären in der Ukraine

Bärenfamilien, die in Zoos und in viel zu kleinen Käfigen dahinvegetieren, Jungtiere, die von skrupellosen Züchtern an Zirkusse oder Privatleute verkauft werden, angekettete Bären, die zu Trainingszwecken von Jagdhunden attackiert werden: Die Bandbreite des Leidens ukrainischer Bären ist groß.

Dem 2006 verabschiedeten nationalen Tierschutzgesetzes No. 3447 – IV zufolge dürfen Wildtiere nur mit offizieller Genehmigung und unter Berücksichtigung ihrer artspezifischen und individuellen Bedürfnisse gehalten werden. Doch trotzdem leben Schätzungen zufolge in der Ukraine noch etwa 200 Bären unter widrigen Haltungsbedingungen. Eine zuverlässige Strafverfolgung gibt es nicht und selbst wenn ein Gericht die Konfiszierung von Tieren anordnet, wird diese meist nicht umgesetzt. Denn es gibt kaum Schutzzentren, die die Tiere aufnehmen könnten und der Bau neuer Unterbringungsmöglichkeiten wird vom Staat bisher nicht unterstützt.

Die Cherson-Bären – ein Beispiel von vielen

Ein Beispiel für die widrigen Umstände, unter denen Bären in der Ukraine leben müssen, ist das der sogenannten Cherson-Bären. Schauplatz ist ein Zoo in der südukrainischen Stadt Cherson: Im Jahr 2014 stellte ein Tierpark seinen Betrieb ein und die dort lebenden Tiere wurden ihrem Schicksal überlassen. Da die Behörden untätig zusahen, nahm sich eine Gruppe Freiwilliger der Tiere an und bewahrte diese, darunter auch Wölfe, vor dem Hungertod. Auch einige bauliche Verbesserungen an den Gehegen konnten umgesetzt werden, doch ein tiergerechtes Leben führten die Bären hier nicht. Das viel zu kleine Gehege bot ihnen kaum Möglichkeiten, um ihren natürlichen Bedürfnissen nachzugehen.

Umzug in ein neues Leben

Gemeinsam mit unseren Partnern von ECO-HALYCH haben wir auf dem Gelände des Halych Nationalparks ein Gehege gebaut, in dem Bären, die aus schlechter Haltung befreit wurden, untergebracht werden können. Der Verein wurde von Mitarbeitern des Nationalparks ins Leben gerufen und arbeitet seit seiner Gründung im Jahr 2010 eng mit diesem zusammen. Auf einer Fläche von insgesamt 1.650 Quadratmetern können die Tiere ihre natürlichen Instinkte wiederentdecken und bestmöglich ausleben, unter anderem befindet sich darauf ein 6 mal 4 Meter großer Pool. Ende September 2017 war es endlich soweit: Die „Cherson-Bären“ durften aus dem engen Käfig des Zoos in das tiergerechte Gehege im Nationalpark einziehen. 

Lassen Sie die Bären nicht allein!

Jede Spende hilft, um weitere dringend benötigte Gehege zu bauen, die gequälten Bären einst als neues Zuhause dienen können.

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin