Die besten Tierschutzfilme

Gestandene Tierschützer, Einsteiger ins Thema oder interessierte Kinder: Diese Filme, Dokumentationen und Beiträge rund um den Tierschutz sind besonders sehenswert – und bringen Sie den Themen näher.

37 Grad: Geheimsache Tiertransporte

Stichworte: Dokumentation, Kühe, Rinder, Lämmer, Schweine, Transporte, Tiertransport

Produktionsjahr: 2017, Regie: ZDF/Manfred Karremann, Länge: 44 Minuten

Ganze Dokumentation: https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-geheimsache-tiertransporte-100.html  (verfügbar bis 21.11. 2020)

Worum geht’s?

August 2017, EU-Außengrenze zur Türkei: Das braun-weiße Rind liegt auf dem Boden des Lastwagens und atmet schwer. Weitere Tiere, eng aneinander gepfercht, treten unwillkürlich auf ihn. Die Temperaturen im Transporter missen weit über 40 Grad – Wasser, Futter, Frischluft? Nicht in Aussicht. 20 Minuten lang filmt der Dokumentar und 37-Grad-Autor Manfred Karremann den Leidensweg der Tiere – bis zum Tod. Und das ist nicht einmal die erschreckendste Szene der ZDF-Doku. In „Geheimsache Tiertransporte“ wird über 44 Minuten lang die ganze Grausamkeit der Tiertransporte – vom Beladen des Tieres in Deutschland bis zur Überführ in die Schlachthäuser der Türkei und des Nahen Ostens – dargestellt. Es geht um Tierquälerei, Religion, Profit – und um Gesetze zum Schutz der Tiere, die leider außerhalb der EU-Grenzen ihre Gültigkeit verlieren. „Geheimsache Tiertransporte“ ist sicher nichts für schwache Gemüter, dennoch aber aufklärend und informativ gestaltet.

„Wer denkt, er habe es schon alles gesehen, wird in dieser Dokumentation vom Gegenteil überzeugt: Journalist Manfred Karremann gelingt es auf mitreißende Art und Weise, die Grausamkeit der Tiertransporte zu dokumentieren, ohne dabei einseitig zu berichten. Durch die Darstellung der Situation heute und dem Vergleich mit Aufnahmen aus den Jahren 1994 und 2004 schockiert er – und erhöht den Druck auf die EU, die in der dringenden Verantwortung steht, den Tierschutz bei Tiertransporten sicherzustellen.

Tierschutzfilme und -dokumentationen

Das System Milch

Cover der Doku "Das System Milch"

Stichworte: Dokumentation, Milchindustrie, Weltmarkt, Milch, Landwirte, Kühe

Freigegeben ab 0 Jahren

Produktionsjahr: 2017, Regie: Andreas Pichler, Länge: 95 Minuten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Ss7tAqSGhBQ

Worum geht’s?

Die Dokumentation „Das System Milch“ von Andreas Pichler behandelt die vielschichtigen Zusammenhänge zwischen Mensch, Kuh und Milch. Dabei zeigt der Film interessante wie erschreckende Einblicke in ein ökonomisches System, bei dem die marktbestimmenden Akteure aus nur einigen wenigen Branchenriesen bestehen, deren Entscheidungen wirtschaftlich gesehen sinnvoll erscheinen, aber schwere ökologische und soziale Folgeschäden mit sich bringen. Wichtiges Thema des Films sind die Milchbauern, die nicht mehr in bäuerlichen Betrieben arbeiten, sondern in hochtechnisierten Anlagen, in denen sie so günstig und effizient wie möglich durch Wachstum und Überschussproduktion für den Weltmarkt produzieren sollen. Ebenso geht es um die zweckoptimierte Zucht von Hochleistungskühen, die durch eine intensive körperliche Belastung im Durchschnitt nur noch fünf statt zwanzig Jahre alt werden. Und es wird die ökologische Problematik der Milchproduktion angesprochen, wie beispielsweise die Zusammensetzung des Kraftfutters (wofür in Südamerika Regenwälder gerodet werden) und die Stickstoffübersättigung unserer Anbauflächen durch zu viel Gülle. Auch der Mythos der gesunden Milch steht auf dem Prüfstand. 

Das System Milch‘ ist ein Plädoyer gegen den Wachstumswahn, hin zu kleineren Produktionseinheiten und mehr Wertschätzung gegenüber der Umwelt. Ein bildstarker Film, der den Milchkühen zu wenig Stimme verleiht, aber trotzdem einen wichtigen Fokus setzt auf politische und wirtschaftliche Problematiken der Milchindustrie und die Abhängigkeiten der Milchbauern.

What The Health

Stichworte: Dokumentation, Ernährung, Konsum, Mensch-Tier-Verhältnis, Essen, Milch, Fleisch, Zivilisationskrankheiten, Medizin

Freigegeben ab 12 Jahren

Produktionsjahr: 2017, Regie: Kip Andersen, Keegan Kuhn, Länge: 97 Minuten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=foiWLMLih44

Worum geht’s?

Der zweite Streich der Macher von "Cowspiracy". In "What The Health" hinterfragen sie die Paradoxie zwischen Engagement und zeitgleichem Verschweigen von Problematiken, die die Nutztierhaltung weltweit hervorrufen – dieses Mal mit Blick auf die Gesundheitsorganisationen Nord Amerikas. "What the Health" betrachtet den Zusammenhang von Zivilisationskrankheiten und der westlichen Ernährungsweise, die reich an tierischen Produkten ist. Die Thematik reicht dabei von Krebserkrankungen durch Karzinogene in Milch und Fleischprodukten, über verkalkte Arterien, Fettleibigkeit und daraus resultierenden Herzkreislaufstörungen, bis hin zu Diabetes und dem generellen Blick auf die Problematik von Schadstoffen, Antibiotikaresistenzen und Krankheiten durch mangelnde Hygiene in der Massentierhaltung. Dabei wird auch stets der Blick auf Gesundheitsorganisationen geworfen, die vehement die Verbindung zur Ernährung negieren. Um seine teils auch kontroversen Standpunkte zu belegen, stützt sich der Film auf Recherchen, neue Studien aus Medizin und Ernährungswissenschaft und Interviews mit Ärzten, die ihren Patienten gegenüber eine pflanzenbasierte Ernährung empfehlen. "What the Health" macht es also anders als andere "Schock-Filme" und stellt die positiven gesundheitlichen Aspekte einer veganen Ernährung in den Vordergrund.

„Eine dichtgepackte Informationsladung, bei der einem schnell der Appetit vergehen kann – der Film will wachrütteln und Alternativen aufzeigen, teils mit kontrovers diskutierten Forschungsergebnissen der letzten Jahre, die noch nicht zur Gänze im wissenschaftlichen Diskurs etabliert sind.“

 

Im Namen der Tiere

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Stichworte: Dokumentation, Tierrechte, Tiere zur Unterhaltung, Tiere essen, Tierversuche, Veganismus
Freigegeben ab 16 Jahren

Produktionsjahr: 2015, Regie: Sabine Kückelmann, Länge: 103 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=7b4Lt0erj_o
Kinotermine: »http://www.wfilm.de/im-namen-der-tiere/kinotermine/

Worum geht’s?
Sabine Kückelmann erfüllt sich mit der Dokumentation "Im Namen der Tiere" einen Lebenstraum. In dem sehr persönlichen und eindringlichen Film rollt sie auf, inwiefern der Mensch das Tier zu seinem Nutzen missbraucht. Es geht in den teilweise drastischen Szenen aus Schlacht- und Mastbetrieben, Tierversuchslaboren und Pelzfarmen vor allem um eines: Die Wertschätzung und das Mitgefühl für alle Lebewesen wiederfinden. Die Regisseurin, Kamerafrau, Tontechnikerin und letztlich Produzentin der Dokumentation, Sabine Kückelmann, setzt dabei auf Vielfalt bei der Auswahl der Bilder und zeigt neben erschreckenden Szenen auch die Idylle; von Kühen auf der Weide und sich freudig im Schlamm wälzenden Schweinen zum Beispiel. Dank der zahlreichen Kommentare, Interviews und Statements renommierter Tierrechtler und -schützer aus Österreich und der Welt gilt die Dokumentation dabei aber nicht als Werbefilm für den Veganismus. Viel mehr nimmt "Im Namen der Tiere" dem Zuschauer die Angst, sich mit diesen Themen zu beschäftigen und erlaubt "Tierschutz-Laien" einen ersten Einblick.

„Sicher kein Film für zarte Gemüter. Doch wer sich ernsthaft für die Tier- und Umwelt interessiert, darf den Film im Kino nicht verpassen. Hoffentlich schafft es die Dokumentation, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, deren Bewusstsein für das unnötige Tierleid geweckt wird.“

 

THE IVORY GAME – Das Elfenbein-Komplott

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Stichworte: Elfenbeinhandel, Wildtiere, Elefanten, Korruption, Politik
Freigegeben ab 0 Jahren

Produktionsjahr: 2015, Regie: Kief Davidson, Richard Ladkani, Länge: 1 Std. 52 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=jU0bJlF0C68
Weitere Informationen: »theivorygame.com/

Worum geht’s?
Der Film, an dem unter anderem Leonardo DiCaprio als Produzent mitwirkte, dokumentiert den Versuch der Regisseure Kief Davidson und Richard Ladkani sowie deren Team, die illegale Jagd auf Elefanten wegen ihres Elfenbeins zu stoppen. Gemeinsam ermittelten sie 16 Monate lang undercover, um die Korruption der chinesischen Regierung beweisen zu können. Diese soll im Zusammenhang mit dem Handel des weißen Goldseine tragende Rolle spielen. Bei der Recherche begibt sich das Team in brenzlige und lebensgefährliche Situationen – authentisch und nachvollziehbar, wie der Kampf gegen den illegalen Handel in der Realität eben auch aussieht. Die komplexe Thematik des illegalen Handels mit Elfenbein wird in dieser Form endlich leicht verständlich gemacht, fesselt den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde und lässt das Interesse an diesem wichtigen Thema hoffentlich lange anhalten.

"The Ivory Game ist sowohl für Experten als auch für Einsteiger, die sich bis jetzt noch nicht mit den Themen Elfenbein und Wilderei auseinandergesetzt haben, absolut empfehlenswert!"

Blackfish

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Stichworte: Zoo, Aquarium, Tiere zur Unterhaltung, Meerestiere, Wal, Delfin, Orca, Tierqual
Freigegeben ab 12 Jahren

Produktionsjahr: 2013, Regie: Gabriela Cowperthwaite, Länge: 90 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=QWI3G4hStvw
Worum geht’s?
Nicht nur tragisch war der Fall in dem Unterhaltungspark „Seaworld“ als Wal Tilikum drei Menschen tötete. Er sorgte auch auf der ganzen Welt für Schlagzeilen und entbrannte eine Diskussion über das Wohl von Meerestieren in Gefangenschaft. „Blackfish“ dokumentiert eindrücklich die Hintergründe, beleuchtet das eigentliche Leben der Tiere und lässt dabei Verantwortliche von „Seaworld“ sowie Experten und Tierschützer zu Wort kommen. Die Produzenten bringen dem Zuschauer die faszinierenden Tiere auf informative Weise nahe und schildern deren Gefühle, Einsamkeit und höllischen Qualen, die die intelligenten Tiere in Gefangenschaft erleiden müssen.

„Wer nach diesen Aufnahmen noch an einen Besuch in einem Vergnügungspark mit Meeressäugern denkt, hat den Film verschlafen. Nicht umsonst titelte der Telegraph erst kürzlich: ‚Blackfish is the film that saved the whales‘.“

 

COWSPIRACY

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Stichworte: Dokumentation, Umweltschutz, Tierschutz, Tierrechte, Ernährung, Konsum

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr: 2014, Regie: Kip Andersen, Keegan Kuhn, Länge: 91 Minuten

Ganzer Film zur Ansicht online: »www.youtube.com/watch?v=nV04zyfLyN4
Worum geht’s?
Cowspiracy beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Viehhaltung und des Fischfangs auf die Umwelt. Dabei stehen vor allem Themen wie Treibhausgase und die Abholzung des Regenwaldes im Vordergrund. Dass auf Tierschutzthemen nur am Rande eingegangen wird, schadet nicht der Botschaft. Ganz im Gegenteil: „Cowspiracy“ holt seine Zuschauer ab und beleuchtet die Missstände in unserem Verhältnis zu Natur und Tieren auf eine besondere, bisher nicht da gewesene Art und Weise.

„Intellektuelles verständlich machen, Zusammenhänge aufzeigen und zum Nachdenken anregen: Trotz der Bilder in ‚Cowspiracy‘, die teilweise nur schwer zu ertragen sind, bereichert diese Doku sehr.“

 

DIE BUCHT

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Stichworte: Dokumentation, Japan, Delfinjagd, Jagd, Delfinarien

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr: 2009, Regie: Louie Psihoyos; Lange: 87 Minuten

Ganzer Film zur Ansicht online: »www.youtube.com/watch?v=II6HffGgNy4
Worum geht’s?
Die japanische Kleinstadt Taiji ist bekannt als „Delfinstadt“ und Stätte eines grausamen Spektakels. Von September bis Mai werden dort die Meeressäuger gejagt und gefangen genommen, um die schönsten Exemplare anschließend an Delfinarien und Aquarien auf der ganzen Welt zu verkaufen.
Das jährliche Treiben findet seinen grausamen Höhepunkt in einer nahegelegenen Bucht, in der jährlich knapp 23.000 Delfine brutal geschlachtet werden, um ihr Fleisch anschließend auf dem japanischen Markt zu verkaufen. Der Aktivist Ric O‘ Barry trainierte selbst Delfine für die Fernsehserie ‚Flipper‘ und möchte mit dieser Doku den Tieren zurückgeben, was er ihnen damals nahm – Freiheit und Unversehrtheit.

„In dem Film schockieren keine blutigen oder grausamen Bilder, sondern vielmehr die sichtbare Abgeklärtheit und Korruption der Politik, die für den Schutz Tiere stehen sollte. ‚Die Bucht‘ lässt den Zuschauer bedrückt zurück und regt zum Nachdenken an.“

 

Earthlings

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Stichworte: Dokumentation, Tierschutz, Tierrechte, Ernährung, Konsum, Mensch-Tier-Verhältnis

Freigegeben ab 16 Jahren

Produktionsjahr: 2005, Regie: Shaun Monson, Länge: 95 Minuten

Ganzer Film zur Ansicht online: »www.earthlings.de
Worum geht’s?
Earthlings (deutsch: Erdlinge) ist eine Dokumentation, die an die Nieren geht. Nach dem Motto “Wie viel Wahrheit verträgst du?” stellt Regisseur Shain Monson darin das Verhältnis von Menschen zu Tieren dar. Er thematisiert den Konsum von Fleisch sowie die Nutzung von Tieren für Kleidung, Unterhaltung und Tierversuche. Das gesamte Videomaterial wurde mit versteckter Kamera gedreht und dokumentiert die schlimmsten Zustände in der Nutztierhaltung von Tieren. Wer die Aufnahmen sieht, wird anschließend anders über das Verhältnis von Menschen zu Tieren denken. Earthlings gilt als Einstieg in den Vegetarismus oder Veganismus. Aber: Er ist nichts für schwache Nerven.

„Earthlings ist definitiv sehr sehenswert. Er zeigt das Leid, das die Tiere tagtäglich ertragen müssen unverblümt – die Doku erschüttert zutiefst und bewirkt, das eigene Handeln radikal zu verändern.“

 

Food Inc.

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Stichworte: Dokumentation, Ernährung, Konsum, Mensch-Tier-Verhältnis, Essen, Milch, Fleisch

Freigegeben ab 0 Jahren

Produktionsjahr: 2008, Regie: Robert Kenner, Eric Schlosser, Michael Pollan, Länge: 93 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=16h3V91yNZM
Worum geht’s?
„Was essen wir wirklich?“ Dieser Frage geht „Food Inc.“ auf eindringliche Art und Weise nach. Kritisch aber auf Grundlage allumfassender Recherchen beschreiben die Macher (ein Regisseur und zwei Journalisten) die Monopolisierung der Lebensmittelindustrie. Sie zeigen auf, wie es geschehen konnte, dass anstatt tausenden Schlachthöfen weltweit heute nur noch einige wenige, dafür aber umso größere für die Fleischgewinnung verantwortlich sind. Und sie stellen Alternativen vor, sprechen dafür mit Experten aus der Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft und geben letztlich die Aufforderung an den Zuschauer mit, sich gegen die moderne Nahrungsmittelindustrie zu wehren. „Food Inc.“ stellt so einen guten, intellektuellen Einstieg in die Themen Ernährung, Veganismus, Vegetarismus dar.

„Die guten Recherchen und interessanten Fakten in dieser Doku sollten für viel mehr Menschen zugänglich sein – in der Prime Time des Fernsehprogramms oder als Pflichtteil in jeder Schule.“

 

The Ghosts in our machine

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Stichworte: Dokumentation, Tierschutz, Tierrechte, Ernährung, Konsum, Veganismus

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr: 2013, Regie: Liz Marshall, Länge: 92 Minuten

Trailer: »www.theghostsinourmachine.com
Worum geht’s?
Ob in der Ernährung, für unsere Kleidung, die Kosmetik oder zu Unterhaltungszwecken: Die Macher vertreten klar den Standpunkt des Veganismus und plädieren an ihre Zuschauer, diesen zu teilen. Es sei paradox, „Haustiere“ zu streicheln, „wilde Tiere“ zu schützen und „Nutztiere“ auszunutzen. Letztere nennt Liz Marshall „Geister“, weil niemand sie sehen und niemand an ihr Leid denken mag. Gemeinsam mit der Fotografin Jo-Anne McArthur nimmt die Regisseurin ihre Zuschauer auf eine Reise durch die Tierwelt mit – vom tiergerechten Schutzzentrum zur verbotenen Pelzfarm. Immerzu mit der klaren Botschaft, Tiere endlich wertzuschätzen. Fast künstlerisch gestaltet wirkt die Doku „The Ghosts In Our Machine“ dank der Bilder und Aufnahmen von Jo-Anne McArthur, der gestandenen Fotografin und bekannten Tierrechtlerin.

„Erschreckend direkt, unglaublich ehrlich und dabei stark faszinierend. Die Doku ist sicher nichts für Zarte und setzt klar voraus, die schrecklichen Bilder der gequälten Tiere auch ertragen zu können.“

 

TYKE

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Stichworte: Dokumentation, Tierschutz, Tierrechte, Unterhaltung, Zoo, Zirkus, Elefant

Freigegeben ab 12 Jahren

Produktionsjahr: 2015; Regie: Susan Lambert, Stefan Moore; Länge: 78 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=gfQGrNV81gU
Worum geht’s?
Als die afrikanische Elefantendame Tyke Mitte der 70er Jahre gefangen und aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen wird, ist sie noch ein Baby. Sie wird in die USA gebracht und erträgt dort viele Jahre das Martyrium als Zirkuselefant, bis sie 1994 während einer Vorstellung ihren Pfleger sowie ihren Trainer attackiert. Letzterer erliegt dabei seinen Verletzungen. Ein blutiges Ende findet die Tragödie erst, als sie mit knapp 90 Schüssen auf offener Straße und unter den neugierigen Blicken der Öffentlichkeit und Medien, erlegt wird. Durch diesen schrecklichen Vorfall gerät der Einsatz von Wildtieren zu Unterhaltungszwecken erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Dokumentation „Tyke“ macht durch die persönliche Leidensgeschichte des Tieres eindringlich deutlich, wie es zahlreichen Wildtieren rund um den Globus ergeht, die in Gefangenschaft leben, um den Menschen zu unterhalten.

„Die Dokumentation ist kurzweilig und spannend erzählt und könnte – sofern man sich traut – manch einem unbedachten Zirkusbesucher die Augen öffnen. Absolut sehenswert!“

 

VEGUCATED

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Stichworte: Komödie, Spielfilm, Selbstversuch vegan, Ernährung, Konsum, Veganismus

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr: 2013; Regie: Marissa Miller Wolfson; Länge: 66 Minuten

Ganzer Film zur Ansicht online: »www.youtube.com/watch?v=19qSsUI79Ro
Worum geht’s?
Drei fleisch- und käseliebende Amerikaner wagen den veganen Selbstversuch. Für sechs Wochen verzichten sie vollständig auf den Verzehr tierischer Produkte und halten in einem Videotagebuch ihre Eindrücke fest. Neben den Auswirkungen, die die Umstellung im Film auf die körperliche Verfassung der Testpersonen hat, beleuchtet der Film insbesondere die positiven Effekte auf die Natur. Dabei stellt er die Verantwortung jedes Einzelnen gegenüber den Tieren heraus, die unter unwürdigen Umständen gehalten und getötet werden. Für all diejenigen, die sich das erste Mal mit dem Thema „Fleischkonsum“ und „artgerechte Tierhaltung“ auseinandersetzen möchten, ist der Film ein super Einstieg. Die gezeigten Bilder sind erschütternd, setzen dabei aber nicht auf unnötige Grausamkeit oder überzogene Darstellungen.

„Jedem, der den Film geschaut hat, sollte danach klar sein, dass sein individuelles Konsumverhalten etwas bewirkt – positiv wie negativ.“

 

Tierschutzbeiträge im Fernsehen

Quarks & Co. vom 22.09.2015

Stichworte: Fernseh-Beitrag, Spot, Feature, Sendung, Tierschutz, Tierrechte, Ernährung, Konsum, Mensch-Tier-Verhältnis, Tierversuche
Ausschnitte zur Ansicht online: »www.ardmediathek.de/tv/Quarks-Co (22.09.2015)

Worum geht’s?
„In unserem Verhältnis zu Tieren gibt es kein Normal.“ Dieser Aussage folgte die Wissenschaftssendung Quarks & Co. In der Sendung vom 22. September 2015. In aufwendigen Animationen und Erklärfilmen stellen die WDR-Autoren unser Verhältnis zum Tier dar. Wieso streicheln wir Hunde und essen Schweine? Dürfen wir Tiere für die Wissenschaft oder unseren Konsum quälen? Quarks & Co. argumentiert dabei rein wissenschaftlich und mit Fakten. Die Erklärungen sind trotz der Komplexität sehr anschaulich dargestellt, sodass das Thema auch für weniger tierschutzbewusste Menschen zugänglich wird.

„Eine spannende Sendung, die auch eingefleischten Tierschützern noch neues Wissen nahe bringen kann.“

 

Gift auf unserer Haut

Stichworte: Fernseh-Beitrag, TV, Leder, Kleidung, Tierschutz, Tierrechte
Zur Ansicht online: »https://www.youtube.com/watch?v=IxNJrMxV2oo

Worum geht’s?
Die ZDF-Sendung 37 Grad nimmt sich Fragen von Konsumenten in Deutschland an. In der Sendung vom 14. Januar 2015 widmete sich das Reporter-Team Pelzen und Leder. Es wird aufgedeckt, dass Kinderarbeit, Tierquälerei und giftige Chemikalien unmittelbar mit der in Deutschland verkauften Ware zusammenhängen. Dabei kommen Experten und Betroffene zu Wort. Die Sendung öffnet die Augen und sensibilisiert Zuschauer für ein Thema, das gewöhnlich gern verdrängt wird: „Was sind mir meine Konsumgüter wert?“

„Absolut sehenswert – insbesondere, um die Zusammenhänge von Tier- und Umweltschutz sowie humanitärer Hilfe zu verstehen.“

Tierschutzfilme für Kinder

Animal Farm – Aufstand der Tiere

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Stichworte: Kinderfilm, Animationsfilm, Tierschutz, Tierrechte, Farmtiere, Bauernhof
Freigegeben ab 6 Jahren
Produktionsjahr 1954; Regie: John Batchelor; John Halas; Länge: 72 Minuten

Die Tiere der Manor Farm werden täglich von ihrem Bauer brutal ausgebeutet. Während einer nächtlichen Versammlung beschließen die gequälten Tiere eine Revolution durchzuführen und vertreiben den verhassten Farmer. Fortan herrscht eine neue Ordnung. Doch bald zeigt das neue System seine Schattenseiten.

 

Creature Comforts

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Stichworte: Kinderfilm, Animationsfilm, Tierschutz, Tierrechte, Zoo, Zirkus
Freigegeben ab 6 Jahren
Produktionsjahr 1989; Regie: Nick Park; Länge: 5 Minuten

Creature Comforts ist ein animierter Kurzfilm von Nick Park (Wallace&Gromit), der 1991 den Oscar gewann. In dem mit Knetfiguren animierten Film kommen Tiere eines britischen Zoos in Interviews zu Wort und geben ihre Meinungen zu den Vor- und Nachteilen des Lebens im Zoo ab. Seit 2003 wird der Kurzfilm in Form einer TV-Serie weitergeführt, es gibt auch einen YouTube-Channel: https://www.youtube.com/channel/UCDoecWh-QlAnroaDpvZ-0dA

Zur Ansicht online: »www.youtube.com/watch?v=PCOWE0EiCyo

 

Die Hunde sind los

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Stichworte: Kinderfilm, Animationsfilm, Tierschutz, Tierrechte, Tierversuche, Hunde
Freigegeben ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 1982, Regie: Martin Rosen; Länge: 103 Minuten

In einem Forschungsinstitut im englischen Lake District werden Tiere auf grausame Art zu Forschungszwecken misshandelt, doch die fragwürdigen Praktiken bleiben der Öffentlichkeit verborgen. Durch die Unachtsamkeit der Forscher gelingt den beiden Hunden Wuff und Snitter schließlich die Flucht. Was beginnt, ist eine mitreißende und von Lügen untermauerte Hetzjagd auf die Tiere. Als Zuschauer erlebt man die Gefühle der beiden Hunde hautnah mit. Durch ihre Gedanken, Träume und besonders durch ihre schrecklichen Erinnerungen wird man mitgerissen und erkennt innerhalb der spannenden 103 Minuten die ganze Bandbreite der Ungerechtigkeit von Menschen gegenüber Tieren.

Zum Trailer: »www.filmstarts.de/kritiken/108341.html

 

Unten am Fluss

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Stichworte: Kinderfilm, Animationsfilm, Tierschutz, Tierrechte, Wildtiere, Wald, Kaninchen
Freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungsjahr: 1978; Regie: Martin Rosen; Länge: 107 Minuten

Ein Kaninchenvolk wird durch die Zerstörung ihres Lebensraums vertrieben. In der Ferne versuchen sie nun eine neue Heimat zu finden. Auf dieser Reise lauern zahlreiche Gefahren und Konflikte, die letztendlich zu einem Krieg führen.
Die Geschichte entführt den Zuschauer in die Welt der Kaninchenvölker, die ohne uns Menschen viel leichter wäre. Man erlebt die Auswirkungen und die Verdrängung durch den Menschen aus einer neuen Perspektive und entwickelt schnell Sympathien für die Charaktere, die sich immer wieder neuen Prüfungen stellen müssen.

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