Bärenschicksale

Charles hat es geschafft

Das Schicksal des Braunbären Charles aus Rumänien ist uns besonders im Gedächtnis geblieben. Als wir ihn das erste Mal sahen, blickten zwei große Augen hilfesuchend durch rostige Gitterstäbe. Wie lange Charles schon so dahinvegetierte, wissen wir nicht – die örtlichen Tierschützer schätzen, dass er fast 30 Jahre lang im Käfig gefangen war. Sein körperlicher Zustand war miserabel. Er hatte Lungenprobleme und litt an Husten. Er war herzkrank, zeigte Anzeichen von Arthritis und konnte schlecht sehen.

Dann war es endlich soweit: Wir konnten Charles, gemeinsam mit unserer Partnerorganisation AMP, befreien und in das örtliche Bärenschutzzentrum nach Zarnesti bringen. Es war ein sehr bewegender Augenblick, als er zum ersten Mal mit seinen großen Pranken ganz vorsichtig jeden Winkel seines neuen Terrains inspizierte. Der Schwimmteich ist für ihn immer noch das Größte.

Gremlins erste Schritte in die Freiheit

Gremlin hat einen langen Leidensweg hinter sich. Frische Luft, natürlichen weichen Boden und Bewegungsfreiheit waren für den verstörten Braunbären fremd. Als kleiner Bärenjunge gejagt und einfangen, lebte er ganze 21 Jahre beengt hinter Gitterstäben – größtenteils für die Unterhaltung von Schaulustigen.

Jahrelang setzten wir uns mit unserer Partnerorganisation (AMP) für die Befreiung von Gremlin ein. Endlich, am 11. Oktober 2013 fand diese statt: Zusammen mit der AMP holten wir ihn in das Bärenschutzzentrum nach Zarnesti und durften einen unvergesslichen Augenblick miterleben: den Moment, in dem der noch verängstigte Braunbär ganz vorsichtig, mit seinen dicken Pranken die ersten Schritte in seinen neuen, natürlichen Lebensraum machte.


Spendengelder machten es möglich, dass Charles und Gremlin erstmalig das Gefühl von Freiheit genießen und nun ein gesundes und bärengerechteres Leben führen können. Diese Braunbären haben es geschafft, jedoch gibt es noch viele, die unter schlimmsten Bedingungen in Gefangenschaft leben und unsere Hilfe benötigen.

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