Geschichten fürs Herz

Tierschicksale, die jetzt Kraft schenken

„Ein einzelnes Tier zu retten, verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier“, sagte Horst Stern. Blicken Sie mit uns auf die ergreifenden Erfolgsgeschichten aus unseren Projekten der letzten Monate und schöpfen Sie daraus Zuversicht. Denn die Tierschicksale zeigen eindringlich, was wir mit gemeinsamen Kräften – auch in Zeiten größter Krisen – im Leben der Tiere erreichen können.

Mitarbeit Julia Matthäi, Praktikantin bei der Welttierschutzgesellschaft

Hund Sylvester in Syrien

Schwer verletzt kam der Rüde in die Klinik unserer Partner House of Cats Ernesto (HCE): ein Wirbelbruch sowie ein schweres Nerventrauma hatten zur Folge, dass der Hund weder stehen noch sich bewegen konnte.

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Über Monate wurde er rund um die Uhr versorgt: Er erhielt Medikamente zur Schmerzlinderung sowie eine physiotherapeutische Behandlung durch einen der Mitarbeiter des Teams, der mit seinen Fachkenntnissen während der Kriegszeit auch menschlichen Schwerverletzten geholfen hatte. Mit Hilfe eines eigens für ihn angefertigten Rollstuhls wurde ihm zudem ein Minimum an Mobilität ermöglicht.

Das Jahr 2021 brachte für Sylvester dann enorme Fortschritte: So hat er in den vergangenen Monaten gelernt, ohne fremde Hilfe zu stehen, zu sitzen und sich hinzulegen. Kurze Strecken kann er sogar selbstständig laufen. Sylvester ist mittlerweile ein fröhlicher, freundlicher Hund ist, der seine verdiente zweite Chance gänzlich auszuleben versucht.

Braunbärenjungen Bamse und Kenya in Rumänien

Die beiden Braunbärenjungen Bamse und Kenya gelangten im Abstand nur weniger Tage in die Obhut unserer Partner Asociatia Milioane de Prieteni (AMP). Beide waren in dramatischem Zustand.

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Bärenkind Bamse (linkes Bild) hatte gemeinsam mit ihrer Mutter und zwei weiteren Geschwistern in einem Hinterhof wohl nach Nahrung gesucht, als die dort lebenden Menschen die Tiere entdeckten. Zwei der Jungtiere sowie die Mutter ergriffen vor Schreck die Flucht. Das dritte Jungtier – Bamse – blieb allein zurück. Vor Angst wie paralysiert, hätte es allein keine Überlebenschance gehabt, doch glücklicherweise gelang es, sie einzufangen, so dass sie ins Schutzzentrum gebracht werden konnte. Dort angekommen verweigerte die sichtlich geschwächte und dehydrierte Bärin zunächst jegliche Nahrungsaufnahme – zu tief saß der Schreck. Doch dank der Geduld und liebevollen Fürsorge der Pfleger*innen konnte sie ihre Angst schnell überwinden und nahm die ihr angebotene Milchflasche an.

Auch Kenyas (im Bild rechts) dramatisches Schicksal bekam dank der aufopfernden Arbeit im Schutzzentrum eine gute Wendung: Verletzt und am Rande ihrer Kräfte war das zum Zeitpunkt der Rettung etwa vier Monate alte und kaum fünf Kilogramm leichte Bärenweibchen wohl von einer Klippe herab in einen Fluss gestürzt und dort zwischen Felsspalten hängengeblieben. Unsere Partner vermuten, dass sie in dieser Lage mehrere Stunden – vielleicht sogar Tage – ausharren musste, bevor Wanderer durch ihr Wimmern auf sie aufmerksam wurden und die zuständigen Behörden informierten. Die ersten Tage nach ihrer Ankunft im Schutzzentrum waren kritisch und das Team tat alles, um ihr Überleben zu sichern: Kenya war dehydriert, von Fliegenlarven übersäht und wies einen sichtlich schmerzhaften Bluterguss an der rechten Schulter auf. Auch das Laufen fiel ihr schwer. Nach der ersten, ausgiebigen tiermedizinischen Versorgung – sie erhielt Vitamine, Entzündungshemmer und Antibiotikum – und viel kräfteförderndem Schlaf, kehrte zunächst ihr Appetit und dann auch der Lebenswille zurück.

Heute sind beide Bärenweibchen, trotz ihrer schweren Leidensgeschichten, gesunde, starke und verspielte Tiere, die glücklich durch das Schutzzentrum wandern, wo sie die Möglichkeit haben, ein bärengerechtes Leben in Sicherheit zu führen.

Hund Edward in Thailand

Hund Edward wurde in Thailand von unserem Partner Lanta Animal Welfare (LAW) im Rahmen eines mobilen Einsatzes aufgefunden. Er wies eine extrem große Kopfwunde auf, die mit Maden befallen war.

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„Wir haben Edward am Straßenrand aufgelesen. Er wies eine extrem große Kopfwunde auf. Seine Verletzung war höchstwahrscheinlich eine von heißem Öl verursachte Brandwunde, die zum Zeitpunkt, als er gefunden wurde, bereits von Maden durchfressen war – ein grausamer Anblick. Wir haben ihn sofort in die Klinik gebracht, tiermedizinisch versorgt und sterilisiert“, so Tierärztin Helen Guy damals.

Edward hatte Glück im Unglück: Nach der intensiven Behandlung seiner Kopfwunde und der zudem diagnostizierten Herzwurminfektion, erholte er sich gut. Schließlich fand er ein Zuhause bei einem langjährigen freiwilligen Mitarbeiter unserer Partnerorganisation auf Koh Lanta.

Katzengeschwister Alin & Alen in Thailand

Die beiden Kätzchen waren gerade einmal schätzungsweise acht Wochen alt, als sie durch einen glücklichen Umstand von den Tierschützer*innen unseres Partners Lanta Animal Welfare (LAW) geborgen werden konnten.

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Auf Koh Lanta und den Nachbarinseln streunen zahlreiche unkastrierte Katzen umher, die sich unkontrolliert vermehren – darunter sowohl halterlose Streuner als auch Freigängerkatzen. Die Folge: unerwünschter Nachwuchs, der dann häufig ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen wird. So ist es vermutlich auch zwei kleinen Kätzchen ergangen, die in einem Karton in der Nähe eines Marktes zurückgelassen wurden.

Einer der geretteten Hunde unserer Partner, der zu Trainingszwecken ausgeführt wurde, wurde auf das verzweifelte Maunzen der kleinen Katzengeschwister aufmerksam und spürte sie auf. Die beiden Katzenkinder waren bei ihrer Rettung stark unterernährt, doch trotz ihres kritischen Zustands konnten Alin und Alen mit viel Zeit und Fürsorge aufgepäppelt werden. Bald ging es den Katzengeschwistern besser und sie entdeckten das Klettern für sich.

Inzwischen haben sie ein Zuhause in Bangkok gefunden, wo sie ihre zweite Chance auf ein glückliches Katzenleben gänzlich genießen können.

Elefant Putu in Indonesien

Es war Ende Februar, als eine der Elefantenpatrouillen unserer Partner Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) auf Sumatra (Indonesien) die erschreckende Entdeckung machte: Ein junges Elefantenkalb mit noch kurzen Stoßzähnen und in einem dürftigen Ernährungszustand wanderte sichtbar entkräftet und scheinbar orientierungslos – ohne Muttertier oder andere Herdenmitglieder – durch das Buschland.

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Ohne die Leitung durch das Muttertier und die Herde kann ein Elefantenkalb nur schwer genügend Wasser- und Futterquellen finden. Mehrere Tage lang beobachtete das Team den kleinen Elefanten mit sicherem Abstand – in der Hoffnung, dass seine Herde sich nähern würden. Doch zunehmend verschlechterte sich sein Zustand und zudem wurde er von Wilderern verfolgt.

Mithilfe der zahmen Patrouillen-Elefanten konnte Putu, wie wir ihn später nannten, in die Sicherheit des Camps geleitet werden. Dort wurde festgestellt, dass er an Ödemen am Bauch, Magen-Darm-Parasiten und einer lebensbedrohlichen Blutarmut litt. Über sechs Monaten lang erhielt Putu intensive Pflege- und Behandlungsmaßnahmen, zu denen auch die Gabe von energie- und proteinreicher Spezialnahrung gehörte.

Langsam, aber kontinuierlich erholte sich Putu und wurde mit der Zeit immer kräftiger. Heute lebt er in der die Gesellschaft der Patrouillen-Elefanten im Camp, wo er sich sichtbar wohlfühlt.

Malaienbär Pooh in Vietnam

Als Haustier in einem kleinen Käfig auf dem Dach eines Wohnhauses in Vietnam gehalten, bestand das Leben des jungen Malaienbären Poohs aus einem ununterbrochenen Hin und Her – von der einen Seite seines winzigen Käfigs zur anderen und wieder zurück.

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Mit Unterstützung der lokalen Behörden gelang es unseren Partnern von Free The Bears das Bärenjunge zu befreien und zunächst in die Quarantänestation des Schutzzentrums im Cat Tien Nationalpark zu bringen.

Hier hat Pooh nun die Möglichkeit, in Ruhe anzukommen und die ihm bisher verwehrten Grundbedürfnisse nach ausreichend Bewegung und natürlichen Reizen zu entdecken, bis er alsbald in eines der Bärenhäuser mit weitläufigem Gehege im neuen Schutzzentrum umziehen kann.

Schuppentiere Nikki und Miracle in Vietnam

Schuppentier Nikki musste die Torturen des illegalen Wildtierhandels durchleiden: In einer dunklen, engen Box gefangen, verbrachte sie Tage ohne Futter und Wasser. Doch sie hatte Glück.

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Wildhüter*innen befreiten sie und verständigten das Bereitschaftsteam unserer Partner Save Vietnam’s Wildlife (SVW), das sich dem schwer verletzten Tier annahm und es für die weitere tiermedizinische Versorgung ins Schutzzentrum brachte. Leider war eines ihrer Hinterbeine so schwer verletzt, dass eine Amputation unausweichlich war. Doch dann die unverhoffte Entdeckung: Nikki war trächtig.

Trotz all der zurückliegenden Strapazen brachte das Schuppentierweibchen kurze Zeit nach ihrer lebensrettenden Operation am Bein ein gesundes Jungtier zur Welt, dass Miracle (zu Deutsch: Wunder) getauft wurde. Nach und nach – und mit viel Ruhe – erholte sich Nikki dann auch von ihren Verletzungen. Beiden Schuppentieren geht es im Schutzzentrum aktuell sehr gut und insbesondere Miracle erforscht jeden Tag mit Neugier seine Umgebung.

Pferd Dabalah in Indien

Pferd Dabalah war in einer dramatischen Situation, als unsere Partner von Action for the Protection of Wild Animals (APOWA) ihm begegneten.

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Im Zuge der zweiten Coronawelle, die Indien im Frühjahr 2021 besonders hart traf, war Halter Shaik nicht mehr in der Lage, sich und seine Familie, geschweige denn sein Pferd Dabalah ausreichend zu versorgen. Dieses war stark unterversorgt, sehr schwach und kaum noch in der Lage, sich auf den Beinen zu halten. Zudem litt das Pferd unter einer Verletzung am Rücken, die ihm zusätzlich Schmerzen bereitete.

Zwei seiner Pferde hatte der Halter aufgrund der Notlage, bereits verloren. Voll Sorge um Dabalah kontaktierte er unser Team, das dem notleidenden Pferd unmittelbar zu Hilfe eilte. Neben der Versorgung der Verletzung am Rücken, war die oberste Priorität, der extremen Mangelernährung des Tieres entgegenzuwirken.

Dabalah erhielt stärkendes, nahrhaftes Futter und zusätzlich Vitamine, die ihm dabei halfen, wieder auf die Beine zu kommen. Um Dabalahs Gesundheit auch nachhaltig zu sichern, wurde seinem Halter hochwertiges Futter zur Verfügung gestellt.

Faultier Krishna in Suriname

Dramatische Szenen in größter Höhe am Rande der Stadt Paramaribo im südamerikanischen Suriname: Mit letzter Kraft krallte sich Krishna an dünnen Stromleitungen fest. Das Tier war – wie sich später herausstellte – vor dem Angriff eines Hundes geflüchtet. Orientierungs- und hilflos sowie sehr stark geschwächt, rutschte es immer wieder fast ab...

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In einer heiklen Rettungsaktion gelang es unseren Partnern des Green Heritage Fund Suriname (GHFS) das Tier aus der misslichen Lage zu befreien. Nach seiner Rettung wurde Krishna sofort tiermedizinisch versorgt und seine große entzündete Wunde am Auge behandelt. Trotz seines zunächst kritisch erscheinenden Zustandes erholte sich Krishna innerhalb von wenigen Tagen, sodass er unmittelbar in die Freiheit zurückgebracht wurde.

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, Jahr für Jahr berühren tierische Schicksale wie die hier ausgewählten unsere Herzen – und sie belegen: Mit Ihrer Unterstützung können wir die Leben der Tiere nachhaltig verändern! Bitte helfen Sie uns dabei, auch im Jahr 2022 wieder zahlreiche Tierschutzerfolge zu schreiben – mit Ihrer Spende!

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