Streunerhunde und -katzen in Südafrika

Hilfe für Tiere in Not

In den Armenvierteln Südafrikas leiden tausende Tiere. Wo das Tollwutrisiko am höchsten ist und umherstreunende Hunde und Katzen sich unkontrolliert vermehren, fehlt es meist komplett an tiermedizinischer Versorgung. Das wollen wir ändern: Unsere Partnerorganisation die Community and Veterinary Services for Southern Africa ist mit mobilen Tierkliniken und Aufklärungsinitiativen vor Ort im Einsatz.

Südafrika

In den Armenvierteln, den sogenannten Townships, werden Schätzungen zufolge 85 Prozent aller Haustiere Südafrikas gehalten. Denn egal wie arm die Menschen auch sein mögen, für ein Haustier ist immer Platz – sei es eine Katze als Mausefänger oder ein Hund als Begleiter und Bewacher.

Für einen Großteil der Township-Bewohner sind finanzielle Mittel für die medizinische Versorgung der Haustiere sowie für Maßnahmen zur Vorbeugung von Krankheiten nicht vorhanden. Dies gefährdet nicht nur die Vierbeiner, sondern auch die Menschen. Jedes Jahr sterben unzählige Hunde aber auch Menschen an den Folgen einer Tollwut-Infektion. Denn nur etwa 15 Prozent der Tiere werden regelmäßig gegen das Virus geimpft. Auch andere Krankheiten wie Räude, Blutparasiten oder Parvovirose verbreiten sich rasant. Eine ordnungsgemäße Behandlung gibt es vor Ort nicht. Stattdessen werden viele Tiere aus Angst vor Ansteckungen oftmals auf brutale Art und Weise getötet.

Mobile Kliniken retten Leben

In Zusammenarbeit mit der Organisation Community and Veterinary Services for Southern Africa (CVS-SA) gehen wir das Problem an. Um die Situation der Tiere in den Townships nachhaltig zu verbessern, fördern wir den Aufbau einer regelmäßigen tiermedizinischen Versorgung sowie Bildungsmaßnahmen in der Bevölkerung.

Dazu wurde gemeinsam mit unseren Partnern von CVS-SA eine mobile Tierklinik mit ausgebildetem Personal, technischer OP-Ausstattung und Medikamenten eingerichtet. Täglich ist das Team in bis zu sechs Gemeinden rund um die Hauptstadt Pretoria unterwegs, um die Grundversorgung der Tiere zu sichern. Hierzu zählen Impfungen, Entwurmungen und Wundversorgung. Da sich die meisten Bewohner der Townships keine Behandlung leisten können, helfen sie als Gegenleistung oft mit kleineren Arbeiten im Projekt mit. Ausgebildete Ansprechpartner sind in den Gemeinden auch außerhalb der mobilen Kliniken vor Ort. Bei Bedarf sind sie in der Lage zunächst eine erste Einschätzung über den Zustand eines Tieres zu geben und kleinere Fälle selbst zu behandeln. Liegt ein akuter Notfall vor, verständigen Sie die Mitarbeiter von CVS-SA.

Zusätzlich zu der mobilen Tierklinik finden zweimal wöchentlich von fünf Uhr morgens bis fünf Uhr abends Katstrationen statt. Denn nur indem die unkontrollierte Vermehrung der Haustiere eingedämmt wird, kann Tierleid langfristig verhindert werden. Tiermedizin-Studenten aus Pretoria unterstützen diese Einsätze im Rahmen ihrer Ausbildung und haben so die Möglichkeit, die Arbeit in den Armenvierteln kennenzulernen und Vorurteile abzubauen.

Tierschutz fängt beim Menschen an

Bildungs- und Aufklärungsarbeit spielt in Südafrika eine bedeutende Rolle, denn nur wenn die Bevölkerung miteinbezogen wird, kann eine bessere Zukunft für die Tiere gestaltet werden. Mit den Besitzern über die Haltung und Versorgung ihrer Tiere zu sprechen und sie über deren Bedürfnisse aufzuklären, ist daher ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Bildungs- und Aufklärungsarbeit spielt in Südafrika eine bedeutende Rolle, denn nur wenn die Bevölkerung miteinbezogen wird, kann eine bessere Zukunft für die Tiere gestaltet werden. Mit den Besitzern über die Haltung und Versorgung ihrer Tiere zu sprechen und sie über deren Bedürfnisse aufzuklären, ist daher ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Damit schon Kinder – die Tierschützer von morgen – lernen, was Tiere brauchen und wie sie richtig versorgt werden, sind unserer Partner zudem in den Kindergärten und Schulen der Townships im Einsatz. Viele Kinder wachsen in einem von Gewalt, Drogen und Alkohol geprägten Umfeld auf. Im Kindergarten erfahren sie zum ersten Mal, was es bedeutet, Mitleid und Mitgefühl zu empfinden und dieses auch Tieren entgegenzubringen. Auf spielerische Art und Weise vermitteln die Mitarbeiter von CVS-SA den Kindern die Bedürfnisse von Hunden und Katzen. So verringert sich ihre Gewaltbereitschaft gegenüber den Tieren und sie entdecken, was Tierliebe ist.

Langfristig wollen wir, gemeinsam mit CVS-SA, dieses Konzept der tiermedizinischen Versorgung auch auf andere Regionen Südafrikas ausweiten.

Geben Sie den Tieren eine Chance!

Schon mit 40 Euro sorgen Sie dafür, dass der Tollwutimpfstoff für 150 Tiere bereitgestellt werden kann.

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin