Tierschutz in der weltweiten Entwicklungspolitik

Die UN und ihre Nachhaltigkeitsziele

Die Vereinten Nationen:

Die Vereinten Nationen wurden 1945 gegründet. Derzeit gibt es 193 Mitgliedstaaten. Zu den Aufgaben der Vereinten Nationen gehören die Sicherung von Frieden, der Kampf gegen den Klimawandel, die Wahrung der Menschenrechte, humanitäre Hilfe, der Einsatz für Geschlechtergerechtigkeit, die Sicherung der Lebensmittelproduktion und die Stärkung einer weltweit nachhaltigen Entwicklung.
Im September 2015 haben die Vereinten Nationen mit der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung einen Weltzukunftsvertrag verabschiedet. Die 2030-Agenda soll die Grundlage dafür schaffen, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt in Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten.

Die 2030-Agenda:

Das Kernstück der Agenda bildet ein Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (engl.: Sustainable Development Goals, SDGs). Diese 17 Nachhaltigkeitsziele berücksichtigen erstmals drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Umwelt, Wirtschaft – gleichermaßen. Ihnen sind fünf Kernbotschaften als handlungsleitende Prinzipien vorangestellt: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. Die 2030-Agenda gilt für alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen. Entwicklungsländer, Schwellenländer und Industriestaaten: Alle müssen ihren Beitrag leisten. Sie sind deshalb dazu aufgefordert, über ihre Anstrengungen und Fortschritte zu berichten – nicht nur national, sondern auch einmal im Jahr bei einem politischen Forum der Vereinten Nationen (engl.: High Level Political Forum on Sustainable Development, HLPF). Das Thema Tierschutz findet in den Nachhaltigkeitszielen bisher keine Berücksichtigung, obwohl es eine Voraussetzung für erfolgreiche Entwicklungspolitik ist.

Die 17 Nachhaltigkeitsziele im Überblick

1. Armut in jeder Form und überall beenden
2. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
3. Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
4. Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern
5. Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen
6. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
7. Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern
8. Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
9. Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen
10. Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern
11. Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen
12. Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen
13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
14. Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen
15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen
16. Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
17. Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben

Ihre Spende für Nutztiere in Not!

Schon mit 70 Euro tragen Sie die Kosten für ein Erste-Hilfe-Kit, das Tierschutzgruppen in den betroffenen Regionen bereitgestellt wird.

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