Abgeschlossen: Erneute Flut in Indien

Erste-Hilfe für mehr als 12.000 Tiere in Odisha

© Action for Protection of Wild Animals

Bereits 2017 versorgte die Welttierschutzgesellschaft (WTG) gemeinsam mit dem lokalen Partner Action for Protection of Wild Animals (APOWA) die Opfer der Flut des indischen Bundesstaates Odisha im Rahmen einer Soforthilfe mit lebensnotwendigen Medikamenten und tiermedizinischen Behandlungen. Ein Jahr später kamen die Regenfälle zusammen mit Zyklonen zurück. Übertretende Flüsse zerstörten Weideland und brachten Unterstände für Tiere zum Einstürzen. Zahlreichen Tieren drohte der Hungerstod, viele waren verletzt oder bereits erkrankt. Gemeinsam versorgten wir erneut mit einem tiermedizinischen Notfall-Team die Tiere in den Regionen, die es am schlimmsten traf.

Odisha

Nachdem die Temperaturen im Juni auf teils bis zu 47,5 Grad gestiegen waren, war die Regenzeit mit besonders hohen Niederschlagsmengen über den ostindischen Bundesstaat Odisha hereingebrochen und hatte teils schwere Überschwemmungen verursacht. Wie so oft traf es vor allem die Ärmsten der Armen – und ihre Tiere.

Ununterbrochene Regenfälle aber auch tropische Wirbelstürme richteten im Osten Indiens erneut verheerende Schäden an. Ackerflächen, Dörfer und Ställe wurden überschwemmt und zum Teil gänzlich zerstört. Allein in den Gemeinden Pattamundai, Rajkanika und Aul waren rund 63.000 Nutztiere von der Flut und deren unmittelbaren Folgen betroffen. Viele Tiere hungerten, litten an Durchfall oder auch Lungenentzündungen. Infizierte Wunden und sich durch die Wassermassen schnell ausbreitende Viruserkrankungen gefährdeten sie zusätzlich.

In dieser Notsituation eilten wir mehr als 12.000 betroffenen Tieren in den überfluteten Dörfern zu Hilfe.

Die Flut in Indien bedroht tausende Tiere und Menschen
© Action for Protection of Wild Animals

Unsere Partnerorganisation APOWA, mit der wir uns bereits durch regelmäßige mobile Kliniken für eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutztieren engagieren, stellte unverzüglich ein tiermedizinisches Notfall-Team zusammen. Ein Tierarzt und drei Helfer reisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten von Mitte September bis Mitte Dezember in insgesamt 12 Dörfer und behandelten dort mehr als 12.000 geschwächte, erkrankte und verletzte Tiere. Sie wurden zudem gegen ansteckende Krankheiten geimpft und mit Vitaminen und Mineralien versorgt, die das Immunsystem stärkten.

Folgen der Flut in Indien: Es fehlt an Futter und sauberem Wasser
© Action for Protection of Wild Animals

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen erhielt jedes Dorf einen Notfall-Erste-Hilfe-Koffer mit Desinfektionsspray, sterilen Verbandsmaterialien und weiterem Equipment für die Erstversorgung kleinerer Wunden. Ein ausgewähltes Gemeindemitglied wurde anschließend in die Handhabung der Materialien eingewiesen. Diese Vorgehensweise, die sich in der laufenden Zusammenarbeit mit APOWA bereits bewährt hat, bot den Tierhaltern die Möglichkeit, kleinere unkomplizierte Verletzungen selbst zu versorgen, wenn kein Tierarzt verfügbar war.

Nach der Flut: Wo einmal Weideland war, steht jetzt das Wasser
© Action for Protection of Wild Animals

Unser Einsatz half nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen. Denn verlieren die Menschen ihre Tiere, verlieren sie oftmals auch ihre Lebensgrundlage.

Mit Ihrer Spende konnten wir im zweiten Jahr in Folge mehr als 12.000 stark geschwächte, verletzte und kranke Tieren in der Not tiermedizinisch versorgen!

Helfen Sie den Tieren in Indien!

Schon mit 30 Euro finanzieren Sie die Bereitstellung eines Notfall-Erste-Hilfe-Kits, das wir in den betroffenen Gemeinden aushändigen.

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Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

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