Überleben in Zeiten größter Not

Wir leisten Vorsorge in Tansania

Leben mit Naturkatastrophen. Die Duerre zehrt an den Kraeften der Nutztiere.

"Im Herbst letzten Jahres reiste ich in der verheerenden Dürrezeit durch Tansania und erlebte Tier und Mensch in dieser Extremsituation."

Wiebke Plasse, Leitung Kommunikation der Welttierschutzgesellschaft

„Wir sind eins. Hilfst du dem Tier, hilfst du auch mir“, sagt mir Mama Nema und streicht dabei sanft über die Ohren ihres geliebten Esels. Die schwere Zeit, die hinter ihr liegt, sieht man ihr an: Mensch und Tier leben hier in Simanjiro, einer ländlichen Region im Norden Tansanias, eng beieinander. Mit Hilfe der Tiere bewirtschaften die Menschen ihre Grundstücke und sichern so sich und ihren Tieren das Überleben. Doch der Klimawandel hält Einzug in ihr Leben – und ändert alles.

Die Familie, die drei Esel und etwa 25 Rinder sind alles, was Mama Nema geblieben ist: „Wenn ich könnte, würde ich die Tiere auf Händen tragen“, erzählt sie mir.

Doch die Tiere müssen hungern, bleiben aus finanziellen Nöten heraus unterversorgt. Viele von ihnen überleben die Wetterextreme nicht.

Das Ausmaß ist besonders in Tansania immens: 30,5 Millionen Rinder, 18,8 Millionen Ziegen, 5,3 Millionen Schafe und 1,5 Millionen Esel sind unmittelbar betroffen. 

Im Norden des Landes intensivieren sich vor allem langanhaltende Dürren. Etwaige Ernte erstickt im Keim, Weideflächen für die Tiere trocknen aus und Wasserstellen, von denen Mensch und Tier leben, versiegen gänzlich. Die Küstenregionen Tansanias werden zusätzlich von Fluten und Starkregen erschüttert. Eine Zeit der Erholung gibt es nicht mehr:

Die Nahrungsknappheit und der Wassermangel zehren an den Kräften – Mensch und Tier kämpfen ums Überleben.

Wir sind seit einigen Jahren in Tansania im Einsatz und retten durch Soforthilfen bei Dürren und Fluten reaktiv Tierleben. Doch das reicht nicht mehr: Wir müssen den Klimaveränderungen aktiv begegnen und Vorsorge leisten, damit die Tiere für die großen Naturkatastrophen gewappnet sind. Mit Präventionsprojekten gehen wir neue Wege:
Jetzt gehen wir an der Küste, im Norden, im Westen sowie in Zentral-Tansania mit zwei Partnern in den Einsatz und sichern den Tieren die Grundlage zum Überleben.

Miteinander, füreinander – zum Überleben

Unsere Präventionsprojekte in Tansania

Wir leisten Informationsarbeit im Rahmen von Gemeindetreffen, lehren den Tierhaltern die Grundlagen der Heuherstellung und Konservierung von Futtermitteln und vermitteln die Vorteile einer kleineren Herde, in der das Tierwohl leichter sicherzustellen ist. Zudem sichern wir eine grundlegende tiermedizinische Versorgung, um die Kräfte der Tiere zu stärken.

In fünf besonders leidgeplagten Regionen werden Sanddämme errichtet, durch die Wasser in den Regenzeiten gespeichert werden kann. Ebenso werden wir zehn Wasserstellen in Stand setzen und fünf große Wassertanks in den Dörfern bereitstellen, die mit Wassertrögen für die Tiere ausgestattet sind.

Zuletzt wird eine zentral zwischen fünf Regionen liegende Fläche mit robusten Futterpflanzen bewirtschaftet, die den Tieren als Futterquelle dienen wird.

In insgesamt zehn Regionen mit 162 Dörfern leisten wir so Vorsorge und schaffen die Grundlage für das Überleben unzähliger Tieren – nachhaltig, fortschrittlich und ganz in Anbetracht der großen Not, in der sie sich befinden.

Ihre Spende rettet Leben

Bereits mit 30 Euro stellen Sie das Futter für zehn Tiere im Notfall sicher. Bitte helfen Sie!

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