Dürre in Tansania

Lebensrettende Grundversorgung für geschwächte Nutztiere

+++ Seit einem Jahr fast kein Regen +++ Ausgetrocknete Weideflächen und Wassermangel kosten Tierleben +++ Tausende Tiere betroffen +++ Ende der Dürre derzeit nicht in Sicht +++

Tansania

Die absolute Trockenzeit in der Region Shinyanga, im Nord-Westen Tansanias, dauert in der Regel von Juni bis August. In diesen Monaten ist es üblich, dass gar kein Regen fällt. Doch dieses Jahr ist die Situation extrem. Seit November des Vorjahres fiel unterdurchschnittlich wenig Regen. Probleme für die Viehhalter in der nächsten Trockenzeit waren vorprogrammiert: Bereits Anfang des Jahres gab es kaum noch Weiden, auf denen Esel, Rinder und andere Nutztiere grasen konnten. Und ein Ende der Dürre ist noch immer nicht in Sicht.

Dürre-Notstand: ein hausgemachtes Problem

Sich von Jahr zu Jahr verschärfende Klimaphänomene kommen nicht überraschend. Doch bisher haben die Autoritäten es versäumt, flächendeckende langfristige Maßnahmen zu treffen, um den Folgen entgegenzuwirken. So sind die Viehhalter oft auf sich gestellt und müssen versuchen, mit den knappen zur Verfügung stehenden Ressourcen ihre Herden durch die immer länger andauernde Dürre zu bringen. Für viele besteht die einzige Lösung darin, die Futter- und Wasserration für ihre Tiere frühzeitig zu reduzieren. Das jedoch zehrt an den Kräften der Tiere und führt dazu, dass viele Tiere so stark geschwächt sind, dass sie Dürreperiode oft nicht überleben.

Wir leisten lebensrettende Grundversorgung

Gemeinsam mit der lokalen Organisation Tanzania Animals Protection Organization (TAPO) eilen wir seit August vielen hundert unterversorgten und stark geschwächten Tieren zu Hilfe und sichern ihre überlebenswichtige Grundversorgung. Die seit November 2016 mit einer nur kurzen Unterbrechung anhaltende Dürre und damit für viele Tiere todbringende Situation hat mittlerweile auch unsere anderen beiden Partnerorganisationen Meru Animal Welfare Organization (MAWO) sowie Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO) in Alarmbereitschaft versetzt.

Daher helfen wir nun großflächig und allumfassend mit Soforthilfe- ebenso wie Präventionsmaßnahmen den Tieren in dieser Extremsituation.

Unsere Hilfe in Tansania im Überblick

Versorgung in den Gemeinden -  gemeinsam mit der Tanzania Animals Protection Organization (TAPO):

Wir besuchen insgesamt 15 Gemeinden im Nordwesten Tansanias und versorgen die dort lebenden Nutztiere tiermedizinisch sowie mit Wasser, hunderten Kilogramm Futter und Lecksteinen, durch die die geschwächten Tiere ihren Mineralstoffhaushalt auffüllen können. Insgesamt mehr als 2.000 Tiere wurden dadurch seit August versorgt.

Weitere 500 Tiere in fünf Gemeinden sollen nun bis Jahresende erreicht werden.

Versorgung auf den Viehmärkten – gemeinsam mit der Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO):

Unzählige Tiere müssen auf den Viehmärkten Zentral-Tansanias unsagbare Strapazen auf sich nehmen. Ziel der Arbeit vor Ortst die Etablierung des Tierschutzgedankens auch hier, damit das Tier nicht nur als Handelsware betrachtet wird.

Aufgrund der aktuellen Notsituation steigt die Zahl der Tiere auf den Märkten derzeit rapide an. Landwirte versuchen verzweifelt ihre geschwächten Tiere zu verkaufen. Dort angekommen brechen viele der Rinder, Schafe, Ziegen und auch Hühner geschwächt zusammen oder sterben noch an Ort und Stelle. Mehr als 2.000 Rinder wollen wir auf den Märkten in den zwei Regionen Kongwa and Mpwapwa vor dem sicheren Tod durch Verhungern und Verdursten bewahren. Wasser, Lecksteine und Futter werden hierfür zur Verfügung gestellt. Zusätzlich fahren wir gezielt zu den Landwirten als auch den Weideflächen in den besonders betroffenen Ortschaften und versorgen die Tiere.

Präventionsmaßnahmen – gemeinsam mit der Meru Animal Welfare Organization (MAWO):

Um die Menschen vor Ort auch langfristig auf die Herausforderungen einer Dürreperiode vorzubereiten, konzentriert sich die Hilfe im Nordosten Tansanias auf nachhaltige Präventionsmaßnahmen: Radiosendungen geben unter anderem Auskunft darüber, wie man Gras zu Heu macht und wie Tierhalter Regenwasser sammeln können, um auf die nächste Dürre besser vorbereitet zu sein. Außerdem werden Landwirte darin geschult, eine Auswahl robusterer Futterpflanzen zu treffen, die weniger anfällig für Trockenheit sind.

Wir hoffen eindringlich auf Regen und eine Verbesserung der schlimmen Lage – doch bis dato ist kein Ende der Dürre in Sicht.

Die Tiere brauchen uns jetzt dringend!

Schon mit 45 Euro können 100 Liter Wasser für die Tiere bereitgestellt werden. Bitte spenden Sie!

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin