Straßenhunde in Rumänien 2013

Ein Rudel streunender Hunde, das einem in einer verlassenen Gegend über den Weg läuft, kann manch einen durchaus in Angst und Schrecken versetzen. Die Angst scheint nun begründet: Berichten zufolge wurde in der rumänischen Hauptstadt Bukarest ein kleiner Junge beim Spielen von einem Straßenhund attackiert und getötet. Ohne eindeutiges Ergebnis zur tatsächlichen Todesursache, nutzte die rumänische Regierung diesen Anlass, um nun gegen hunderttausende Straßenhunde in Rumänien vorzugehen.

Nachdem Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu die Regierung aufgefordert hatte, schnell eine Regelung zur Lösung der Streunerproblematik zu finden, stimmten die Abgeordneten am 25.September 2013 mit großer Mehrheit für ein entsprechendes Gesetz. Der rumänische Verfassungsgerichthof legalisiert somit, dass streunende Hunde getötet werden dürfen, wenn die Behörden sie nicht in einem Tierheim unterbringen können – und wenn sich nicht binnen 14 Tagen, nachdem sie eingefangen wurde, ein Besitzer findet.

Hiermit widersetzt sich der rumänische Verfassungsgerichthof den ethischen Wertevorgaben im Umgang mit Tieren als fühlende Wesen, nach denen sich alle EU-Mitgliedstaaten zu richten haben. Außerdem steht diese Entscheidung im Widerspruch zu den Richtlinien der WHO sowie der International World Animal Health Organisation (OIE), die vorschreiben, dass die Euthanasie, nur für kranke Hunde angewendet werden darf, wenn andere Methoden keine Wirkung zeigen.

Das dieser vom Ursprung her medizinischer Akt nun für Massentötungen von gesunden Tieren missbraucht wird, ist nicht nur tierschutzwidrig, sondern in den meisten europäischen Ländern illegal.

Seit Jahrzehnten wird in Rumänien über den Umgang mit den Streunern debattiert. Schätzungen zufolge gibt es alleine in Bukarest 40.000-60.000 herrenlose Hunde. Aus unserer Sicht gibt es hierfür nur eine Lösung: eine humane und nachhaltige Verbesserung der Situation durch großangelegte Kastrationsprogramme und Aufklärung der Bevölkerung durch Öffentlichkeitsarbeit. Ein entsprechendes Projekt bereiten wir mit unserem Projektpartner in Rumänien mit Hochdruck vor.

Eine Möglichkeit, wie Sie sich für die Hunde in Rumänien einsetzen können, kann die Teilnahme an einer Online-Petition sein. Eine Auswahl finden Sie hier:

Online-Petition:

www.tasso.net

www.change.org

www.avaaz.org

www.petitionen24.com

www.secureconnect.at

Oder richten Sie Ihr Anliegen in Form von einer E-Mail direkt an:

Rumänischer Botschafter in Berlin
Dr. Lazăr Comănescu
konsulat.berlin@rumaenische-botschaft.de

 

3 thoughts on “Straßenhunde in Rumänien 2013

  1. Macziewski jürgen Reply

    Hallo, hat sich die EU zu dem neuen Gesetz zur Tötung der Straßenhunde in Rumänien geäußert?Ich denke mal, das interessiert die nicht.

  2. Herbert Jaddatz Reply

    Hat das schreckliche töten der Hunde in Rumänien endlich ein Ende ??

    Es sind fühlende Wesen wie Sie, ihre Familie und ich.

    Halten Sie bitte Ihr Abkommen mit der EU sofort ein und richten Sie sich nach den EU Gesetzen !!

    Ich bitte um eine Antwort, ob das mörderische töten der Hunde in Rumänien ein Ende hat.

    Hochachtungsvoll
    Herbert Jaddatz

  3. Andrea Mayr Reply

    Ich hab jetzt bei allen angegeben Adressen die Online-Petition unterschrieben und auch ein Mail an den rumänischen Botschafter in Berlin geschrieben. Als ich gestern abend den Bericht über die Straßenhunde sah heulte ich los und fühlte mich hilflos. Ich hoffe meine Unterschrift hilft ein wenig und am liebsten würde ich mich auf den Mount Everst stellen und der ganzen Welt mitteilen wie grausam doch Menschen sein können und dass wir endlich umdenken müssen und für Menschen für Tiere und für unsere Umwelt da sein sollten!!!!!

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