Streunerhunde in Griechenland

Verantwortung für ein Hundeleben vermitteln

Streunerhunde in Griechenland: Auf Ägina werden jährlich rund 200 Hunde ausgesetzt

Coronakrise: Tierschutz in Zeiten der Pandemie:

Die unterschiedlichen Aktivitäten und Schwerpunkte unserer Tierschutzarbeit weltweit – ob Schutzzentrum oder mobile Klinik, Hilfe für Streuner, Nutz- oder Wildtiere – mussten angesichts der Pandemie pausiert oder angepasst werden:

Es bleibt höchste Priorität, Tierleben zu retten, dabei gefährden wir aber nicht die Gesundheit der Menschen und erhöhen das Ansteckungsrisiko. Mit Hilfe des WTG-Nothilfefonds wollen wir eine grundlegende Tierschutzarbeit trotz Coronakrise ermöglichen. Lesen Sie hier mehr: »Tierschutzarbeit in Zeiten der Coronakrise

Wir versprechen Ihnen: Wir werden alles in unserer Macht stehende, um den Schutz der Tiere – der Streunerkatzen und -hunde, Nutztiere wie Esel, Rinder, Schafe und Ziegen sowie Wildtiere wie Schuppen- und Faultiere, Elefanten und Bären – auch weiterhin sicherzustellen. »Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Bemühungen unseres Projektpartners Zero Stray Pawject e.V. (ZSP) und dem lokalen Tierheim zum Trotz bleibt die Zahl der Streunerhunde auf der Insel Ägina in Griechenland seit Jahren konstant. Weiterhin werden Hunde ausgesetzt, obwohl dies nach nationalem Gesetz eine Straftat ist. Gemeinsam mit ZSP schafft die Welttierschutzgesellschaft (WTG) die Grundlagen für die Durchsetzung des nationalen Tierschutzgesetzes auf der Insel und motiviert Tierhalter*innen dazu, Verantwortung für ihre Hunde zu übernehmen.

Ägina

Schätzungsweise 2000 Haushunde verteilen sich auf der griechischen Insel Ägina auf circa 1800 Haushalte. Jährlich werden etwa 200 Hunde ausgesetzt, obwohl dies per Gesetz verboten ist und hohe Strafen zur Folge hat.

Die Streunerpopulation auf der Insel Ägina könnte theoretisch unter Kontrolle gebracht werden: Mit großem Engagement fangen Mitarbeiter des lokalen Tierheims streunende Hunde ein und kastrieren diese. Anschließend bringen sie diese an die angestammten Plätze zurück oder vermitteln sie nach Möglichkeit an verantwortungsvolle Besitzer.

Dennoch verringert sich die Anzahl der herrenlosen Hunde nicht. Stattdessen verzeichnet unser Partner jeden Monat dutzende Neuankömmlinge auf der Straße, von denen die meisten ehemalige Haushunde sind, die von ihren Besitzern ausgesetzt wurden. Einige haben als Wach- oder Jagdhunde ausgedient, andere verursachen zu viele Kosten. Dass viele der ausgesetzten Tiere nicht kastriert sind und sich als Streuner unkontrolliert vermehren können, begünstigt die Problematik.

Die Kennzeichnung von Hunden ist verpflichtend – eigentlich

Es ist nach griechischem Gesetz verboten und strafbar, einen Hund auszusetzen. Wer dies dennoch tut, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 30.000€ oder ein Jahr Gefängnis - theoretisch. Denn praktisch wurden die Besitzer bisher so gut wie nie zur Verantwortung gezogen. Der Gemeindebehörde Äginas war es aus finanziellen, personellen und logistischen Gründen unmöglich, die Verfolgung konsequent durchzusetzen.

So sind – entgegen der gesetzlichen Pflicht – letztlich nur wenige der rund 2000 Hunde auf Ägina überhaupt gechippt (schätzungsweise 1,5 Prozent, Stand 01/2018). Dies bedeutet, dass die Besitzer der Tiere in den meisten Fällen nicht ermittelbar sind und entsprechend auch keine strafrechtliche Verfolgung möglich ist. Zudem war es bisher aufgrund fehlender logistischer Voraussetzungen nicht möglich, die Zugehörigkeit der wenigen gechippten Hunde zu ermitteln, denn es gab keine verfügbare Datenbank. Eine lokale Datenerfassung wurde – obwohl vom Tierschutzgesetz vorgesehen - bis dato nicht durchgeführt. Auf die nationale Datenbank, in die Tierärzt*innen nach dem Setzen eines Mikrochips die erfassten Daten einpflegen, hatte die lokale Gemeindeverwaltung keinen Zugriff.

Hinzu kommt, dass es keinerlei Informationsaustausch oder Zusammenarbeit mit der lokalen Polizei gab, die als ausführende Instanz jedoch für die Kontrollen und die Strafverfolgung zuständig ist.

Streunerhunde in Griechenland: Durch Mikrochippen und Registrieren wollen wir die Population der Streunerhunde in Griechenland unter Kontrolle bringen

Um das Problem in seinem Kern zu lösen, schafften wir gemeinsam mit unserem Partner ZSP bereits im ersten Jahr der Zusammenarbeit die Grundlagen, um die Registrierung und die Rückverfolgbarkeit der Hunde zu ihren Besitzern zu ermöglichen.

Den Vorgaben des Tierschutzgesetzes entsprechend wurde mit unserer Unterstützung zunächst eine lokale Datenbank ins Leben gerufen, in der alle neu registrierten und gechippten Hunde dokumentiert werden. Auch konnten wir erreichen, dass den lokalen Behörden Zugriff auf die nationale Datenbank gewährt wird, sodass die auf Ägina erhobenen Daten künftig mit denen in der nationalen Datenbank abgeglichen werden können. Von Seiten der Polizei ist mittlerweile die Durchführung von Kontrollen mit Hilfe eines Chiplesegeräts möglich, worüber der Besitzer eines streunenden Hundes ermittelt und strafrechtlich verfolgt werden kann. Es wurden bereits Kontrollen gestartet und auch schon erste Bußgelder erhoben.

Hundehalter*innen animieren, Verantwortung für Ihre Tiere zu übernehmen

Informieren, unterstützen, motivieren: Mit verschiedenen Maßnahmen richten wir uns weiter direkt an die Hundehalter*innen Äginas. Unser Ziel ist es, sie für die Problematik zu sensibilisieren und langfristig gemeinsam ein streunerfreies Ägina zu erreichen.

Im Rahmen einer Informationskampagne über die Notwendigkeit des Mikrochippens und Registrierens werden einmal jährlich Informationsflyer den an die rund 6000 Haushalte Äginas versendeten Wasserrechnungen beigelegt. Zudem werden Poster in Tierarztpraxen und öffentlichen Gebäuden ausgehängt.

Streunerhunde in Griechenland
© Zero Stray Pawject e.V.

Die Grundlagen sind geschaffen, unser Einsatz geht weiter…

Wir werden den Aufbau einer zuverlässigen lokalen Datenbank sicherstellen und jedem*r neu aufgenommen Hundehalter*in Fragebögen zu den Themen Kennzeichnung und Registrierung aushändigen, um ein noch besseres Verständnis für die Ursprünge der Streunerproblematik auf Ägina zu erhalten und weitere Maßnahmen entwickeln zu können. Für Tierhalter*innen, die unterhalb einer gewissen Einkommensgrenze leben und denen es trotz Bewusstsein für die Notwendigkeit des Kennzeichnens, schlichtweg finanziell nicht möglich ist, tragen wir die Hälfte der Kosten des Mikrochippens.

Mit unseren Maßnahmen zur Eindämmung der Streuner und für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Hunden, schaffen wir die Basis für weniger Tierleid auf den Straßen Äginas.

Ihre Spende für die Hunde in Ägina

Bereits mit 30 Euro finanzieren Sie den Druck der Poster, die flächendeckend auf Ägina ausgehangen werden und auf die Aktionen aufmerksam machen.

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Ihr Ansprechpartner für Fragen zum Einsatz:

Dr. Dirk Meyer
Projektkoordinator Streunerprojekte

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: info@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin