© Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC)

Elefanten-Waise Sapon

Zum Weltelefantentag am 12. August stellen wir Ihnen Sapon vor, ein verwaistes Elefantenkalb, das dank unserer Arbeit im Way Kambas Nationalpark auf Sumatra neue Hoffnung schöpfen kann.

Hintergrund: Elefanten in Indonesien

Aufgrund der schrumpfenden Fläche des Way Kambas Nationalpark auf der indonesischen Insel Sumatra verlassen die dort heimischen Sumatra-Elefanten immer häufiger den Wald. Dies sorgt für gefährliche Mensch-Elefanten-Begegnungen. In und um den Nationalpark setzen wir uns gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier sowie eine bessere Lebensqualität der Elefanten ein - durch Elefantenpatrouillen.

Zum Projekt

Es war bereits im Februar dieses Jahres, als die Wildhüter im Way Kambas Nationalpark auf Sumatra eine traurige Entdeckung machten, die leider kein Einzelfall ist: Bei einer Patrouille durch den Regenwald fanden sie eine getötete Sumatra-Elefantin – eine Art, die nur auf Sumatra heimisch und mit einem Bestand von etwa 2.000 Tieren stark bedroht ist. Die Elefantenkuh fiel dem Angriff von Menschen zum Opfer, was die bei der Obduktion entdeckten Kugeln in Brust und Vorderbein belegen. Mittlerweile fahndet die indonesische Polizei landesweit nach zwei Personen, die der Tat verdächtigt werden.

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Entdeckung des Waisen

Einige Wochen später folgte eine weitere besorgniserregende Beobachtung innerhalb des Nationalparks. Eine von vier so genannte Elefantenpatrouillen unserer Partner Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) traf auf ein männliches Jungtier ohne Anschluss an eine Herde. Die Patrouille, bestehend aus zahmen Elefanten und ihren Mahouts (Führern), behielt das Tier anschließend fast zwei Wochen lang im Blick, um die Geschehnisse nachvollziehen und das Wohl des Tieres sicherstellen zu können. 

Leider kam es dieser Zeit keinem Kontakt mit anderen Elefanten und das Tier zeigt erste Anzeichen körperlicher Schwäche. Das Team vor Ort geht mittlerweile davon aus, dass es sich bei dem Tier um das Kalb der im Februar getöteten Elefantenkuh handelt. Männliche Kälber sind weniger eng an ihre Herde gebunden. Beim Tod der Mutter werden sie – wie vermutlich auch in diesem Fall – oft von der Herde verlassen. Da zu befürchten war, dass das Jungtier auf sich allein gestellt kaum überleben würde, wurde es in das Camp der Elefantenpatrouille gebracht.

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In der Obhut der Elefantenschützer hat sich Jungtier – mit dem Namen Sapon – gut entwickelt. Er frisst eifrig das ihm bereitgestellte Futter – z.B. Gemüse, Gras, Sojabohnen und Reis – und sucht den Kontakt zu den anderen Elefanten. Sapon lebt auf dem im Juni eröffneten Gelände einer Patrouille im Bereich Braja Harjosari. Mit dieser vierten und bisher südlichsten Patrouille im Way Kambas Nationalpark können zusätzliche Gebiete kontrolliert werden – unter anderem auch das, in dem Sapons Mutter im Februar getötet wurde. Perspektivisch soll auch Sapon zu einem Patrouillenelefanten ausgebildet werden, sofern eine Wiederauswilderung nicht mehr möglich ist. So könnte er später einmal dazu beitragen, dass anderen Sumatra-Elefanten das Schicksal erspart bleibt, das seiner Mutter widerfahren ist.

Sapon, herzlich willkommen im Team.

Wir unterstützen unseren Partner und kommen unter anderem für das Futter und die Betreuung der Tiere auf. Bitte machen Sie diese Arbeit möglich - zeigen Sie am Weltelefantentag Herz für die sanften Dickhäuter. Mit Ihrer Spende.

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