© Meru Animal Welfare Organization (MAWO)

Klimakrise hautnah

Ein halbes Jahr ist es her, dass wir Ihnen von den verheerenden Klimabedingungen in Tansania berichtet haben. Seitdem ist viel passiert: Mit Präventionsarbeit versuchen wir nachhaltige Lösungen für das Überleben angesichts der zunehmenden Wetterextreme zu schaffen. Werfen Sie mit uns einen Blick auf die Entwicklungen der letzten Monate:

Hintergrund: Klimakrise in Tansania

In insgesamt zehn Regionen mit 162 Dörfern leisten wir Vorsorge und schaffen eine Grundlage für das Überleben unzähliger Tieren – nachhaltig, fortschrittlich und ganz in Anbetracht der großen Not, in der sie sich befinden.

Mehr zum Projekt

Tansania gehört zu den von der Klimakrise besonders stark betroffenen Ländern der Welt. Dürren und Fluten wechseln sich ab, die Nahrung wird knapp, Wasserstellen trocknen aus. Es geht in dem ostafrikanischen Land schier ums blanke Überleben – für Mensch und Tier.

Doch wie sollten wir mit den neuen Herausforderungen umgehen? Wie könnte sich Tierschutzarbeit angesichts sich intensivierender Dürren auf der einen und starker Fluten auf der anderen Seite gestalten?

Dank unserer treuen Spenderinnen und Spender waren wir in der Lage, neue Wege zu erschließen, um Tier und Mensch in einigen Regionen des Landes angesichts ihrer großen Not zu helfen:

Mit zwei Partnerorganisationen – der Meru Animal Welfare Organization (MAWO) und der Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO) – gingen wir im Frühjahr 2019 in 162 Dörfern in den Einsatz. Durch Präventionsprojekte wollen wir für sie die Grundlage zum Überleben in Zeiten der Klimakrise schaffen.

© Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO)

In diesem Rahmen wurden bisher bereits…

  • fünf Sanddämme in besonders leidgeplagten Regionen errichtet. Diese speicherten in der Regenzeit im Oktober erstmals große Mengen Wasser und schaffen in der aktuell intensiven Trockenzeit eine neue natürliche Wasserquelle für Tiere und Menschen,
  • zehn Wasserstellen in zehn Dörfern in Stand gesetzt sowie jeweils mit Wassertrögen für die Tiere ausgestattet und
  • dort jeweils fünf Wassertanks mit einer Füllkraft von je 10.000 Litern bereitgestellt, die – ebenso wie die Sanddämme – das Regenwasser auffangen, speichern und über eine Pumpe in Wassertröge für Tiere leiten.
© Meru Animal Welfare Organization (MAWO)

Neben der Einrichtung neuer Wasserquellen für Tier und Mensch wurde in den Dörfern die Futterversorgung verbessert. So konnte…

  • eine zentral zwischen fünf Regionen Nordtansanias liegende Fläche mit robusten Futterpflanzen angelegt werden. Die ansässigen Menschen bewirtschaften die Fläche seitdem und konnten im Herbst bereits erste Ernten generieren.
© Meru Animal Welfare Organization (MAWO)

Um das Wissen in der Bevölkerung zu stärken und die Menschen anzuleiten, ihre Tiere auf verheerende Wetterextreme vorzubereiten, fanden zahlreiche Informationstreffen statt, in denen

  • Tierhalterinnen und Tierhalter angeleitet wurden, Futtermittel selbst anzubauen und zu ernten sowie es zu Silage zu verarbeiten und für Trockenzeiten zu konservieren
  • und vermitteln die Vorteile einer kleineren Herde, in der das Tierwohl leichter sicherzustellen ist. 
© Meru Animal Welfare Organization (MAWO)

Zudem wurden im Rahmen des Schul-Programmes Kinder adressiert. Sie sind es, die mit den Herausforderungen der Klimakrise in Zukunft leben müssen und durch unsere Informationsarbeit bereits mit Schwerpunktthemen wie Wassermanagement, Futterkonservierung und Tierwohl vertraut gemacht werden.

© Meru Animal Welfare Organization (MAWO)

Darüber hinaus werden die regelmäßigen Besuche in den 162 Dörfern genutzt, um

  • die tiermedizinische Versorgung der zahlreichen Nutztiere wie Esel, Rinder, Schafe und Ziegen sicherzustellen, den Gesundheitszustand der Tiere zu erfassen, Verletzungen zu behandeln und Tiere zu impfen.

Durch diese umfangreichen Hilfsmaßnahmen lernen die Bewohner in Tansania mit den alltäglichen Herausforderungen der Klimakrise umzugehen und für sich und ihre Tiere zu sorgen.

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, wir konnten bereits Großartiges bewirken, doch es bleibt nicht aus, in anderen Teilen des Landes weiterhin reaktiv Hilfe zu leisten. Aktuell sucht wieder eine verheerende Dürre Teile des Nordwestens sowie Zentral-Tansanias heim. Mit einer Soforthilfe ermöglichen wir die so wichtige zusätzliche Versorgung der Tiere mit stärkendem Futter und Wasser. Lesen Sie hier mehr: https://welttierschutz.org/soforthilfe/duerre-in-tansania/ – und bitte geben Sie mit uns die Hoffnung niemals auf. Wir können Leben retten – mit Ihnen an unserer Seite!

Jede Spende zählt!

Schon mit 45 Euro können 100 Liter Wasser für die Tiere bereitgestellt werden. Bitte spenden Sie!

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