Verheerender Nahrungsmangel in Tansania

Mit einer Soforthilfe bringen wir die Tiere durch die Dürrezeit

© Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO)

Vielleicht erinnern Sie sich an unseren Bericht, in dem wir Ihnen die Folgen der wiederkehrend schlimmen Dürren in Tansania für die Tiere im Detail darlegten? Das Gesehene hinterlässt Fassungslosigkeit: Esel, unterernährt und dehydriert, von Wunden übersät, schleppten schwere Wasserkanister von den nahezu ausgetrockneten Wasserstellen in die weit entfernten Dörfer. Unzählige Rinder, deren Körper nur noch Haut und Knochen waren, suchten vergebens auf den ausgetrockneten Feldern nach Nahrung. Und junge Ziegen, unzählige, saugten verzweifelt an den Eutern ihrer Mütter – während jeder Dürre verlieren viele Tiere den Kampf ums Überleben durch Hunger, Durst oder in Folge von vermeidbaren Krankheiten.

Tansania

Durch unsere umfangreichen Hilfsmaßnahmen im Rahmen von zwei Projekten schaffen wir die Grundlagen, damit Mensch und Tier langfristig mit den verheerenden Folgen der Klimakrise umzugehen lernen (>> zum Projekt). Doch es bleibt nicht aus, dass in Zeiten größter Not weitere Maßnahmen ergriffen werden, um dieses immense Tierleid zu beenden.

Aktuell ist ein solcher Zeitpunkt: Sowohl im Nordwesten als auch in Zentral-Tansania herrscht eine dramatische Dürre. In einigen Regionen hat es seit Mai nicht mehr geregnet und so ist die Trockenzeit ungewöhnlich lang und in seiner Intensität verheerend – vielerorts sind die Nahrungsvorräte aufgebraucht und zahlreiche Wasserstellen ausgetrocknet. Einige Institutionen der Vereinten Nationen riefen bereits den Notstand aus: "Chronischer Hunger, Ungleichheit und strukturelle Armut werden durch den Klimawandel noch verstärkt. Es herrscht eine existenzielle Notsituation, die mit äußerster Dringlichkeit angegangen werden muss", so Robson Mutandi, der Direktor des International Fund for Agricultural Development. Auch der tansanische Premierminister Kassim Majaliwa bittet in einem Schreiben die Welt um Hilfe.

Tiere sichern das Überleben – auf eigene Kosten

© Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO)

Je größer die Not der Menschen, desto wichtiger wird jetzt die Arbeitskraft der Nutztiere: Ihre Wege zu den Wasserstellen werden länger und sie werden schwerer bepackt. Doch angesichts des Nahrungs- und Wassermangels wurden die Tiere bereits die vergangenen Wochen weniger gut gefüttert und mit Wasser versorgt. In einigen Regionen bleibt dies mittlerweile fast ganz aus: Die Tiere – erschöpft des Hungers und Durstes wegen – leiden immens.

Hilfe in größter Not: Zwei Partner gehen in den Einsatz

Gemeinsam mit zwei Partnerorganisationen im Land haben wir Soforthilfen eingeleitet. Die Tanzania Animals Protection Organization (TAPO) wird in der Region Kahama im Nordwesten Tansanias in den Einsatz gehen und in 30 Dörfern die lebensrettende Versorgung der Tiere sicherstellen. Die Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO) konzentriert sich darüber hinaus landesweit auf die hiesigen Tiermärkte, auf denen in dieser Notsituation besonders häufig Tiere verkauft werden. Die Bedingungen aber sind katastrophal: Unterernährt und krank, ohne Schutz der prallen Hitze ausgesetzt, sind die Esel und Rinder, Schafe und Ziegen, Schweine und Hühner in akuter Lebensgefahr.

© Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO)

Mit unserer Hilfe kann sowohl die TAPO als auch TAWESO die Tiere grundlegend versorgen und bei Bedarf tiermedizinisch behandeln. Die Tiere erhalten durch uns frisches Wasser und stärkendes Futter. Weiter werden Lecksteine und Multivitamine zur Verfügung gestellt, die die Abwehrkräfte der Tiere stärken.

Innerhalb der nächsten vier Wochen können wir so das Überleben von bis zu 8000 Tieren sichern – wenn Sie uns helfen, liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde. Helfen Sie uns dabei, die so dringend notwendige Soforthilfe zu finanzieren und die Tiere mit Futter und Wasser zu versorgen!

Jede Spende zählt!

Schon mit 45 Euro können 100 Liter Wasser für die Tiere bereitgestellt werden. Bitte spenden Sie!

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin