Die besten Tierschutzfilme

Gestandene Tierschützer, Einsteiger ins Thema oder interessierte Kinder: Diese Filme, Dokumentationen und Beiträge rund um den Tierschutz sind besonders sehenswert – und bringen Sie den Themen näher.

Ein Geschenk von Bob:

Stichworte: Spielfilm, Katzen, Streuner, Familie, Freundschaft, Weihnachten, London, Großbritannien

Produktionsjahr: 2020, Regie: Charles Martin Smith, 1 Stunde 43 Minuten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=GkZ3M31gM8Q 

Worum geht’s?

In der Fortsetzung von „Bob, der Streuner“ kehrt der berühmte Streunerkater Bob auf die große Leinwand zurück! „Ein Geschenk von Bob“ folgt Bob und seinem besten Freund, dem Straßenmusiker James, durch den Großstadtdschungel im weihnachtlichen London. In der hektischen Vorweihnachtszeit schenken die Menschen dem eigentlich unvergleichlichen Paar keine Beachtung – und James fällt es zunehmend schwer, die Grundversorgung für sich und Bob leisten zu können. Zuletzt mahnt dann noch der Tierschutz und droht, Bob aus der Obhut von James zu nehmen… Gemeinsam mit ihren Freund*innen beginnt für die beiden jetzt der verzweifelte Kampf gegen die Zeit.

 „Ein Geschenk von Bob“ ist ein Kinofilm für die ganze Familie. Von Klein bis Groß – dieser Weihnachtsfilm bringt alle in Weihnachtsstimmung. Und auch wenn es für den ehemaligen Streuner Bob ein glückliches Ende gibt, ruft der Film ins Bewusstsein, welch traurige Realität viele herrenlose Katzen leben die – nicht nur in der Weihnachtszeit – alleine durch die Straßen streifen."

„Gunda“:

Stichworte: Schweine, Ferkel, Kühe, Hühner, Nutztiere, Dokumentation

Produktionsjahr: 2020

Regie: Victor Kossakovsky

Länge: 1 Stunde 33 Minuten

Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=afZ6n7lwx48

 

 

 

Worum geht’s?

In „Gunda“ begegnen die Zuschauer*innen dem gleichnamigen Hausschwein und ihren neugeborenen Ferkeln und begleiten diese in ihren ersten Minuten und Stunden sowie später bei ihren staksigen, noch etwas wackligen Erkundungsversuchen. Auch eine Gruppe Hühner wird vorgestellt, die das erste Mal ins Freie darf. Die Tiere sehen zerrupft aus, einem Huhn fehlt ein Bein. Unsicher schauen sie sich um, bis der Bann bricht und das erste Huhn den Transportkäfig verlässt, sich aufplustert und die neue Freiheit für sich entdeckt. Im Hintergrund das Muhen einer kleinen Kuhherde: Sie kommt aus dem Stall auf die Wiese galoppiert, dann kehrt Ruhe ein und die Tiere lassen sich zum Wiederkäuen nieder…

 "'Gunda' schafft gänzlich ohne Musik, Farbe und Kommentar eine Nähe zur Lebens- und Gefühlswelt der Tiere, die tief geht. Der Mensch räumt in der Dokumentation quasi die Bühne für die Tiere und überlässt ihnen die alleinige Aufmerksamkeit. Auf Augenhöhe der Tiere und durch den alleinigen Fokus auf sie und ihre Blickwinkel, lässt der Film eine Intimität zu eben den Lebewesen entstehen, die täglich so anonymisiert auf unsereiner Tellern landen. Und so ist der Film – auch ganz ohne verstörende Bilder aus Schlachthöfen oder Massentierhaltungsanlagen und allein über diese Nähe zu unseren Mitgeschöpfen –  ein stark ethisches und poetisches Plädoyer für das Tierwohl. Denn stumm stellt 'Gunda' die Frage nach dem Platz, den die Nutztiere in unserer Welt einnehmen."

„Die Rückkehr der Bären“:

Stichworte: Bären, Braunbären, Mensch-Tier-Konflikt, Koexistenz, Rückkehr nach Europa, Herdenschutz, Bienenschutz, Problembären, ökologische Funktion, Bärenschutz

Produktionsjahr: 2019, Regie: Simone Stripp & Jürgen Hansen, Länge: 53 Minuten

Aktuelle TV-Sendetermine: https://www.fernsehserien.de/filme/die-rueckkehr-der-baeren

Worum geht’s?

Der Braunbär ist Europas größtes Raubtier und heute wieder in 22 europäischen Länder heimisch – das sorgt aber nicht überall für Begeisterung. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Bären“ geht der Frage nach, wie die Menschen in Europa zur dauerhaften Anwesenheit der Bären stehen und führt die Zuschauer*innen anhand einer bildlichen Reise durch die relevantesten „Bären-Länder“ Rumänien, Slowenien, Slowakei, Polen, Italien und Frankreich. Der Film blickt dabei vor allem auf den Konflikt zwischen Acker- und Viehbauern, die durch die Bären um ihre Ernte und das Wohl ihrer Nutztiere fürchten und thematisiert damit die  Sorge von gefährlichen Mensch-Bär-Begegnungen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob der Mensch dem Bären in Zukunft genug Freiraum und Akzeptanz entgegenbringen kann, um eine dauerhafte Rückkehr der Bären in unseren europäischen Wäldern zu ermöglichen. Durch Gespräche mit Landwirt*innen und Ortsansässigen werden hilfreiche Maßnahmen aufgezeigt, die ein unproblematisches Zusammenleben mit den Tieren fördern könnten. Außerdem widmet sich die Dokumentation umfangreich den ökologischen Funktionen der Braunbären, die als Pflanzenfresser einen positiven Einfluss auf die Vegetation und Landschaft ausüben und als Aasfresser zudem die Wälder reinigen.

 „Die Rückkehr der Bären gibt Zuschauern*innen nicht nur einen Einblick in das Leben des Braunbären, sie regt auch zum Nachdenken über unser Verhältnis zur wilden Natur im Allgemeinen an. Denn es wird deutlich, dass erst menschliches Fehlverhalten zu sogenannten „Problembären“ führt und grundsätzlich ein friedliches Zusammenleben möglich wäre. Die Hoffnung bringende Botschaft des Films: Es gibt wirkungsvolle Lösungsansätze, die es anzupacken gilt.“

„Wegwerfkälber – Das Schnitzel und seine Schattenseiten“:

Stichworte: Milch, Kühe, Kalb, Kalbfleisch, Mast, Mutterkuh-Aufzucht, Wegwerfkälber

Produktionsjahr: 2020, Regie: Katarina Schickling, Länge: 28 min

Link zum Film: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-wegwerfkaelber-100.html 

(Verfügbar bis 14.10.2021)


Worum geht’s?

Nur wenn Kühe jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen, produzieren sie auch Milch – das dürfte mittlerweile vielen bewusst sein. Doch was daraus folgt, ist weniger Menschen bekannt: Denn während die meisten weiblichen Kälber aufgezogen und später zur Milchproduktion eingesetzt werden, gibt es für männliche Kälber in der Milchwirtschaft keine Verwendung. Die teure Aufzucht und Mast der Bullen führt zu keinen Erträgen, weshalb die Tiere als Abfallprodukt gelten. Zu erschreckenden Preisen von meist weniger als 10 Euro werden sie wenige Tage nach ihrer Geburt verkauft und geschlachtet – für Billigfleisch-Produkte. Die Dokumentation „Wegwerfkälber“ beleuchtet diesen Aspekt der Milchwirtschaft in all seiner Komplexität – und Grausamkeit.
Katarina Schickling, die Produzentin des Films, geht dabei in Gesprächen mit Landwirt*innen, Professor*innen, Politiker*innen und Tierschützer*innen den wichtigsten Fragen auf den Grund und erlaubt den Zuschauer*innen das Kennenlernen verschiedener Ansichten zur Zukunft unserer Kuhhaltung: jene, die mehr Tierwohl erreichen wollen und jene, die keine Veränderung für notwendig halten.

„Wegwerfkälber“ gibt Zuschauer*innen trotz höchstem Anspruch an Neutralität und dem Beleuchten verschiedener Perspektiven einen Blick auf die ungeschönte Realität der Milchwirtschaft.

„Die gute Milch – Gewinn für Kühe, Klima und Kunden“:

Stichworte: Milch, Milchprodukte, Milchpreis, fairer Lohn, Tierwohl, Klima, Klimaschutz

Produktionsjahr: 2020, Regie: Anna Renk, Länge: 30 min

Link zum Film: https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/plan-b-die-gute-milch-100.html

(Verfügbar bis 14.11.2021)

 


Worum geht’s?

Billige Milch ist nicht nur schlecht für die Landwirte*innen, sondern lastet auch auf dem Wohl der Tiere und unserem Klima. Doch welche Mittel und Wege gibt es, Kühen ein besseres Leben zu verschaffen? Wie kann der ökologische Fußabdruck pro Liter Milch verkleinert und damit unserem Klima geholfen werden? Und wie können wir als Verbraucher*innen die Landwirt*innen bei diesen Zielen unterstützen?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Kurzdokumentation „Die gute Milch“ und zeigt spannende Entwicklungen und neue Ideen in der Landwirtschaft auf. Dabei fokussiert sich der Film weniger auf die gegenwärtigen Missstände in der Milchindustrie, sondern zeigt Lösungsansätze und positive Zukunftsalternativen. Auch wenn es oftmals die Molkereien und Supermarktketten sind, die die Milchpreise nach unten drücken, so macht die Doku deutlich, dass Verbraucher*innen selbst helfen können.

Die Dokumentation „Die gute Milch“ gibt Zuschauern*innen einen beispielhaften Einblick in das Leben und die Probleme von Kühen und Landwirt*innen und zeigt lösungsorientiert, wie es auch anders ginge, wenn Verbraucher*innen die Milchbäuer*innen stärker unterstützen würden.

„Merino-Boom: Der wahre Preis der Kuschel-Wolle“

Stichworte: Schafe, Wolle, Merino-Schafe, Mulesing, Tierleid, Fliegenmaden, Bekleidung

Produktionsjahr: 2019, Regie: Joanna Michna, Länge: 28 min

Link zur Reportage: https://www.youtube.com/watch?v=B6DUuVBrIqk

Worum geht’s?

Merino-Wolle ist atmungsaktiv, warm, kuschelig weich und liegt zurzeit auch modisch voll im Trend. Doch viele Verbraucher*innen wissen nicht, dass die Wolle aus dem Ausland kommt und  die Merino-Schafe in Deutschland hauptsächlich für die Fleischgewinnung genutzt werden. Der Großteil der weltweiten Merino-Wolle kommt aus Australien, wo die Schafe stark überzüchtet sind und das Tierwohl nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Film „Merino-Boom“ zeigt alle Hintergründe auf und blickt auf tiergerechtere Lösungen in der Gewinnung der Wolle. In Gesprächen, unter anderem mit einem australischen Schäfer und Verbraucher*innen wie Modehändler*innen in Deutschland, beleuchtet die Dokumentation nahezu alle Facetten – und legt dabei zurecht einen großen Fokus auf die vielfältigen Tierschutzprobleme.

„Merino-Boom“ gibt Einblicke in die tierquälerischen Methoden der Schafzucht und zeigt alternative, tierfreundliche Methoden auf: Eine sehenswerte Doku, die zahlreiche wissenswerte Informationen für interessierte Verbraucher*innen bereithält.

„Kampf gegen die rumänische Holzmafia“:

Stichworte: Holz, Holzmafia, Rodung, illegaler Handel, Verlust von Lebensraum, Wald, Wildtiere, Braunbären

Produktionsjahr: 2020, Regie: Alina Teodorescu, Länge: 33 Minuten

Aktuelle TV-Sendetermine: https://www.fernsehserien.de/re/folgen/590-tatort-wald-die-holzmafia-in-rumaenien-1406005

Worum geht’s?

Wildtiere wie der Braunbär verlieren in Rumänien jedes Jahr mehr Lebensraum. Der Grund dafür sind extreme Waldrodungen, die – nicht zuletzt aufgrund der Privatisierung vieler Waldgebiete – einem regelrechten Kahlschlag gleichen. Selbst Naturschutzgebiete sind vor der Holzindustrie nicht sicher und so häufen sich stark gerodete Waldgebiete, in denen kein Bär mehr eine Heimat finden kann – und das, obwohl die Tiere ihrem Revier normalerweise treu bleiben. Förster und Umweltaktivisten berichten in dieser sehenswerten arte-Dokumentation von organisiertem Holzraub mit mafiösen Strukturen, die sich bis in hohe politische und polizeiliche Kreise ziehen. Obwohl auf EU-Ebene bereits mehrere Vertragsverletzungsverfahren gegen Rumänien laufen, geht das korrupte Geschäft mit dem Holz weiter. Einige Mutige setzen sich weiter für den Schutz der heimischen Natur und Tierwelt ein und hoffen, vor allem das Bewusstsein der jungen Generation für die Bedeutung der Naturressource Holz stärken zu können. Auch um sie geht es in „Kampf gegen die rumänische Holzmafia“.

„Die Reportage deckt schockierende Strukturen innerhalb der rumänischen Holzbranche auf. Zuschauer*innen erfahren nicht nur, wie gefährlich das Leben von Umweltaktivist*innen und ehemaligen Mitarbeiter*innen der so genannten 'Holzmafia' sein kann, sondern auch, wie gravierend die Folgen für die rumänische Flora und Fauna bereits sind."

Terra Mater: „Corona – das Virus und das Pangolin“:

Stichworte: Sars-CoV-2, Coronavirus, Schuppentiere, Zoonosen, Tiermärkte, One Health

Produktionsjahr: 2020, Regie: Ruth Berry, Susanne Lummer, Länge: 46 Minuten

Link zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=r5Bdf5XKE1I

Worum geht’s?

Inmitten der Coronakrise geht die Dokumentation der Frage nach, wie neue Zoonosen – zwischen Tieren und Menschen übertragbare Krankheiten – entstehen. Der Film blickt dabei vor allem auch auf Krankheitsausbrüche der vergangenen Jahrzehnte und argumentiert auf Grundlage der Aussagen renommierter Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen wie Jane Goodall (Primatologin), Paul Watson (Sea Shepherd) und Cheryl Stroud (One Health Kommission), dass auch Sars-CoV-2 – das neuartige Coronavirus – keineswegs überraschend aufgetreten ist. Dabei steht im Mittelpunkt, wie das menschliche Handeln die Verbreitung von Zoonosen befördert: durch den illegalen Wildtierhandel mit Fokus auf das Schuppentier, die Zustände auf den Wildtiermärkten und die Rodung von Wäldern mit all ihren Konsequenzen. Der Film versucht unseren brutalen und rücksichtslosen Umgang mit Tieren und der Natur sichtbar zu machen – und mahnt zu einem Wandel. Angesichts der dringend notwendigen Aufmerksamkeit für die Rolle des illegalen Wildtierhandels bei der Ausbreitung von Zoonosen ist darüber hinwegzusehen, dass der Titel des Films unglücklich ausgewählt ist: Denn die These, dass Schuppentiere das Coronavirus als Zwischenwirt auf den Menschen übertragen haben, gilt mittlerweile als eher unwahrscheinlich.

„Der Film transportiert das Thema mit dramatischen, aufwühlenden Bildern. Aufnahmen von Wildtiermärkten gelangen selten an die Öffentlichkeit und sind schwer zu ertragen, aber notwendig, um auf die vorherrschende Situation aufmerksam zu machen. Die Inhalte des Films halten Tier- und Naturschützer schon lange in Atem, sind dem breiten Publikum aber erst jetzt im Zuge der Coronakrise deutlich geworden. All diesen Zuschauer*innen gibt die Dokumentation einen guten Einblick in die Thematik mit all ihren Facetten. Einige inhaltliche Schwächen lassen sich zum Teil mit der Kürze der Zeit entschuldigen, in der der Film inmitten dieser Phase entstanden ist. Lobenswert ist aber umso mehr die Auswahl der Expert*innen zum Thema – von Wissenschaft bis Aktivismus über Journalismus kommen Vertreter*innen unterschiedlicher Fach- bzw. Berufsgruppen zu Wort.“

Butenland:

Stichworte: Milchkuh, Milch, Dokumentation, Nutztiere

Produktionsjahr: 2017-2019, Marc Pierschel, 82 Minuten

FSK: 12 Jahre

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=1ix_2IQn3mo&vl=en

Alle Informationen und aktuellen Kinotermine hier: https://mindjazz-pictures.de/filme/butenland/

Worum geht’s?

Das Euter prall gefüllt, der Körper knochig – was Züchter*innen auf Rinderschauen als „Kühe wie gemalt“ anpreisen, ist für Jan Gerdes (ehemaliger Milchbauer) und Karin Mück (Tierrechtsaktivistin) schwer zu begreifen. Als Betreiber eines Lebenshofes für Rinder wissen sie, welches Tierleid mit der Hochleistungszucht verbunden ist. Für die Dokumentation „Butenland“ hat Produzent Marc Pierschel den Hofbetrieb der Beiden über einen Zeitraum von zwei Jahren begleitet und einen intimen Einblick in diese, viel zu selten porträtierte Realität gestaltet. Durch Aufzeigen des Alltags lernen Zuschauer*innen die einzelnen, bedrückenden Schicksale der Rinder kennen – von aussortieren Rinderbullen bis ausgepowerten Hochleistungskühen erfahren sie, welch gebrochene Tiere das „System Milch“ zur Folge hat.

„Butenland ist ein einfühlsames Porträt über das traurige Schicksal deutscher Rinder. Trotz Verzicht auf die Darstellung drastischer Aufnahmen geht die Dokumentation nahe und stellt unweigerlich die Nutztierhaltung in Frage.“

Kedi:

Stichworte: Dokumentation, Katzen, Streuner, Istanbul, Türkei

Produktionsjahr: 2016, Regie: Ceyda Torun, Charlie Wuppermann, 79 Minuten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=lKq7UqplcL8

Worum geht’s?

Ein Film über Katzen, der es auf die Top-10-Liste des amerikanischen Time-Magazines geschafft hat: Kedi, türkisch für Katze, folgt den Samtpfoten in 79 Minuten auf ihrem Weg durch die türkische Metropole Istanbul. Die Dokumentation gibt anhand von sieben Streunerkatzen einen Einblick in ihre Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Sari, Duman, Bengü, Aslan Parçasi, Gamsiz, Psikopat und Deniz - die einen sind verschmust und menschenbezogen, die anderen wild und scheu. Doch sie alle haben eines gemeinsam: Sie, ihr Alltag, die Gefahren und Tierschutzproblematiken stehen symbolisch für Millionen Streunerkatzen weltweit. Die Abwechslung zwischen kurzen Interviews mit tierlieben Bewohner*innen und mitreißenden Bildern aus Katzenperspektive machen den Film zum Must-See für Katzenfreund*innen und Tierschützer*innen.

„Jeder, der einmal Istanbul besucht hat, weiß um die Bedeutung der Katzen: Die Streunerkatzen sind hier zwar herrenlos, doch meist von tierlieben Menschen versorgt. Viele füttern sie, streicheln sie, übernehmen Tierarztkosten, manche bauen ihnen sogar kleine Unterkünfte in den Vorgärten. "Kedi" ist die filmisch aufbereitete Liebeserklärung an Katzen in Istanbul. Einziger Kritikpunkt: So sehr der Film Einblick in die Leben der Streuner gibt - mit guten und schlechten Tagen - thematisiert er leider nicht die Grundproblematik der unkontrollierten Vermehrung, die für viel Leid unter Streunerkatzen sorgt."

STREUNER - Unterwegs mit Hundeaugen

Stichworte: Streuner, Straßenhunde, Hunde, Hund, Welpe, Leben auf der Straße, Dokumentation

Produktionsjahr: 2020, Regie: Elisabeth Lo, 73 Minuten

Link zum Film: Streuner - Unterwegs mit Hundeaugen: Amazon.de: Elizabeth Lo: DVD & Blu-ray (Preis: ab 4,99 Euro)

Worum geht’s?

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, wie die Welt aus den Augen eines Hundes aussieht, ist dieser Film das richtige für Sie: Der Dokumentarfilm „Streuner“ zeigt Zuschauer*innen das Leben aus der Perspektive der drei Straßenhunde Zeytin, Nazar und Kartal in der türkischen Metropole Istanbul. Dabei werden die wilde und unabhängige Zeytin im dichten Straßenverkehr, der ruhige Nazar in der Nähe der Menschen und der schüchterne Welpe Kartal als Neuling auf der Straße einfühlsam porträtiert. Die Zuschauer*innen hören, sehen – und fühlen vielleicht auch – genau das, was die Hunde wahrnehmen: Denn „Streuner“ kommt ohne Gespräche und ohne Erzählerstimme aus und lebt nur von den Hintergrundgeräuschen und Sätzen der Menschen, denen die Hunde in ihrem Leben begegnen. Es ist einer der ersten Lang-Dokumentarfilme dieser Art, der die Aufmerksamkeit auf die unzähligen Straßenhunde dieser Welt lenkt. Beeindruckend ist zudem, dass der Film echte Straßenhunde zeigt, die mit ihren Abenteuern das Drehbuch ganz allein vorgaben und die Kamera ihnen einfach nur folgte. Dass die Türkei als Drehort ausgewählt wurde, hat gute Gründe: Das Land schützt Straßenhunde ausdrücklich und will durch Gesetze sicherstellen, dass sie ein einigermaßen unabhängiges und sicheres Leben führen können.

Das stellt auch die Dokumentation eindrücklich dar, schenkt dabei aber – aus Tierschutzsicht – leider zwei Punkten zu wenig Fokus: Zum einen das Problem der zunehmenden Streunerpopulation, welches nur durch das Kastrieren der Hunde gelöst werden kann. Zum anderen wird das Füttern der Straßenhunde durch die Bevölkerung unkritisch dargestellt, obwohl diese – in der Tat gut gemeinte – Maßnahme unter Umständen zu einer verstärkten Vermehrung der Tiere und damit zu einer Vergrößerung der Streunertierpopulation führen kann. Dennoch gibt der Dokumentarfilm beeindruckende und einfühlsame Einblicke in das Leben der Streuner und ist – trotz der kleinen Kritikpunkte – definitiv sehr sehenswert.

 

Okja

Stichworte: Animation, Science-Fiction, netflix

Produktionsjahr: 2017, Regie: Bong Joon-ho, Länge: 121 Minuten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=IRYIGfUqpQ0

Worum geht’s?

Südkorea, 2017: Das Mädchen Mija lebt mit ihrem geliebten Riesenschwein Okja irgendwo im Nirgendwo, tief in den Bergen Südkoreas. Eines Tages klopft ein globales Unternehmen an ihre Tür und will das Tier für seine Zwecke nutzen. Okja ist groß, speckig und sehr clever. Mija wehrt sich mit allen Kräften dagegen - doch ohne Erfolg. Okja wird von den als Bösewichte dargestellten Konzernvertretern entführt und bis nach New York transportiert. Mija folgt auf eigene Faust und taucht in eine Welt ein, die für sie völlig neu ist. Sie erfährt: Ihr Schwein Okja ist eines der 26 Tiere, die vor zehn Jahren durch den Einsatz von Genmanipulation und mit dem Ziel auf maximale Fleischgewinnung gezüchtet wurden. Sie sollte Geld bringen, nicht in Privathaltung ein gutes Leben führen. Mit Hilfe einer Gruppe Tierrechts-Aktivisten gibt Mija alles, um die Befreiung ihres geliebten "Superschweines" zu vollbringen.

„Science-Fiction, das durch Animationen die Grausamkeiten der Viehzucht auf die Spitze treibt: Genial! Okja ist ein grandioses Beispiel, wie es gelingt, über die schlimmsten Zustände zu berichten, ohne dabei erschreckende, reale Bilder zeigen zu müssen. Dadurch erreicht der Film eine ganz neue Zielgruppe, die sich dem Thema öffnet - und zu grübeln beginnt. Sicher ist Okja hier und da etwas übertrieben, einen Einblick in das Leben und in die Intelligenz von Schweinen gibt sie trotzdem. Zudem stellt sie eine düstere Zukunft der Nutztierhaltung und -zucht in Aussicht. Prädikat: Sehenswert."

Peaceable Kingdom: The Journey Home / Reich des Friedens: Der Weg nach Hause

Stichworte: Dokumentation, Veganismus, Tierrechte, Ethik, Schlachtung, Landwirte, Aktivisten, Gesinnungswandel, Gnadenhof, USA

Produktionsjahr: 2009, Regie: Jenny Stein, Länge: 1 Stunde 18 Minuten

Kostenlos in voller Länge unter http://tribeofheart.org/sr/pkj_german.htm (Englisch mit deutschen Untertiteln)

Worum geht’s?

Fünf Landwirt*innen, zwei Gnadenhofbetreiber*innen und eine Vision: Alle Wesen dieser Erde sollen ein glückliches Leben führen. Das bedeutet, sie respektvoll zu behandeln und sie auch nicht für die menschliche Ernährung zu nutzen. Der Weg zu dieser Erkenntnis – der „Weg nach Hause“, wie sie ihn selbst bezeichnen – wird dabei von den Protagonist*innen in Interviews geschildert.

Dazu wechseln sich Szenen von Viehauktionen, aus der industriellen Massentierhaltung und von Rettungsversuchen leidender Tiere mit Bildern geretteter und nun friedlich auf Gnadenhöfen lebender Tiere ab: Auf sehr eindrückliche Art und Weise lässt die Dokumentation seine Zuschauer*innen so an den existenziellen Krisen im Dilemma zwischen Tradition und Mitgefühl teilhaben.

„‘Peaceable Kingdom‘ beleuchtet die Problematik des Konsums tierischer Produkte aus rein ethischer Perspektive. Man kommt nicht umhin, die eigene Sichtweise neu zu durchdenken, wenn ehemalige Viehbauern und -bäuerinnen ihre Beweggründe für die vegane Ernährung darlegen. Zu kritisieren ist, dass fast nur besonders grausame Haltungsbedingungen gezeigt werden. Positive Beispiele von tiergerechten Haltungsbedingungen in der Nutztierhaltung, die es durchaus in den USA gibt, kommen dagegen zu kurz.“

Gabel statt Skalpell

Stichworte: Veganismus, Vegetarismus, Gesundheit, pflanzenbasierte Ernährung, Dokumentation, USA

Produktionsjahr: 2011, Lee Fulkerson, 1 Stunde 36 Minuten

FSK: 6 Jahre

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=PyejhJeInzQ

Worum geht’s?

Herzkreislauferkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Krebs und Diabetes haben in den letzten Jahren vor allem in der westlichen Welt massiv zugenommen. Diese Entwicklung führen Wissenschaftler*innen immer häufiger auch auf die besonders fleisch-, zucker- und salzhaltige Ernährung der Gesellschaft zurück. Die Dokumentation „Gabel statt Skalpell“ lässt  Wissenschaftler*innen wie den renommierten Biochemiker Prof. Dr. T. Colin Campbell über den Zusammenhang anhand unterschiedlicher Studien aus allen Winkeln der Erde berichten.

„‘Gabel statt Skalpell‘ hebt den scheinbar einfachsten aber oft effektivsten Weg zu einem Leben ohne Krankheit hervor: die tägliche Ernährung. Statt sich dem Thema der fleischlosen Ernährung durch den Tierwohlgedanken zu nähern, liefert die Dokumentation verblüffende Forschungsergebnisse, die den positiven Effekt einer pflanzenbasierten Ernährungsweise auf den eigenen Körper und die eigene Gesundheit belegen. Zu kritisieren wäre wohl nur der fehlende Tierschutzaspekt und das nur sehr kurze Aufgreifen der globalen Umwelt- und Hungerproblematik, die in Bezug auf den zu hohen Fleischkonsum essentielle Bedeutung haben.“

The End of Meat – Eine Welt ohne Fleisch

Stichworte: Veganismus, Vegetarismus, Fleischlose Ernährung, Tierrechte, Gesellschaft, Dokumentation

Produktionsjahr: 2017, Marc Pierschel, 1 Stunde 36 Minuten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=ir6-GgAXuSM

Worum geht’s?

Können cultured meat (Fleisch aus dem Labor), Algen und Co. eines Tages das Fleisch getöteter Tiere ersetzen? Werden tierische Interessen irgendwann rechtlich vertreten sein können? Und werden uns künftige Generationen für Barbaren halten, weil in unserer aktuellen Gesellschaft die Mehrheit der Menschen Fleisch von geschlachteten Tieren aß? Diese und weitere in der Tat zunächst abwegig klingende Fragen stellt „The End of Meat“ in den Raum. Die abwechslungsreiche Dokumentation fasst Geschichten von Menschen zusammen, die aufhörten Fleisch zu essen, als sie die Nutztiere persönlich kennenlernten, berichtet von Orten, an denen bereits ein Umdenken stattfindet, wie „Europas veganer Hauptstadt: Berlin“ und zeigt Tierschicksale, die dank engagierter Menschen zu einem besseren Leben fanden.

„Marc Pierschel, ebenso Regisseur von ‚Butenland‘, stellt in ‚The End of Meat‘ auf eindrucksvolle Weise unsere Gesellschaft, das politisch-ökonomische System und allen voran unseren Umgang mit Tieren infrage. Ohne eine Vielzahl grausamer Bilder regt die Dokumentation zum Nachdenken an, gibt einen guten Überblick über gesellschaftliche Entwicklungen und zeigt eine Zukunft, die auch  ohne Fleisch auskommen könnte…“

37 Grad: Geheimsache Tiertransporte

Stichworte: Dokumentation, Kühe, Rinder, Lämmer, Schweine, Transporte, Tiertransport

Produktionsjahr: 2017, Regie: ZDF/Manfred Karremann, Länge: 44 Minuten

Ganze Dokumentation: https://www.zdf.de/dokumentation/37-grad/37-geheimsache-tiertransporte-100.html  (verfügbar bis 21.11.2022)

Worum geht’s?

August 2017, EU-Außengrenze zur Türkei: Das braun-weiße Rind liegt auf dem Boden des Lastwagens und atmet schwer. Weitere Tiere, eng aneinander gepfercht, treten unwillkürlich auf ihn. Die Temperaturen im Transporter missen weit über 40 Grad – Wasser, Futter, Frischluft? Nicht in Aussicht. 20 Minuten lang filmt der Dokumentar und 37-Grad-Autor Manfred Karremann den Leidensweg der Tiere – bis zum Tod. Und das ist nicht einmal die erschreckendste Szene der ZDF-Doku. In „Geheimsache Tiertransporte“ wird über 44 Minuten lang die ganze Grausamkeit der Tiertransporte – vom Beladen des Tieres in Deutschland bis zur Überführ in die Schlachthäuser der Türkei und des Nahen Ostens – dargestellt. Es geht um Tierquälerei, Religion, Profit – und um Gesetze zum Schutz der Tiere, die leider außerhalb der EU-Grenzen ihre Gültigkeit verlieren. „Geheimsache Tiertransporte“ ist sicher nichts für schwache Gemüter, dennoch aber aufklärend und informativ gestaltet.

„Wer denkt, er habe es schon alles gesehen, wird in dieser Dokumentation vom Gegenteil überzeugt: Journalist Manfred Karremann gelingt es auf mitreißende Art und Weise, die Grausamkeit der Tiertransporte zu dokumentieren, ohne dabei einseitig zu berichten. Durch die Darstellung der Situation heute und dem Vergleich mit Aufnahmen aus den Jahren 1994 und 2004 schockiert er – und erhöht den Druck auf die EU, die in der dringenden Verantwortung steht, den Tierschutz bei Tiertransporten sicherzustellen.

Das System Milch

Stichworte: Dokumentation, Milchindustrie, Weltmarkt, Milch, Landwirte, Kühe

Freigegeben ab 0 Jahren

Produktionsjahr: 2017, Regie: Andreas Pichler, Länge: 95 Minuten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Ss7tAqSGhBQ

Worum geht’s?

Die Dokumentation „Das System Milch“ von Andreas Pichler behandelt die vielschichtigen Zusammenhänge zwischen Mensch, Kuh und Milch. Dabei zeigt der Film interessante wie erschreckende Einblicke in ein ökonomisches System, bei dem die marktbestimmenden Akteure aus nur einigen wenigen Branchenriesen bestehen, deren Entscheidungen wirtschaftlich gesehen sinnvoll erscheinen, aber schwere ökologische und soziale Folgeschäden mit sich bringen. Wichtiges Thema des Films sind die Milchbauern, die nicht mehr in bäuerlichen Betrieben arbeiten, sondern in hochtechnisierten Anlagen, in denen sie so günstig und effizient wie möglich durch Wachstum und Überschussproduktion für den Weltmarkt produzieren sollen. Ebenso geht es um die zweckoptimierte Zucht von Hochleistungskühen, die durch eine intensive körperliche Belastung im Durchschnitt nur noch fünf statt zwanzig Jahre alt werden. Und es wird die ökologische Problematik der Milchproduktion angesprochen, wie beispielsweise die Zusammensetzung des Kraftfutters (wofür in Südamerika Regenwälder gerodet werden) und die Stickstoffübersättigung unserer Anbauflächen durch zu viel Gülle. Auch der Mythos der gesunden Milch steht auf dem Prüfstand. 

Das System Milch‘ ist ein Plädoyer gegen den Wachstumswahn, hin zu kleineren Produktionseinheiten und mehr Wertschätzung gegenüber der Umwelt. Ein bildstarker Film, der den Milchkühen zu wenig Stimme verleiht, aber trotzdem einen wichtigen Fokus setzt auf politische und wirtschaftliche Problematiken der Milchindustrie und die Abhängigkeiten der Milchbauern.

What The Health

Stichworte: Dokumentation, Ernährung, Konsum, Mensch-Tier-Verhältnis, Essen, Milch, Fleisch, Zivilisationskrankheiten, Medizin

Freigegeben ab 12 Jahren

Produktionsjahr: 2017, Regie: Kip Andersen, Keegan Kuhn, Länge: 97 Minuten

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=foiWLMLih44

Worum geht’s?

Der zweite Streich der Macher von "Cowspiracy". In "What The Health" hinterfragen sie die Paradoxie zwischen Engagement und zeitgleichem Verschweigen von Problematiken, die die Nutztierhaltung weltweit hervorrufen – dieses Mal mit Blick auf die Gesundheitsorganisationen Nord Amerikas. "What the Health" betrachtet den Zusammenhang von Zivilisationskrankheiten und der westlichen Ernährungsweise, die reich an tierischen Produkten ist. Die Thematik reicht dabei von Krebserkrankungen durch Karzinogene in Milch und Fleischprodukten, über verkalkte Arterien, Fettleibigkeit und daraus resultierenden Herzkreislaufstörungen, bis hin zu Diabetes und dem generellen Blick auf die Problematik von Schadstoffen, Antibiotikaresistenzen und Krankheiten durch mangelnde Hygiene in der Massentierhaltung. Dabei wird auch stets der Blick auf Gesundheitsorganisationen geworfen, die vehement die Verbindung zur Ernährung negieren. Um seine teils auch kontroversen Standpunkte zu belegen, stützt sich der Film auf Recherchen, neue Studien aus Medizin und Ernährungswissenschaft und Interviews mit Ärzten, die ihren Patienten gegenüber eine pflanzenbasierte Ernährung empfehlen. "What the Health" macht es also anders als andere "Schock-Filme" und stellt die positiven gesundheitlichen Aspekte einer veganen Ernährung in den Vordergrund.

„Eine dichtgepackte Informationsladung, bei der einem schnell der Appetit vergehen kann – der Film will wachrütteln und Alternativen aufzeigen, teils mit kontrovers diskutierten Forschungsergebnissen der letzten Jahre, die noch nicht zur Gänze im wissenschaftlichen Diskurs etabliert sind.“

 

Im Namen der Tiere

film-plakat-im-namen-der-tiere

Stichworte: Dokumentation, Tierrechte, Tiere zur Unterhaltung, Tiere essen, Tierversuche, Veganismus
Freigegeben ab 16 Jahren

Produktionsjahr: 2015, Regie: Sabine Kückelmann, Länge: 103 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=7b4Lt0erj_o
Kinotermine: »http://www.wfilm.de/im-namen-der-tiere/kinotermine/

Worum geht’s?
Sabine Kückelmann erfüllt sich mit der Dokumentation "Im Namen der Tiere" einen Lebenstraum. In dem sehr persönlichen und eindringlichen Film rollt sie auf, inwiefern der Mensch das Tier zu seinem Nutzen missbraucht. Es geht in den teilweise drastischen Szenen aus Schlacht- und Mastbetrieben, Tierversuchslaboren und Pelzfarmen vor allem um eines: Die Wertschätzung und das Mitgefühl für alle Lebewesen wiederfinden. Die Regisseurin, Kamerafrau, Tontechnikerin und letztlich Produzentin der Dokumentation, Sabine Kückelmann, setzt dabei auf Vielfalt bei der Auswahl der Bilder und zeigt neben erschreckenden Szenen auch die Idylle; von Kühen auf der Weide und sich freudig im Schlamm wälzenden Schweinen zum Beispiel. Dank der zahlreichen Kommentare, Interviews und Statements renommierter Tierrechtler und -schützer aus Österreich und der Welt gilt die Dokumentation dabei aber nicht als Werbefilm für den Veganismus. Viel mehr nimmt "Im Namen der Tiere" dem Zuschauer die Angst, sich mit diesen Themen zu beschäftigen und erlaubt "Tierschutz-Laien" einen ersten Einblick.

„Sicher kein Film für zarte Gemüter. Doch wer sich ernsthaft für die Tier- und Umwelt interessiert, darf den Film im Kino nicht verpassen. Hoffentlich schafft es die Dokumentation, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, deren Bewusstsein für das unnötige Tierleid geweckt wird.“

 

THE IVORY GAME – Das Elfenbein-Komplott

theivorygame

Stichworte: Elfenbeinhandel, Wildtiere, Elefanten, Korruption, Politik
Freigegeben ab 0 Jahren

Produktionsjahr: 2015, Regie: Kief Davidson, Richard Ladkani, Länge: 1 Std. 52 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=jU0bJlF0C68
Weitere Informationen: »theivorygame.com/

Worum geht’s?
Der Film, an dem unter anderem Leonardo DiCaprio als Produzent mitwirkte, dokumentiert den Versuch der Regisseure Kief Davidson und Richard Ladkani sowie deren Team, die illegale Jagd auf Elefanten wegen ihres Elfenbeins zu stoppen. Gemeinsam ermittelten sie 16 Monate lang undercover, um die Korruption der chinesischen Regierung beweisen zu können. Diese soll im Zusammenhang mit dem Handel des weißen Goldseine tragende Rolle spielen. Bei der Recherche begibt sich das Team in brenzlige und lebensgefährliche Situationen – authentisch und nachvollziehbar, wie der Kampf gegen den illegalen Handel in der Realität eben auch aussieht. Die komplexe Thematik des illegalen Handels mit Elfenbein wird in dieser Form endlich leicht verständlich gemacht, fesselt den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Sekunde und lässt das Interesse an diesem wichtigen Thema hoffentlich lange anhalten.

"The Ivory Game ist sowohl für Experten als auch für Einsteiger, die sich bis jetzt noch nicht mit den Themen Elfenbein und Wilderei auseinandergesetzt haben, absolut empfehlenswert!"

Blackfish

Stichworte: Zoo, Aquarium, Tiere zur Unterhaltung, Meerestiere, Wal, Delfin, Orca, Tierqual
Freigegeben ab 12 Jahren

Produktionsjahr: 2013, Regie: Gabriela Cowperthwaite, Länge: 90 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=QWI3G4hStvw

Worum geht’s?
Nicht nur tragisch war der Fall in dem Unterhaltungspark „Seaworld“ als Wal Tilikum drei Menschen tötete. Er sorgte auch auf der ganzen Welt für Schlagzeilen und entbrannte eine Diskussion über das Wohl von Meerestieren in Gefangenschaft. „Blackfish“ dokumentiert eindrücklich die Hintergründe, beleuchtet das eigentliche Leben der Tiere und lässt dabei Verantwortliche von „Seaworld“ sowie Experten und Tierschützer zu Wort kommen. Die Produzenten bringen dem Zuschauer die faszinierenden Tiere auf informative Weise nahe und schildern deren Gefühle, Einsamkeit und höllischen Qualen, die die intelligenten Tiere in Gefangenschaft erleiden müssen.

„Wer nach diesen Aufnahmen noch an einen Besuch in einem Vergnügungspark mit Meeressäugern denkt, hat den Film verschlafen. Nicht umsonst titelte der Telegraph erst kürzlich: ‚Blackfish is the film that saved the whales‘.“

 

SEASPIRACY

Stichworte: Meer, Ozeane, Meeresverschmutzung, Meeresbewohner, Meeresarten, Meerestiere, Fisch, Fischfang, Fischerei, industrieller Fischfang, Beifang, Nachhaltigkeit, Verschwörung, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Plastikverschmutzung, Bewusstsein, Dokumentation

Produktionsjahr: 2021, Regie: Ali Tabrizi, Länge: 90 Minuten

Link zum Film: https://www.netflix.com/de/title/81014008 (Preis: bisher nur für Netflix-Abonnementen verfügbar)

Worum geht’s?

Dass der hohe Plastikverbrauch der Menschen die Umwelt und ganz besonders die Weltmeere sowie die darin lebenden Arten massiv schädigt, ist mittlerweile in der Gesellschaft angekommen. Doch die Relationen bleiben dabei meist im Hintergrund: Oder wussten Sie, dass der Verbrauch von beispielsweise Plastikstrohhalmen nur 0,03 Prozent des im Meer schwimmenden Plastiks ausmacht? Die Dokumentation Seaspiracy, vom Regisseur und Klimaaktivisten Ali Tabrizi stellt eben diese Nachforschungen an und fokussiert sich letztlich vordergründig auf die Probleme der globalen industriellen Fischerei, die einen noch größeren Schaden anrichten. Es ist eine emotionale Reise, die von schockierenden Bildern der japanischen Delfinjagd und dem Markt für Haifischflossen über Interviews mit verschiedenen Expert*innen reicht.

„Bilder, Gespräche und Umstände werden nicht verschönt und gehen nah, belegen dadurch aber eindringlich die vorherrschenden Missstände. Der Film rief nach Erscheinen Kritik hervor, dass einzelne Zahlen und Studien nicht mehr aktuell seien und die Schlussfolgerung, keinen Fisch mehr zu essen, zu kurzsichtig sei. Dennoch hat diese Doku die Augen für die schwerwiegenden Probleme geöffnet und wichtige Denkanstöße geliefert, die längst überfällig waren.“

 

COWSPIRACY

film-plakat-cowspiracy
Stichworte: Dokumentation, Umweltschutz, Tierschutz, Tierrechte, Ernährung, Konsum

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr: 2014, Regie: Kip Andersen, Keegan Kuhn, Länge: 91 Minuten

Link zum Trailer: »www.youtube.com/watch?v=nV04zyfLyN4

Worum geht’s?
Cowspiracy beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Viehhaltung und des Fischfangs auf die Umwelt. Dabei stehen vor allem Themen wie Treibhausgase und die Abholzung des Regenwaldes im Vordergrund. Dass auf Tierschutzthemen nur am Rande eingegangen wird, schadet nicht der Botschaft. Ganz im Gegenteil: „Cowspiracy“ holt seine Zuschauer ab und beleuchtet die Missstände in unserem Verhältnis zu Natur und Tieren auf eine besondere, bisher nicht da gewesene Art und Weise.

„Intellektuelles verständlich machen, Zusammenhänge aufzeigen und zum Nachdenken anregen: Trotz der Bilder in ‚Cowspiracy‘, die teilweise nur schwer zu ertragen sind, bereichert diese Doku sehr.“

 

DIE BUCHT

film-plakat-die-bucht

Stichworte: Dokumentation, Japan, Delfinjagd, Jagd, Delfinarien

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr: 2009, Regie: Louie Psihoyos; Lange: 87 Minuten

Ganzer Film zur Ansicht online: »https://www.youtube.com/watch?v=2dLpA9zpGPM

Worum geht’s?
Die japanische Kleinstadt Taiji ist bekannt als „Delfinstadt“ und Stätte eines grausamen Spektakels. Von September bis Mai werden dort die Meeressäuger gejagt und gefangen genommen, um die schönsten Exemplare anschließend an Delfinarien und Aquarien auf der ganzen Welt zu verkaufen.
Das jährliche Treiben findet seinen grausamen Höhepunkt in einer nahegelegenen Bucht, in der jährlich knapp 23.000 Delfine brutal geschlachtet werden, um ihr Fleisch anschließend auf dem japanischen Markt zu verkaufen. Der Aktivist Ric O‘ Barry trainierte selbst Delfine für die Fernsehserie ‚Flipper‘ und möchte mit dieser Doku den Tieren zurückgeben, was er ihnen damals nahm – Freiheit und Unversehrtheit.

„In dem Film schockieren keine blutigen oder grausamen Bilder, sondern vielmehr die sichtbare Abgeklärtheit und Korruption der Politik, die für den Schutz Tiere stehen sollte. ‚Die Bucht‘ lässt den Zuschauer bedrückt zurück und regt zum Nachdenken an.“

 

Earthlings

film-earthlings_plakat

Stichworte: Dokumentation, Tierschutz, Tierrechte, Ernährung, Konsum, Mensch-Tier-Verhältnis

Freigegeben ab 16 Jahren

Produktionsjahr: 2005, Regie: Shaun Monson, Länge: 95 Minuten

Trailer: »https://www.youtube.com/watch?v=wk9Hac7cnL8

Ganzer Film zur Ansicht online: »www.earthlings.de

Worum geht’s?
Earthlings (deutsch: Erdlinge) ist eine Dokumentation, die an die Nieren geht. Nach dem Motto “Wie viel Wahrheit verträgst du?” stellt Regisseur Shain Monson darin das Verhältnis von Menschen zu Tieren dar. Er thematisiert den Konsum von Fleisch sowie die Nutzung von Tieren für Kleidung, Unterhaltung und Tierversuche. Das gesamte Videomaterial wurde mit versteckter Kamera gedreht und dokumentiert die schlimmsten Zustände in der Nutztierhaltung von Tieren. Wer die Aufnahmen sieht, wird anschließend anders über das Verhältnis von Menschen zu Tieren denken. Earthlings gilt als Einstieg in den Vegetarismus oder Veganismus. Aber: Er ist nichts für schwache Nerven.

„Earthlings ist definitiv sehr sehenswert. Er zeigt das Leid, das die Tiere tagtäglich ertragen müssen unverblümt – die Doku erschüttert zutiefst und bewirkt, das eigene Handeln radikal zu verändern.“

 

Food Inc.

film-plakat-food-inc
Stichworte: Dokumentation, Ernährung, Konsum, Mensch-Tier-Verhältnis, Essen, Milch, Fleisch

Freigegeben ab 0 Jahren

Produktionsjahr: 2008, Regie: Robert Kenner, Eric Schlosser, Michael Pollan, Länge: 93 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=16h3V91yNZM
Worum geht’s?
„Was essen wir wirklich?“ Dieser Frage geht „Food Inc.“ auf eindringliche Art und Weise nach. Kritisch aber auf Grundlage allumfassender Recherchen beschreiben die Macher (ein Regisseur und zwei Journalisten) die Monopolisierung der Lebensmittelindustrie. Sie zeigen auf, wie es geschehen konnte, dass anstatt tausenden Schlachthöfen weltweit heute nur noch einige wenige, dafür aber umso größere für die Fleischgewinnung verantwortlich sind. Und sie stellen Alternativen vor, sprechen dafür mit Experten aus der Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft und geben letztlich die Aufforderung an den Zuschauer mit, sich gegen die moderne Nahrungsmittelindustrie zu wehren. „Food Inc.“ stellt so einen guten, intellektuellen Einstieg in die Themen Ernährung, Veganismus, Vegetarismus dar.

„Die guten Recherchen und interessanten Fakten in dieser Doku sollten für viel mehr Menschen zugänglich sein – in der Prime Time des Fernsehprogramms oder als Pflichtteil in jeder Schule.“

 

The Ghosts in our machine

film-plakat-ghosts
Stichworte: Dokumentation, Tierschutz, Tierrechte, Ernährung, Konsum, Veganismus

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr: 2013, Regie: Liz Marshall, Länge: 92 Minuten

Trailer: »www.theghostsinourmachine.com
Worum geht’s?
Ob in der Ernährung, für unsere Kleidung, die Kosmetik oder zu Unterhaltungszwecken: Die Macher vertreten klar den Standpunkt des Veganismus und plädieren an ihre Zuschauer, diesen zu teilen. Es sei paradox, „Haustiere“ zu streicheln, „wilde Tiere“ zu schützen und „Nutztiere“ auszunutzen. Letztere nennt Liz Marshall „Geister“, weil niemand sie sehen und niemand an ihr Leid denken mag. Gemeinsam mit der Fotografin Jo-Anne McArthur nimmt die Regisseurin ihre Zuschauer auf eine Reise durch die Tierwelt mit – vom tiergerechten Schutzzentrum zur verbotenen Pelzfarm. Immerzu mit der klaren Botschaft, Tiere endlich wertzuschätzen. Fast künstlerisch gestaltet wirkt die Doku „The Ghosts In Our Machine“ dank der Bilder und Aufnahmen von Jo-Anne McArthur, der gestandenen Fotografin und bekannten Tierrechtlerin.

„Erschreckend direkt, unglaublich ehrlich und dabei stark faszinierend. Die Doku ist sicher nichts für Zarte und setzt klar voraus, die schrecklichen Bilder der gequälten Tiere auch ertragen zu können.“

 

TYKE

film-plakat-tyke

Stichworte: Dokumentation, Tierschutz, Tierrechte, Unterhaltung, Zoo, Zirkus, Elefant

Freigegeben ab 12 Jahren

Produktionsjahr: 2015; Regie: Susan Lambert, Stefan Moore; Länge: 78 Minuten

Trailer: »www.youtube.com/watch?v=gfQGrNV81gU
Worum geht’s?
Als die afrikanische Elefantendame Tyke Mitte der 70er Jahre gefangen und aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen wird, ist sie noch ein Baby. Sie wird in die USA gebracht und erträgt dort viele Jahre das Martyrium als Zirkuselefant, bis sie 1994 während einer Vorstellung ihren Pfleger sowie ihren Trainer attackiert. Letzterer erliegt dabei seinen Verletzungen. Ein blutiges Ende findet die Tragödie erst, als sie mit knapp 90 Schüssen auf offener Straße und unter den neugierigen Blicken der Öffentlichkeit und Medien, erlegt wird. Durch diesen schrecklichen Vorfall gerät der Einsatz von Wildtieren zu Unterhaltungszwecken erstmals in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Dokumentation „Tyke“ macht durch die persönliche Leidensgeschichte des Tieres eindringlich deutlich, wie es zahlreichen Wildtieren rund um den Globus ergeht, die in Gefangenschaft leben, um den Menschen zu unterhalten.

„Die Dokumentation ist kurzweilig und spannend erzählt und könnte – sofern man sich traut – manch einem unbedachten Zirkusbesucher die Augen öffnen. Absolut sehenswert!“

 

VEGUCATED

Stichworte: Komödie, Spielfilm, Selbstversuch vegan, Ernährung, Konsum, Veganismus

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr: 2013; Regie: Marissa Miller Wolfson; Länge: 66 Minuten

Ganzer Film zur Ansicht online: »www.youtube.com/watch?v=19qSsUI79Ro

Worum geht’s?
Drei fleisch- und käseliebende Amerikaner wagen den veganen Selbstversuch. Für sechs Wochen verzichten sie vollständig auf den Verzehr tierischer Produkte und halten in einem Videotagebuch ihre Eindrücke fest. Neben den Auswirkungen, die die Umstellung im Film auf die körperliche Verfassung der Testpersonen hat, beleuchtet der Film insbesondere die positiven Effekte auf die Natur. Dabei stellt er die Verantwortung jedes Einzelnen gegenüber den Tieren heraus, die unter unwürdigen Umständen gehalten und getötet werden. Für all diejenigen, die sich das erste Mal mit dem Thema „Fleischkonsum“ und „artgerechte Tierhaltung“ auseinandersetzen möchten, ist der Film ein super Einstieg. Die gezeigten Bilder sind erschütternd, setzen dabei aber nicht auf unnötige Grausamkeit oder überzogene Darstellungen.

„Jedem, der den Film geschaut hat, sollte danach klar sein, dass sein individuelles Konsumverhalten etwas bewirkt – positiv wie negativ.“

Tierschutzbeiträge im Fernsehen

Tierschutzfilme für Kinder

Animal Farm – Aufstand der Tiere

Stichworte: Kinderfilm, Animationsfilm, Tierschutz, Tierrechte, Farmtiere, Bauernhof

Freigegeben ab 6 Jahren

Produktionsjahr 1954; Regie: John Batchelor; John Halas; Länge: 72 Minuten

Die Tiere der Manor Farm werden täglich von ihrem Bauer brutal ausgebeutet. Während einer nächtlichen Versammlung beschließen die gequälten Tiere eine Revolution durchzuführen und vertreiben den verhassten Farmer. Fortan herrscht eine neue Ordnung. Doch bald zeigt das neue System seine Schattenseiten.

 

Creature Comforts


Stichworte: Kinderfilm, Animationsfilm, Tierschutz, Tierrechte, Zoo, Zirkus
Freigegeben ab 6 Jahren
Produktionsjahr 1989; Regie: Nick Park; Länge: 5 Minuten

Creature Comforts ist ein animierter Kurzfilm von Nick Park (Wallace&Gromit), der 1991 den Oscar gewann. In dem mit Knetfiguren animierten Film kommen Tiere eines britischen Zoos in Interviews zu Wort und geben ihre Meinungen zu den Vor- und Nachteilen des Lebens im Zoo ab. Seit 2003 wird der Kurzfilm in Form einer TV-Serie weitergeführt, es gibt auch einen YouTube-Channel: https://www.youtube.com/channel/UCDoecWh-QlAnroaDpvZ-0dA

Zur Ansicht online: »www.youtube.com/watch?v=PCOWE0EiCyo

 

Die Hunde sind los

film-plakat-die-hunde-sind-los

Stichworte: Kinderfilm, Animationsfilm, Tierschutz, Tierrechte, Tierversuche, Hunde
Freigegeben ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 1982, Regie: Martin Rosen; Länge: 103 Minuten

In einem Forschungsinstitut im englischen Lake District werden Tiere auf grausame Art zu Forschungszwecken misshandelt, doch die fragwürdigen Praktiken bleiben der Öffentlichkeit verborgen. Durch die Unachtsamkeit der Forscher gelingt den beiden Hunden Wuff und Snitter schließlich die Flucht. Was beginnt, ist eine mitreißende und von Lügen untermauerte Hetzjagd auf die Tiere. Als Zuschauer erlebt man die Gefühle der beiden Hunde hautnah mit. Durch ihre Gedanken, Träume und besonders durch ihre schrecklichen Erinnerungen wird man mitgerissen und erkennt innerhalb der spannenden 103 Minuten die ganze Bandbreite der Ungerechtigkeit von Menschen gegenüber Tieren.

Zum Trailer: »www.filmstarts.de/kritiken/108341.html

 

Unten am Fluss

Stichworte: Kinderfilm, Animationsfilm, Tierschutz, Tierrechte, Wildtiere, Wald, Kaninchen
Freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungsjahr: 1978; Regie: Martin Rosen; Länge: 107 Minuten

Ein Kaninchenvolk wird durch die Zerstörung ihres Lebensraums vertrieben. In der Ferne versuchen sie nun eine neue Heimat zu finden. Auf dieser Reise lauern zahlreiche Gefahren und Konflikte, die letztendlich zu einem Krieg führen.
Die Geschichte entführt den Zuschauer in die Welt der Kaninchenvölker, die ohne uns Menschen viel leichter wäre. Man erlebt die Auswirkungen und die Verdrängung durch den Menschen aus einer neuen Perspektive und entwickelt schnell Sympathien für die Charaktere, die sich immer wieder neuen Prüfungen stellen müssen.

Sie kennen weitere Dokumentationen?

Oder können Sie uns andere TV-Beiträge oder Filme zum Thema Tierschutz empfehlen? Dann schreiben Sie uns hier als Kommentar und wir ergänzen die Liste um Ihren Tipp.

++ Der Welttierschutzgesellschaft e.V. weist darauf hin, dass dieser Artikel mit größter Sorgfalt recherchiert und erstellt wurde. Die Inhalte und Links werden allerdings nicht stetig aktualisiert und beziehen sich grundsätzlich immer auf den Stand der Recherche zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Wenn Sie Anregungen oder Bemerkungen zum Artikel haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt via info@welttierschutz.org Kontakt auf. ++

Ihre Spende rettet Tierleben!

Bereits mit 25 Euro finanzieren Sie die lebensrettende Erstversorgung eines verletzten Tieres.

Jetzt spenden

Weitere Themen im Tierschutzblog

#StopptTierleid: Wie sich CDU, SPD, Grüne und Co. zur Darstellung von Tierleid positionieren

Wer hat unser Thema bereits im Blick? Was planen die Parteien in Bezug auf die Stärkung des Tierschutzes… Weiterlesen »

#StopptTierleid: „Melden und Löschen ist die sinnvollere Reaktion.“

Was steckt hinter der Darstellung von Gewalt gegen Tiere in sozialen Netzwerken? Wer sind die Ersteller*innen der Inhalte… Weiterlesen »

“Gunda“ – Rezension des Kinofilms

Im Kinofilm „Gunda“ räumt der Mensch die Bühne für die Tiere und bietet Zuschauer*innen einzig und allein den… Weiterlesen »

Qualzucht: Wenn Leid angezüchtet ist

Atemnot, Entzündungen, Gelenkserkrankungen – unter diesen und vielen weiteren Krankheitsbilder leiden zahlreiche Haus- und Nutztiere infolge extremer Züchtungen. Weiterlesen »

#GanzNah: Ihre Wirkung als Fördermitglied

Wir danken allen, die sich als Fördermitglied fest an die Seite der Tiere stellen. Sie, liebe Tierfreundinnen und… Weiterlesen »

Tiersitter finden: Wer kümmert sich gut um mein Tier?

Wir zeigen Ihnen verschiedene Optionen auf, die Ihnen bei der Suche nach einer guten Betreuung Ihres Hundes oder… Weiterlesen »

Reisen mit Hund in Deutschland

Unsere interaktive Deutschlandkarte gibt einen Überblick über die jeweiligen Bestimmungen der Bundesländer und Hinweise zum richtigen Verhalten mit… Weiterlesen »

„Wir wollen sicherstellen, dass unsere Arbeit einen echten Unterschied macht.“

Im Interview berichtet WTG-Mitarbeiterin Natascha Pancic über den Arbeitsbereich Monitoring & Evaluation.  Weiterlesen »

Tipps zum Reisen mit Tieren

Auf Grundlage der Ergebnisse unsere Umfrage zum Thema "Reisen mit Tieren" haben wir ein A bis Z der… Weiterlesen »

Coronavirus SARS-CoV-2: Was Tierhalter*innen jetzt wissen müssen

Kann mein Haustier das Coronavirus bzw. COVID-19 übertragen? Wer wird im Falle einer Quarantäne meinen Hund betreuen? Wie… Weiterlesen »