Abgeschlossen: Verheerender Nahrungsmangel in Tansania

Mit einer Soforthilfe brachten wir die Tiere durch die Dürrezeit

© Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO)

Vielleicht erinnern Sie sich an unseren Bericht, in dem wir Ihnen die Folgen der wiederkehrend schlimmen Dürren in Tansania für die Tiere im Detail darlegten? Das Gesehene hinterlässt Fassungslosigkeit: Esel, unterernährt und dehydriert, von Wunden übersät, schleppten schwere Wasserkanister von den nahezu ausgetrockneten Wasserstellen in die weit entfernten Dörfer. Unzählige Rinder, deren Körper nur noch Haut und Knochen waren, suchten vergebens auf den ausgetrockneten Feldern nach Nahrung. Und junge Ziegen, unzählige, saugten verzweifelt an den Eutern ihrer Mütter – während jeder Dürre verlieren viele Tiere den Kampf ums Überleben durch Hunger, Durst oder in Folge von vermeidbaren Krankheiten.

Tansania

Durch unsere umfangreichen Hilfsmaßnahmen im Rahmen von zwei Projekten schaffen wir die Grundlagen, damit Mensch und Tier langfristig mit den verheerenden Folgen der Klimakrise umzugehen lernen (>> zum Projekt). Doch es bleibt nicht aus, dass in Zeiten größter Not weitere Maßnahmen ergriffen werden, um dieses immense Tierleid zu beenden.

Sowohl im Nordwesten als auch in Zentral-Tansania herrschte 2019 über einen Zeitraum von insgesamt mehr als sechs Monate eine dramatische Dürre. Die Trockenzeit war ungewöhnlich lang und in ihrer Intensität verheerend – vielerorts waren die Nahrungsvorräte aufgebraucht und zahlreiche Wasserstellen ausgetrocknet. Einige Institutionen der Vereinten Nationen riefen den Notstand aus: "Chronischer Hunger, Ungleichheit und strukturelle Armut werden durch den Klimawandel noch verstärkt. Es herrscht eine existenzielle Notsituation, die mit äußerster Dringlichkeit angegangen werden muss", so Robson Mutandi, der Direktor des International Fund for Agricultural Development. Auch der tansanische Premierminister Kassim Majaliwa bat in einem Schreiben die Welt um Hilfe.

Tiere sichern das Überleben – auf eigene Kosten

© Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO)

Je größer die Not der Menschen, desto wichtiger die Arbeitskraft der Nutztiere: Ihre Wege zu den Wasserstellen werden länger und sie werden schwerer bepackt. Doch angesichts des Nahrungs- und Wassermangels konnten die Tiere über mehrere Monate weniger gut gefüttert und mit Wasser versorgt werden. Die Tiere – erschöpft des Hungers und Durstes wegen – litten immens.

Hilfe in größter Not: Zwei Partner gingen in den Einsatz

Gemeinsam mit zwei Partnerorganisationen im Land haben wir Soforthilfen ermöglicht. Die Tanzania Animals Protection Organization (TAPO) ging in der Region Kahama im Nordwesten Tansanias in den Einsatz und in stellte in rund 30 Dörfern die lebensrettende Versorgung der Tiere sicher. Die Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO) konzentrierte sich auf die landesweiten Tiermärkte, auf denen in der Notsituation besonders viele Tiere verkauft wurden. Die Bedingungen aber waren katastrophal: Unterernährt und krank, ohne Schutz der prallen Hitze ausgesetzt, waren die Esel und Rinder, Schafe und Ziegen, Schweine und Hühner in akuter Lebensgefahr.

© Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO)

Mit unserer Hilfe konnte sowohl die TAPO als auch TAWESO die Tiere grundlegend versorgen und bei Bedarf tiermedizinisch behandeln. Die Tiere erhielten durch uns frisches Wasser und stärkendes Futter. Weiter wurden Lecksteine und Multivitamine zur Verfügung gestellt, die die Abwehrkräfte der Tiere stärkten.

Allein auf den Tiermärkten konnten wir das Leid von fast 6.000 Tiere lindern – dank Ihrer Hilfe, liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde. Danke, dass Sie diese so dringend notwendige Soforthilfe finanziert haben!

Neuigkeiten aus unseren Soforthilfe-Einsätzen:

Akute Tierhilfe in Tansania

Im November letzten Jahres herrschte in Tansania Ausnahmezustand. Seit einem Jahr fiel so gut wie kein einziger Regentropfen.… Weiterlesen »

Klimakrise hautnah

Ein halbes Jahr ist es her, dass wir Ihnen von den verheerenden Klimabedingungen in Tansania berichtet haben. Seitdem… Weiterlesen »

TV-Tipp: Deutsche Welle in Indien

Möchten Sie sich einen Eindruck davon machen, wie sich unsere Arbeit zur Versorgung der Nutztiere im indischen Odisha… Weiterlesen »

Schutz für weitere 2000 Esel

Die Eseldiebstähle in Tansania nehmen kein Ende und so bleibt auch unser Einsatz aktiv. Zuletzt konnten wir in… Weiterlesen »

Schnelle Hilfe nach der Katastrophe

Der indische Bundesstaat Odisha wird immer wieder von Extremwetter schwer getroffen: Der Zyklon „Fani“, der Anfang Mai auf… Weiterlesen »

Im Kampf gegen Naturgewalten

Tansania ist ein Land, das angesichts der Klimakrise besonders leidgeplagt ist. Dank unserer treuen Spenderinnen und Spender können… Weiterlesen »

Soforthilfe in Bildern

Seit mehreren Wochen ist ein von uns finanziertes Notfallteam in jenen Gegenden des indischen Bundesstaates Odisha im Einsatz,… Weiterlesen »

Für den Schutz der Esel Afrikas

Auch rund um den Welt-Esel-Tag nahmen die grausamen Meldungen kein Ende – doch es gibt auch Hoffnung: Die… Weiterlesen »

Lebensrettende Soforthilfe nach der Flut

Gemeinsam mit unserem Partner APOWA konnten wir die Versorgung von 12.026 Tieren sicherstellen. Weiterlesen »

Reise um unsere Tierschutzwelt

Gemeinsam mit unseren Partnern weltweit konnten wir in den letzten 20 Jahren maßgebliche Erfolge für die Tiere verzeichnen.… Weiterlesen »

Wir stärken die Tiere für die bevorstehende Dürre

1.234 Tiere konnten in den vergangenen Wochen bereits mit hunderten Kilogramm Futter und Wasser versorgt und so für… Weiterlesen »

Nach der Flut

Unsere Partner in Indien berichten von grausamen Zuständen in Folge der Fluten: Häuser und Straßen sind zerstört, ganze… Weiterlesen »

Wiederaufnahme der Schutzmaßnahmen

Das illegale Esel-Töten in Tansania erforderte bereits im letzten Jahr unsere schnelle Hilfe. Nun verlagerte sich das Einzugsgebiet… Weiterlesen »

Aufatmen in Tansania

28.100 Kilogramm Futterkonzentrat und Mineralien allein in der Küstenregion rund um die Hauptstadt Dar es Salaam – eine… Weiterlesen »

Soforthilfe in vollem Gange

Tansania erlebt die zweite große Naturkatastrophe in kürzester Zeit: Nach einer extrem langanhaltenden Dürrephase kommt der Regen jetzt… Weiterlesen »

Dürrehilfe erfolgreich abgeschlossen

Im November letzten Jahres herrschte in Tansania Ausnahmezustand. Seit einem Jahr fiel so gut wie kein einziger Regentropfen.… Weiterlesen »

Für Esel wie Adnan

Teilweise bis zu 18 Stunden am Tag schuften Esel in Afrika. Das Privileg einer tiermedizinischen Versorgung erhalten viele… Weiterlesen »

Bereits mehr als 3500 Tiere gerettet

In der von der Flut besonders stark betroffenen indischen Region Odisha sind wir zusammen mit unserer Partnerorganisation Action… Weiterlesen »

Hilfe in der Not

Die Dürre im afrikanischen Tansania hält an. Doch dank unserer Spenderinnen und Spender konnten wir mit der Soforthilfe… Weiterlesen »

Esel-Schutzprojekt in Tansania

Weitere 57 Gehege für insgesamt 1710 Esel wurden in den vergangenen Wochen mit tatkräftiger Unterstützung der lokalen Bevölkerung… Weiterlesen »

Esel: Kostbar und begehrt

Von wegen dumm, störrisch und faul. Ganz im Gegenteil: Klugheit, Treue und Mut sind nur einige der Eigenschaften,… Weiterlesen »

Beginn der Soforthilfe in Tansania

Die Meldungen von grausamen Eseldiebstählen in Tansania häuften sich und so war es ein Lauf gegen die Zeit,… Weiterlesen »

Die Esel brauchen uns jetzt!

Der Anblick der gehäuteten Esel ist kaum zu ertragen, doch er ist dieser Tage in Tansania grausamer Alltag.… Weiterlesen »

Die ersten Tage nach dem Beben

Bereits wenige Tage nach dem verheerenden Erdbeben, das Ecuador mit einer Stärke von 7,8 erschütterte, startete unsere Partnerorganisation… Weiterlesen »

Tiernothilfe in Ecuador

Am vergangenen Wochenende begannen unsere Partner der PAE (Protección Animal Ecuador) mit dem Einsatz im Katastrophengebiet Ecuador. Weiterlesen »

Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin