Weltverbrauchertag 2014

Das diesjährige Motto des Weltverbrauchertags „Smarte neue Verbraucherwelt / Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ thematisiert freilich nicht direkt die Tierrechte von Milchkühen. Die Arglosigkeit, mit der jedoch nach wie vor viele Menschen die modernen Kommunikationsmedien nutzen, scheint 1:1 der Gutgläubigkeit von Konsumenten zu entsprechen, die kritiklos den Versprechen der Milchwerbung vertrauen.

Glückliche Kühe gibt es nur in der Werbung.

Lila auf der Almwiese oder einfach nur zufrieden grasend im Sonnenuntergang – so sehen die romantisierenden Stereotypes aus, mit denen die Industrie ihre Protagonisten als Sympathieträger darstellen lässt. Dass die meisten Kühe deutschlandweit in weniger reizvollem Ambiente leben, bleibt dabei unerwähnt.

Milchgenuss – nicht für Jedermann.

Auf Grund von Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) vertragen 15-20 Prozent der Deutschen die weiße Flüssigkeit körperlich nicht. Damit verbundene Probleme können direkt auftreten (Magen-Darmtrakt), aber auch unspezifisch sein. Chronische Müdigkeitsphasen, depressive Verstimmtheit oder schmerzende Glieder und innere Unruhe-Zustände – die wenigsten Verbraucher würden diese Empfindungen ursächlich auf den Verzehr von Milch zurückführen.

Bio-Milch ist gesünder.

Aber auch Milchliebhabern ohne Laktoseintoleranz stellt sich die Frage: Wie gesund ist der Konsum von Milch- und Käseprodukten?

Eine Antwort darauf gibt Charles M. Benbrook vom Center for Sustaining Agriculture and Natural Resources der Washington State University. Er untersuchte in Proben aus fast 400 US-Milchbetrieben das Verhältnis von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren. Dabei fand sein Team heraus, dass die Biomilch 25 Prozent weniger ungesunde Omega-6-Fettsäuren und 62 Prozent mehr von den gesünderen Omega-3-Fettsäuren enthielt als konventionell erzeugte.
Dadurch kann sie mehr Schutz gegen Risikofaktoren wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungsreaktionen, Autoimmunerkrankungen und Krebs bieten.

Als weitere sinnvolle Alternative zu konventionell erzeugter Milch empfehlen wir Pflanzenmilch aus Hafer, Reis, Soja, Dinkel oder Mandeln. Sie ist nicht nur bekömmlicher, sondern trägt auch durch jeden nicht getrunkenen Liter Kuhmilch zum Tierschutz bei.

Die Macht der mündigen Milch-Verbraucher

Unser Fazit zum Weltverbrauchertag: Bei der Durchsetzung unserer Ziele setzen wir auf die interessierten, im Sinne des Weltverbrauchertages 2014 „smarten“ Verbraucher. Mit unserem kostenlosen Milchratgeber übergeben wir ihnen umfassende Hinweise sowie eine herausnehmbare Tabelle zum Vergleich von konventionell und ökologisch erzeugten Milchmarken.

Ein Plus für jeden Konsumenten, der Milchverpackungen mit glücklich weidenden Kühen schon immer misstraut hat. Ein Muss für jeden Tierfreund, dem die Nachhaltigkeit in der Nahrungsmittelproduktion am Herzen liegt.

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*Zühlsdorf, Anke; Nitzko, Sina; Spiller, Achim (2013): Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln aus Sicht der Verbraucher: Empirische Untersuchungsbefunde, Göttingen.

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