Tierwohlkonferenz – international und online

Mit der Africa Animal Welfare Conference (AAWC) findet Anfang September ein wichtiges Netzwerktreffen zwischen Organisationen und Regierungsvertreter*innen statt, bei dem der Diskurs im Vordergrund steht. Erstmals wirken wir in diesem Jahr auch inhaltlich mit und werden unser Gemeinschaftsprogramm mit der Welttierschutzstiftung – TIERÄRZTE WELTWEIT – vorstellen und somit das Thema Tierschutzbildung auf die Agenda setzen. Außerdem blicken wir mit Spannung auf die Rede des kenianischen Landwirtschaftsministers, der – so ist es zu erwarten – auch zur Problematik des Eselhauthandels vortragen wird.

Coronabedingt findet die Konferenz in diesem Jahr komplett virtuell statt. 

Hintergrund: TIERÄRZTE WELTWEIT

Gemeinsam mit der Welttierschutzstiftung und lokalen Partnerorganisationen, tiermedizinischen Praxen, Behörden sowie Colleges und Universitäten unterstützt das Programm TIERÄRZTE WELTWEIT in Schwellen- und Entwicklungsländern die Aus- und Weiterbildung praktizierender und angehender Tierärzt*innen sowie von Fachkräften für Tiergesundheit in Theorie und Praxis. Ziel ist es, Tierschutzthemen in die Lehrpläne der jeweiligen Länder zu integrieren und so die tiermedizinische Aus- und Weiterbildung nachhaltig zu verbessern.

Zum Programm

Nachdem wir 2019 in Äthiopien noch durch unsere fachlich-inhaltliche Leitung, Daniela Schrudde, selbst vor Ort vertreten waren, vereinen sich 2020 – coronabedingt – alle Teilnehmer*innen auf einer virtuellen Video-Plattform. Diese Form der Austragung der Konferenz bringt auch große Vorteile mit sich: Denn auf diese Weise können wir von Berlin aus sowie alle Projektpartner des Programms TIERÄRZTE WELTWEIT und die Studierenden aus den Projektländern die Möglichkeit nutzen und teilnehmen. Letztere sind sogar kostenlos dabei.

© https://www.aawconference.org/

Im Rahmen der Konferenz, die vom Africa Network for Animal Welfare (ANAW) organisiert und von den Vereinten Nationen mitveranstaltet wird, wird zahlreichen Tierschutzvereinen aus der ganzen Welt die Gelegenheit geboten, gegenüber internationalen Regierungsvertretern und Stakeholdern ihre Standpunkte zu äußern und Themen auf die Agenda zu setzen. Dabei wird über unterschiedliche Themenbereiche, wie beispielsweise den weiterhin grassierenden Eselshauthandel von Afrika nach China debattiert. 

Auch das Thema Tierschutzbildung darf hier nicht fehlen und so freuen wir uns, dass es uns gelungen ist, in diesem Jahr gleich zwei Vertreter des Programms TIERÄRZTE WELTWEIT in die inhaltliche Gestaltung der Konferenz einzubinden.

Als Aus- und Weiterbildungsprogramm für Tierärzt*innen und tiermedizinische Fachkräfte verfolgt unser gemeinsames Programm mit der Welttierschutzstiftung (WTS) das Ziel, das Wohlergehen von Tieren in Schwellen- und Entwicklungsländern durch einen Ausbau der Tierschutzbildung zu verbessern. Die Konferenz bietet den optimalen Rahmen, diese Arbeit bekannter zu machen und den Stellenwert bei Regierungsvertreter*innen zu untermauern. Unser Ziel ist es, auch in einen Austausch mit potenziellen zukünftigen Partnern treten zu können.

Dr. Solomon Onyango (Ostafrika-Repräsentant für TIERÄRZTE WELTWEIT, abgebildet ganz oben in diesem Beitrag) wirkt im Organisations-Komitee mit und Dr. Kebba Daffeh (Westafrika-Repräsentant, siehe Bild unten) wird im Rahmen eines Sprecherbeitrages das Programm TIERÄRZTE WELTWEIT vorstellen. Er wird dessen Umsetzung exemplarisch anhand des Projektes in Gambia, wo er selbst als Projektmanager tätig ist, veranschaulichen. 

Wir freuen uns, im Rahmen der Konferenz in einen internationalen und konstruktiven Austausch zum Thema Tierwohl(-bildung) zu treten und die Grundlage für weitere Verbesserungen dessen zu schaffen. Darüber hinaus blicken wir gespannt auf offizielle Stellungnahmen der Regierungsvertreter*innen zum Eselhauthandel – und werden Sie über alle Geschehnisse umfassend informieren!

* TIERÄRZTE WELTWEIT ist ein Gemeinschaftsprogramm der Welttierschutzgesellschaft und der Welttierschutzstiftung mit Projekten in Gambia, Uganda, Liberia, Malawi, Kenia, Simbabwe und Ruanda.

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