© CSNC

Langersehnter Regen auf Sumatra

Aufatmen nach monatelanger Dürre: Anfang des Jahres fiel nach mehr als sechs Monaten der erste Regen und weitere Niederschläge sind vorhergesagt. Unsere Partner rechnen damit, dass sich die Vegetation in den kommenden Wochen soweit erholt, dass bald wieder ein ausreichendes natürliches Nahrungsangebot für die Elefanten verfügbar sein wird.

Hintergrund: Elefanten in Indonesien

Im Way Kambas Nationalpark auf der indonesischen Insel Sumatra verlassen die heimischen Sumatra-Elefanten immer häufiger den Wald. Dies sorgt für gefährliche Mensch-Elefanten-Begegnungen. In und um den Nationalpark setzen wir uns gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier sowie eine bessere Lebensqualität der Elefanten ein - durch Elefantenpatrouillen.

Zum Projekt

Ende des Jahres hatten wir von der heiklen Situation der Elefanten im Way-Kambas-Nationalpark berichtet: Die letzte Dürreperiode erstreckte von Juni bis Dezember - und damit ganze drei Monate länger als gewöhnlich. Dies hatte eine extreme Nahrungsknappheit sowohl für die wildlebenden als auch für die Patrouillen-Elefanten zur Folge. Der Bedarf letzterer wird unter normalen Umständen zu rund 60 Prozent durch das Grasen auf den Weideflächen rund um den Nationalparkt gedeckt. Und auch die Versorgung mit Wasser wurde eng, denn neben den Weideflächen waren nach und nach auch fast alle natürlichen Wasserquellen erschöpft. »Extreme Trockenzeit auf Sumatra

Mit Hilfe unsere Spender*innen konnten wir für die Monate Oktober und November den Zukauf von Nahrung wie Kokospalmenblätter, Elefantengras und Maiskolben für die Patrouillen-Elefanten finanzieren und so die Voraussetzungen schaffen, dass diese, trotz der extremen Bedingungen, gemeinsam mit den Mahouts im Nationalpark patrouillieren und ihre wildlebenden Artgenossen auf ihrer Suche nach Nahrung und Wasser von den Feldern der Bauern fernhalten und so Konflikten mit diesen vorbeugen konnten.

Kokospalmenblätter werden per Boot über einen den Nationalpark begrenzenden Fluss transportiert. ©CSNC

Neben dem Zukauf der benötigten Mengen an Futter pachteten und bepflanzten unsere Partner zwei Hektar Ackerland, das sie mit Wasser aus dem einzigen noch nicht trocken liegenden Fluss in der Nähe bewässerten. Das frisch gewachsene „Elefantengras“ kann derzeit geerntet und an die Elefanten verfüttert werden.

© CSNC

Mittlerweile füllen sich auch die kleineren Flüsse wieder langsam, aber stetig mit Wasser, sodass hoffentlich bald die kurzfristig errichteten Brunnen und Wasserbecken erst einmal unbenutzt bleiben können. Der Normalzustand ist erreicht, wenn die Elefanten mehr als die Hälfte ihres Nahrungsbedarfs über natürliche Futterquellen decken können und nur rund ein Drittel von den Mitarbeitern des Projekts zugefüttert bekommen. Bis es soweit ist, muss weiterhin Pflanzennahrung von lokalen Landwirt*innen gekauft werden, denn jeder der 27 Patrouillenelefanten benötigt pro Tag ungefähr 8 bis 12 Prozent seines Körpergewichts an Futter, was bei einem ausgewachsenen Elefanten bis zu 200 Kilogramm sein können.

Wir sind hoffnungsvoll, dass der Normalzustand innerhalb der nächsten Wochen erreicht werden kann und sowohl die wildlebende als auch die Patrouillen-Elefanten wieder ihre bekannten Nahrungs- und Futterquellen nutzen können. Dann können sich die Elefanten auch wieder auf die regelmäßigen, für ihr Wohlbefinden so wichtigen Bäder im Fluss freuen.

 

Retten Sie die letzten Elefanten Sumatras!

Mit 60 Euro übernehmen Sie die Kosten für die Fütterung eines Patrouillen-Elefanten mit tiergerechter Nahrung wie Bananenstauden ganze zwei Wochen lang.

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