Dürre in Tansania: Und kein Ende in Sicht

Wir leisten Soforthilfe für notleidende Tiere

© Tanzania Animals Protection Organization

Die wohl schwerste Dürre seit über vier Jahrzehnten nimmt kein Ende: In weiten Teilen Ostafrikas bedroht der enorme Wasser- und Futtermangel auch die Leben hunderter Nutztiere, die ihren Halter*innen im Alltag so wichtige Helfer sind. Gemeinsam mit unserem Partner Tanzania Animals Protection Organization (TAPO) gehen wir in der Region Kahama im Nordwesten Tansanias jetzt in den Soforthilfe-Einsatz, um mehreren tausend Tieren die jetzt so lebensrettende Versorgung zu bieten.

Beim Anblick der staubtrockenen, einst als Weideland für zahlreiche Nutztiere wie Rinder, Esel und Schafe gedienten Flächen, wird klar: Der Regen der letzten Monate war hier wortwörtlich ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Extreme Dürre in Tansania
© Tanzania Animals Protection Organization

Bereits vier Mal in Folge ist die Regenzeit nahezu ausgeblieben. Und wenngleich im April endlich Regenfälle verzeichnet wurden, konnten diese die zuvor – seit Herbst 2021 – ausgebliebenen nicht ersetzen. So war es lange nicht ausreichend, um natürliche Wasserquellen aufzufüllen oder in den mittlerweile staubtrockenen Boden zu dringen.  Inzwischen wächst kaum noch ein Grashalm auf den Feldern. Die einst reichhaltigen Weiden gleichen heute einer Wüstenlandschaft.

Die Dürre trifft die Menschen in extremer Schwere und so spielt das Wohl der Tiere in dieser Ausnahmesituation nur eine untergeordnete Rolle. Der Ernährungszustand der Tiere, darunter besonders viele Rinder und Esel, ist katastrophal: Zahlreiche sind bereits verendet oder in sehr kritischen Ernährungszustand.

Und die Lage für die Tiere scheint hoffnungslos, da gleichzeitig auch die Kosten für Futtermittel immens gestiegen sind. In Folge sehen sich immer mehr Halter*innen gezwungen, ihre Tiere zu verkaufen, um die Versorgung der Familie zu sichern. Doch der Preis, den die Tierhalter*innen für ihr Vieh erhalten, ist nur niedrig. So nimmt das Leid seinen Lauf: Unzählige Tiere vegetieren vor sich hin und sterben letztendlich an den Folgen monatelanger Mangelernährung.

Im Einsatz für mehrere tausend notleidende Tiere

Im Rahmen unseres laufenden Projektes zum Schutz der Esel in 40 Dörfern der Region Kahama, bieten wir seit 2019 laufend eine mobile tiermedizinische Versorgung an, die in dieser Phase des Extremwetters bereits hunderten Eseln lebensrettende Hilfe leistet. Nun bauen wir kurzfristig unseren Einsatz aus: In 20 Gemeinden, in denen es einen besonders hohen Viehbestand von jeweils mehreren hundert Rindern und zahlreichen Eseln gibt, werden wir Hilfe leisten. Wir wollen so die Gesundheit und das Wohlergehen dieser Tiere verbessern – und angesichts der akuten Dürre ihre Leben retten!

Jeden Tag besuchen unsere Partner dafür die Dörfer und versorgen die dort lebenden Nutztiere mit Futter, Wasser und Mineralien. Bei Bedarf wird auch eine tiermedizinische Versorgung geleistet. Dabei wird auch der Gesundheitszustand jedes einzelnen Tieres dokumentiert, um auch nach Abschluss des Hilfseinsatzes eine Basis für die Bewertung des Einsatzes, der Auswirkungen der Maßnahmen auf das Tierwohl sowohl zukünftige Optimierungen zu erhalten.

Unser Ziel ist es, auf diese Weise in den nächsten Wochen – in denen leider weiterhin kaum Niederschläge zu erwarten sind – das Überleben tausender Tiere zu sichern.

Extreme Dürre in Tansania
© Tanzania Animals Protection Organization

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, stellen Sie sich bitte in dieser großen Not fest an die Seite der Tiere und helfen Sie mit einer Spende für den WTG-Nothilfefonds. So ermöglichen Sie diesen sowie künftige Hilfseinsätze!

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Leiterin Tierschutzarbeit

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: info@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin