Flut in Indien

Erste-Hilfe für Tiere in Odisha

+++ Extreme Klimaveränderungen +++ Nach Temperaturen bis zu 47 Grad jetzt schwere Überschwemmungen +++ Es trifft die Ärmsten der Armen - und ihre Tiere +++

Odisha

Nachdem die Temperaturen im Juni auf teils bis zu 47,5 Grad gestiegen waren, ist die Regenzeit mit besonders hohen Niederschlagsmengen über den ostindischen Bundesstaat Odisha hereingebrochen und hat teils schwere Überschwemmungen verursacht. Wie so oft trifft es vor allem die Ärmsten der Armen – und ihre Tiere.

Die vorangehende extreme Hitzeperiode hatte die Böden so stark ausgetrocknet, dass die plötzlichen und mehrere Tage hintereinander niedergegangenen Regenmassen nicht aufgenommen werden konnten. Die Folge: Ackerflächen, Dörfer und Ställe wurden überschwemmt und zum Teil gänzlich zerstört. Allein in den Gemeinden Pattamundai und Aul kann von rund 70.000 Nutztieren ausgegangen werden, die von der Flut und deren unmittelbaren Folgen betroffen sind. Viele Tiere sind unterernährt, leiden an Durchfall, Fieber oder Lungenentzündungen. Aber auch infizierte Wunden und sich schnell ausbreitende Viruserkrankungen, wie beispielsweise die Maul- und Klauenseuche, stellen ein Problem dar.

Hilfe in dieser akuten Notsituation

Ein Tierarzt und zwei tiermedizinische Assistenten, unserer Partnerorganisation APOWA, mit der wir uns bereits vor Ort im Rahmen von regelmäßigen mobilen Kliniken für eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutztieren einsetzen, reisen in insgesamt 15 betroffene Dörfer. Sie kümmern sich um Wunden und behandeln Fieber und Durchfall. Zudem werden die Tiere gegen ansteckende Krankheiten geimpft und mit Vitaminen und Mineralien versorgt, um das Immunsystem der Tiere zu stärken.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen erhält jedes Dorf einen Erste-Hilfe-Koffer, der Desinfektionsspray, sterile Verbandsmaterialien und weiteres Equipment für die Erstversorgung kleinerer Wunden enthält. Ein ausgewähltes Gemeindemitglied wird dann in seine Handhabung eingewiesen. Diese Vorgehensweise, die sich in der laufenden Zusammenarbeit mit APOWA bereits bewährt hat, bietet den Tierhaltern die Möglichkeit, kleinere unkomplizierte Verletzungen selbst zu versorgen, wenn kein Tierarzt verfügbar ist.

Unser Einsatz hilft nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen. Denn verlieren die Menschen ihre Tiere, verlieren sie oftmals auch ihre Lebensgrundlage.

Helfen Sie den Tieren in Indien aus ihrer Not!

Schon mit 70 Euro finanzieren Sie die Bereitstellung eines Erste-Hilfe-Kits, das wir den Tierschutzgruppen aushändigen.

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin