Erneute Flut in Indien

Erste-Hilfe für 8.000 Tiere in Odisha

© Action for Protection of Wild Animals

Vor einem Jahr versorgte die Welttierschutzgesellschaft (WTG) gemeinsam mit dem lokalen Partner Action for Protection of Wild Animals (APOWA) die Flutopfer des indischen Bundesstaates Odisha im Rahmen einer Soforthilfe mit lebensnotwendigen Medikamenten und tiermedizinischen Behandlungen. Nun sind die Regenfälle zusammen mit Zyklonen zurückgekehrt. Übertretende Flüsse haben Weideland zerstört und Unterstände für Tiere zum Einstürzen gebracht. Zahlreichen Tieren droht der Hungerstod, viele sind verletzt oder bereits erkrankt. Gemeinsam versorgen wir erneut mit einem tiermedizinischen Notfall-Team die Tiere in den Regionen, die es am schlimmsten getroffen hat.

Odisha

Nachdem die Temperaturen im Juni auf teils bis zu 47,5 Grad gestiegen waren, war die Regenzeit mit besonders hohen Niederschlagsmengen über den ostindischen Bundesstaat Odisha hereingebrochen und hatte teils schwere Überschwemmungen verursacht. Wie so oft traf es vor allem die Ärmsten der Armen – und ihre Tiere.

Ununterbrochene Regenfälle aber auch tropische Wirbelstürme haben im Osten Indiens wieder einmal verheerende Schäden angerichtet. Ackerflächen, Dörfer und Ställe wurden überschwemmt und zum Teil gänzlich zerstört. Allein in den Gemeinden Pattamundai, Rajkanika und Aul kann von rund 63.000 Nutztieren ausgegangen werden, die von der Flut und deren unmittelbaren Folgen betroffen sind. Viele Tiere hungern, leiden an Durchfall oder auch Lungenentzündungen. Infizierte Wunden und sich durch die Wassermassen schnell ausbreitende Viruserkrankungen gefährden sie zusätzlich.

In dieser Notsituation eilen wir 8.000 betroffenen Tieren in den überfluteten Dörfern zu Hilfe.

© Action for Protection of Wild Animals

Unsere Partnerorganisation APOWA, mit der wir uns bereits durch regelmäßige mobile Kliniken für eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutztieren engagieren, hat nun ein tiermedizinisches Notfall-Team zusammengestellt. Ein Tierarzt und drei Helfer reisen im Rahmen ihrer Möglichkeiten seit Mitte September für zwei Monate in insgesamt 12 Dörfer und behandeln dort 8.000 geschwächte, erkrankte und verletzte Tiere. Sie werden zudem gegen ansteckende Krankheiten geimpft und mit Vitaminen und Mineralien versorgt, die das Immunsystem stärken sollen.

© Action for Protection of Wild Animals

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen erhält jedes Dorf einen Notfall-Erste-Hilfe-Koffer, der Desinfektionsspray, sterile Verbandsmaterialien und weiteres Equipment für die Erstversorgung kleinerer Wunden enthält. Ein ausgewähltes Gemeindemitglied wird dann in die Handhabung der Materialien eingewiesen. Diese Vorgehensweise, die sich in der laufenden Zusammenarbeit mit APOWA bereits bewährt hat, bietet den Tierhaltern die Möglichkeit, kleinere unkomplizierte Verletzungen selbst zu versorgen, wenn kein Tierarzt verfügbar ist.

© Action for Protection of Wild Animals

Unser Einsatz hilft nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen. Denn verlieren die Menschen ihre Tiere, verlieren sie oftmals auch ihre Lebensgrundlage.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie, dass wir auch in diesem Jahr tausende stark geschwächte, verletzte und kranke Tieren in der Not tiermedizinisch versorgen können!

Helfen Sie den Tieren in Indien aus ihrer Not!

Schon mit 30 Euro finanzieren Sie die Bereitstellung eines Notfall-Erste-Hilfe-Kits, das wir in den betroffenen Gemeinden aushändigen.

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Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
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