Abgeschlossen: Flut in Indien

Erste-Hilfe für Tiere in Odisha

Im September und Oktober 2017  waren wir in der von der Flut besonders stark betroffenen indischen Region Odisha zusammen mit unserer Partnerorganisation Action for Protection of Wild Animals (APOWA) mit einer Soforthilfe im Einsatz. Dazu reiste ein Team, bestehend aus einem Tierarzt und vier Helfern durch mehrere Gemeinden in den Regionen Pattamundai und Kendrapara und half, wo die Not am größten war.

Odisha

Nachdem die Temperaturen im Juni auf teils bis zu 47,5 Grad gestiegen waren, war die Regenzeit mit besonders hohen Niederschlagsmengen über den ostindischen Bundesstaat Odisha hereingebrochen und hatte teils schwere Überschwemmungen verursacht. Wie so oft traf es vor allem die Ärmsten der Armen – und ihre Tiere.

Die vorangehende extreme Hitzeperiode hatte die Böden so stark ausgetrocknet, dass die plötzlichen und mehrere Tage hintereinander niedergegangenen Regenmassen nicht aufgenommen werden konnten. Die Folge: Ackerflächen, Dörfer und Ställe wurden überschwemmt und zum Teil gänzlich zerstört. Allein in den Gemeinden Pattamundai und Aul kann von rund 70.000 Nutztieren ausgegangen werden, die von der Flut und deren unmittelbaren Folgen betroffen sind. Viele Tiere waren unterernährt, litten an Durchfall, Fieber oder Lungenentzündungen. Aber auch infizierte Wunden und sich schnell ausbreitende Viruserkrankungen, wie beispielsweise die Maul- und Klauenseuche, stellten ein Problem dar.

Hilfe in dieser akuten Notsituation

Ein Tierarzt und zwei tiermedizinische Assistenten, unserer Partnerorganisation APOWA, mit der wir uns bereits vor Ort im Rahmen von regelmäßigen mobilen Kliniken für eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutztieren einsetzen, reisten in insgesamt 15 betroffene Dörfer. Sie kümmerten sich um Wunden und behandeln Fieber und Durchfall. Zudem wurden die Tiere gegen ansteckende Krankheiten geimpft und mit Vitaminen und Mineralien versorgt, um das Immunsystem der Tiere zu stärken.

Die Bilanz des Soforthilfeeinsatzes ist erfreulich: Innerhalb von nur zwei Monaten konnten 7406 Tiere in 32 Dörfern medizinisch erstversorgt, geimpft sowie mit dringend notwendigen Vitaminen und Mineralien versorgt werden. Infizierte Wunden, Durchfall, Fieber und Lungenentzündungen wurden behandelt.

Jedem Dorf wurde darüber hinaus ein Erste-Hilfe-Koffer überlassen, mit dem die Bewohner in der Lage sind kleinere Wunden selbst zu versorgen. Dieser enthält Desinfektionsspray, sterile Verbandsmaterialien und weiteres Equipment für die Erstversorgung und wurde in die Verantwortung eines geschulten Gemeindemitgliedes übergeben. Außerdem wurden 781 Tierhalter erreicht, die über eine tiergerechte Versorgung auch in diesen Notsituationen informiert wurden.

Die Flutmassen sind ab November 2017 zurückgegangen. Trotzdem bleibt das Team unserer Partnerorganisation APOWA im Rahmen unseres langfristigen Projektes unermüdlich für die zahlreichen Kühe, Büffel, Ziegen, Schafe und Schweine im Einsatz. Erfahren Sie hier mehr: https://welttierschutz.org/projekte/nutztiere/nutztiere-in-indien/

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
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