Petition: Rettet die Esel!

Die Esel in den Schlachthäusern Kenias sind immensem Leid ausgesetzt, das wir verhindern wollen! 

Mithilfe eines lokalen Partners dokumentieren wir die Situation in den Esel-Schlachthäusern Kenias – mit schockierenden Ergebnissen. In drei der vier Schlachthäusern, in denen wir bis dato waren, wiesen alle der bis zu 500 Esel, die oft tagelang bis zur Schlachtung ausharren müssen, einen sehr schlechten Zustand auf. Sie waren stark unterernährt und teilweise durch Knochenbrüche schwer verletzt. Weder frisches Wasser noch Futter stand zur Verfügung. Mit roher Gewalt und Schlägen trieben die Schlachthaus-Mitarbeiter die Esel in die Innenräume – einige überlebten dies nicht. Besonders schockierte die Betäubungsmethode: Mithilfe eines stumpfen Metallstabes wurde den Tieren so oft auf die Stirn geschlagen, bis sie ihr Bewusstsein verloren oder noch an Ort und Stelle starben. Die Situation ist unhaltbar!

Bitte unterzeichnen Sie!

Fordern Sie mit uns die Betreiber der Schlachthäuser auf, die geltenden Tierschutzgesetze sofort zu berücksichtigen. Mit Ihrer Unterschrift senden Sie ein eindeutiges Signal an die Verantwortlichen!


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#Petition: Rettet die Esel!

Die Welttierschutzgesellschaft (WTG e.V.) dokumentiert mithilfe eines lokalen Partners die Situation in den Esel-Schlachthäusern Kenias – mit schockierenden Ergebnissen. Die Esel sind immensem Leid ausgesetzt, das es zu verhindern gilt! Bitte unterstützt die Petition und fordert die Betreiber der Schlachthäuser auf, die geltenden Tierschutzgesetze sofort zu berücksichtigen. Mit Eurer Unterschrift sendet Ihr ein eindeutiges Signal an die Verantwortlichen. Bitte unterzeichnet: »http://welttierschutz.org/petition-esel

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Hintergrund: Auswirkungen von Ejiao auf die Eselpopulation weltweit

Ejiao nennt sich ein Produkt, das seit Jahrhunderten im asiatischen Raum und in der traditionellen chinesischen Medizin aus Eselhaut gewonnen und als Gelee oder Pulver in Gerichten und Getränken sowie in Pflegeprodukten wie Cremes verarbeitet wird. Einst war das vermeintliche Heilmittel als Prestigeprodukt nur wenigen hochrangigen Chinesen vorbehalten. Mit dem wachsenden Wohlstand der Bevölkerung wuchs das Interesse über alle Gesellschaftsschichten hinweg. Die Eselpopulation im Land hat sich seitdem fast halbiert: von schätzungsweise 11 Millionen in 19901 auf weniger als sechs Millionen in 20152. Auch global betrachtet sind die Zahlen besorgniserregend: Einer Nachfrage von vier bis 10 Millionen Eseln pro Jahr steht eine weltweite Esel-Population von 44 Millionen gegenüber3

Die Zucht bietet keine Alternative: Esel tragen im Schnitt 12 bis 13 Monate und bringen meist nur ein Fohlen zur Welt. Um den Bedarf decken zu können, müssten riesige Herden gehalten werden, die einen immensen Einsatz von zahlreichen Ressourcen wie Wasser und Futter bedürfen würden.

1 Starkey P, Starkey M. Regional and world trends in donkey populations. Starkey P, Fielding D, editors. Donkeys, People and Development. ATNESA; 2000. 10 – 21 p.
2 https://www.voanews.com/a/donkeys-africa-chinese-demand/4440167.html
3 https://conference.ava.com.au/17120

Illegale Beschaffung von Eseln

Um der Nachfrage nach Eselhaut für Ejiao gerecht zu werden, wurden die ärmsten Regionen der Welt, wo Esel als Lasttiere für die Bevölkerung unersetzlich sind, als neue Märkte erschlossen. Acht afrikanische Länder, darunter Tansania, gingen sofort dagegen an und verboten den Export von Eseln oder den Bau von Esel-Schlachthäusern, um so den (oft auch illegalen) Handel mit Eseln zu unterbinden. Wieder andere aber sahen die wirtschaftlichen Vorteile: Allein in Kenia wurden in den letzten Jahren Millionensummen in den Bau von vier Esel-Schlachthäusern investiert, in denen heute jeweils mehr als 200 Esel am Tag verarbeitet und exportiert werden können. Das Land gilt heute als Zentrum der Exporte von Eseln aus Ostafrika nach China. Der Preis für einen Esel ist in Kenia seitdem um 325 Prozent (von 4.000 auf 12.000 Kenia-Schilling) gestiegen. Die Schlachthäuser ermöglichen einen legalen Handel mit dem raren Gut.

Doch sie rufen auch Diebe auf den Plan.

Tierschutzproblematik am Beispiel von Tansania und Kenia

Seit Anfang 2017 beobachten wir von der Welttierschutzgesellschaft vor allem in unserem Projektland Tansania, das als Nachbarland von Kenia unweit der legalen Handelsroute für Eselprodukte liegt, eine sich häufende Zahl von Eseldiebstählen: Insbesondere in den abgelegenen Dörfern, wo die Menschen mit Eseln zur Selbstversorgung leben und somit drei bis vier Tiere pro Familie halten, fallen Diebe ein. Die Esel, nachts meist ungeschützt auf den Weiden, werden an Ort und Stelle gehäutet oder gänzlich gestohlen und in die Schlachthäuser transportiert.

Dort angekommen, verschlimmert sich ihr Leid: Wir konnten mithilfe eines lokalen Partners die schockierenden Zustände in dem erst 2018 eröffneten Schlachthaus in der Region Kithyoko dokumentieren. Alle der über 400 Esel, die im Außenbereich des Schlachthofes oft tagelang bis zur Schlachtung ausharren mussten, wiesen einen sehr schlechten Zustand auf, waren unterernährt und teilweise durch Knochenbrüche schwer verletzt. Ihnen stand weder frisches Wasser noch Futter zur Verfügung. Rampen, die für den Transport der Tiere in die Schlachthalle vorhanden waren, blieben ungenutzt. Stattdessen trieben Schlachthaus-Mitarbeiter die Tiere mit roher Gewalt und Schlägen in die Innenräume. Besonders schockierte die Betäubungsmethode: Mithilfe eines stumpfen Metallstabes wird den Tieren so oft auf die Stirn geschlagen, bis sie ihr Bewusstsein verloren oder noch an Ort und Stelle starben.

Bis zu 200 Eselschlachtungen kann dieses Schlachthaus am Tag durchführen – darunter Esel aus Kenia aber auch aus Somalia und Tansania, wie ein Händler berichtete. Die genaue Herkunft der Tiere lässt sich allerdings nicht bestimmen, da es an Identifikationsmitteln (vergleichsweise Ohrmarken bei Rindern) fehlt.

Existenzielle Bedrohung auch für die lokale Bevölkerung

Drastische Auswirkungen haben die Entwicklungen auch auf die lokale Bevölkerung, wie Gespräche mit Vertretern der Anrainergemeinden rund um das besuchte Schlachthaus in Kithyoko darlegten. Es zeichnete sich deutlich ab, dass das neu eröffnete Schlachthaus in der Region die Atmosphäre vor Ort negativ verändert hat und vor allem Nachteile für die dort ansässigen Menschen mit sich bringt: Insbesondere Existenzängste, Kostensteigerungen und eine wachsende Brutalität im Umgang mit den Tieren wurden bemängelt. Zudem häufe sich seitdem die Zahl der Diebstähle. Eselbesitzer sind oft die Ärmsten der Armen und benötigen ihre Tiere zum Überleben. Die Tiere gelten für die Menschen als treue Begleiter, die helfen, das Wasser von den kilometerweit entfernten Wasserstellen in die Dörfer, Kinder in die Schulen, Kranke in Krankenhäuser und die Ernte vom Feld auf die Märkte zu transportieren. Fällt die Hilfe durch das Lasttier über Nacht weg, stehen die Menschen vor dem Nichts.

Dass die wachsende Nachfrage nach Eseln den Wert dieser Tiere steigert, wird dabei als weiteres großes Problem für die Menschen erkannt: Wird ein Tier geklaut, können sich die Familien kein neues leisten.

Ziel der Welttierschutzgesellschaft ist es, das Wohl der Esel zu stärken

Bereits seit 2017 engagieren wir uns für den Schutz der Esel in Tansania und bauten 160 Gehege, wo nun über 4000 Esel vor Diebstählen geschützt sind. Mit Öffentlichkeits- und Informationsarbeit, zum Beispiel über Radiospots und Treffen mit lokalen Autoritäten, betrieben wir wichtige Vorsorge und stellten sicher, dass Familien über die Situation informiert wurden. In den bisher erreichten Dörfern wurde seit Bau der Gehege kein Esel mehr gestohlen!

Als Zentrum der Exporte von Eseln aus Ostafrika nach China ist Kenia nun ein neues Einsatzland der Welttierschutzgesellschaft. Nachdem wir die Situation in einem der vier Schlachthäuser dokumentiert haben, geht es nun darum, dass das Personal in den Schlachthäusern schnellstmöglich im tierschutzgerechten Umgang mit den Eseln geschult wird und die geltenden Tierschutzgesetze eingehalten werden.

Des Weiteren sind wir in den Vorbereitungen für die Datenerhebung in den drei verbleibenden Schlachthäusern. Von diesen Ergebnissen werden wir die am dringendsten notwendigen Maßnahmen ableiten und uns mit konkreten Forderungen an die kenianische Regierung wenden. Langfristig gibt es für die Esel in Kenia, Tansania und den weiteren betroffenen Nachbarländern nur eine Chance: Die Schlachthäuser müssen schließen, denn der Bedarf an Eselprodukten ist durch die in diesen Regionen lebenden Tiere in keiner Form nachhaltig zu decken.

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