Abgeschlossene Einsätze der Welttierschutzgesellschaft

Diese Projekte konnten wir erfolgreich abschließen:

Wir begleiten die Projekte mit unserer Expertise so lange, bis sie erfolgreich aufgebaut sind und langfristig auf lokaler Ebene weitergeführt werden können. Dies konnten wir dank unserer Spenderinnen und Spender sowie den engagierten Projektpartnern bereits mehrfach erzielen:

Katastrophenschutzprogramm in Ecuador
Arbeitspferde in Argentinien

Die anhaltend schlechte wirtschaftliche Lage des Landes zwingt viele Argentinier dazu, als „Cartoneros“ mit dem Sammeln von verwertbarem Müll ihr Geld zu verdienen. Dabei dienen häufig Arbeitspferde als Unterstützung, denn andere Transportmittel sind für sie schlichtweg unbezahlbar. Den „Cartoneros“ fehlt es jedoch häufig an Wissen zur tiergerechten Haltung der Pferde, worunter die Tiere vielerorts leiden. Ein Mangel an erreichbaren Tierärzten erschwert die Lage.

Anfang 2017 begann die Welttierschutzgesellschaft daher gemeinsam mit der lokalen Organisation Fundación Argentina de Bienestar Animal (FABA) ein Bildungs- und Versorgungsprojekt zur Verbesserung des Wohlergehens argentinischer Arbeitspferde. Ein leitender Tierarzt und Experte für Pferdegesundheit besuchte dafür zusammen mit Tiermedizinstudenten der Universität von Buenos Aires, fünf ländliche Gemeinden rund um die Hauptstadt Buenos Aires. Knapp 400 Pferde wurden währenddessen untersucht und angemessen tiermedizinisch versorgt. Für eine langfristige Gesunderhaltung der Tiere wurde mit den Haltern zusätzlich über grundlegende Bedürfnisse der Tiere gesprochen und ihnen Tipps gegeben, wie sie selber zu mehr Tiergesundheit beitragen können. Außerdem wurde jedes Tier mit Hilfe einer Blutuntersuchung auf Infektiöse Blutarmut untersucht, eine lokal weitverbreitete Krankheit.

Nutztiere in Argentinien müssen bei der Behörde für Lebensmittelqualität und -sicherheit (SENASA) registriert sein, um bei einem etwaigen Krankheitsausbruch eine schnelle Verbreitung der Krankheit zu verhindern. Im September 2017 beschloss die Behörde, Tierärzte, die bei nicht registrierten Tieren Blut abnehmen, sowie Labore, die Proben nicht registrierter Tiere untersuchen, mit Geldstrafen zu belegen. Da die Mehrzahl der von den „Cartoneros“ genutzten Pferde nicht registriert sind, konnte dieser Service im Rahmen der mobilen Kliniken nicht weiter angeboten werden. Auch ein Treffen mit Behördenvertretern brachte keine Änderung. Als Konsequenz wurden im Laufe der Zeit immer weniger Pferde gebracht.

Parallel haben sich die internen Strukturen unserer Partnerorganisation verändert. Dadurch wurde das Team vor Ort derart verkleinert, dass das Projekt durch FABA nicht fortgeführt werden konnte.

Katzenhaus Second Chance

Das Katzenhaus wurde im Oktober 2014 ins Leben gerufen und markierte den Beginn der Zusammenarbeit zwischen der Welttierschutzgesellschaft und der Streunerhilfe Bulgarien.

Die Idee war es, alten, kranken und geschwächten Katzen vorübergehend Schutz zu bieten und sie, sobald es ihr Zustand erlaubt, wieder an ihre angestammten Plätze in die Freiheit zu entlassen. Zunächst in einer Mietwohnung in Plovdiv untergebracht, zog das Katzenhaus Anfang 2016 auf ein Gelände außerhalb der Stadt um, wo den Katzen sowohl ein mit Kratzbäumen sowie Schlaf- und Spielmöglichkeiten ausgestatteter Innenraum als auch ein angrenzender gesicherter Auslauf zur Verfügung steht.

Wegen der zahlreichen Tiere, die aufgrund ihres Alters oder gesundheitlichen Zustandes nicht wieder auf die Straße entlassen werden konnten, fungierte das Katzenhaus zusehends als Pflegestelle für Katzen, die – vermittelt durch unseren Partner - ein neues, langfristiges Zuhause suchten. Zudem konnten aufgrund der vielen schwer vermittelbaren Tiere, wie beispielsweise Katzen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten, kaum noch Tiere, der ursprünglichen Idee entsprechend, temporär aufgenommen werden.

Wir haben die Leitung des Katzenhauses daher in die Hände eines lokalen Tierschutzvereins abgegeben, deren Mitarbeiter sich aufopferungsvoll um die Tiere kümmern.

Mit der im Juni 2016 gegründeten, ersten Kastrationsklinik fokussieren wir uns nun ganz auf diese Maßnahme als Schwerpunkt unseres Einsatzes für die Katzen in Plovdiv. Unser Ziel ist es, durch Kastration die Katzenpopulation einzudämmen und somit neuem Tierleid nachhaltig vorzubeugen.

Wildtiere in Kambodscha

Von 2013 bis 2016 unterstützte die Welttierschutzgesellschaft das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) dabei, notleidende Tiere, wie beispielsweise Bengalkatzen, Silberlanguren und Plumploris, medizinisch zu versorgen, aufzupäppeln und nach Möglichkeit in ihrem natürlichen Lebensraum wieder auszuwildern.
Im Rahmen unserer Zusammenarbeit wurden unter anderem umfangreiche Modernisierungsarbeiten an der Quarantänestation durchgeführt. Diese waren dringend notwendig, um die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rehabilitation und Wiederauswilderung der Tiere zu schaffen.
Ein weiterer Fokus unserer Zusammenarbeit lag auf der Förderung von Bildungsmaßnahmen, um den nachhaltigen Schutz der Tiere im Land zu stärken.

Da aufgrund von Unkenntnis oder eines falsch verstandenen Tierschutzgedankens Wildtiere in Kambodscha häufig als Haustiere gehalten werden, ist es fundamental, der lokalen Bevölkerung ein Grundwissen über bedrohte Tierarten zu vermitteln. Denn die letztendliche Verantwortung für den Schutz der Tiere eines Landes liegt bei der Bevölkerung selbst.
So wurden beispielsweise im Rahmen des „Eco-Clubs“ Grundschülern aus vier an das ACCB angrenzenden Gemeinden Umwelt- und Tierschutzthemen in spielerischer Form vermittelt. In insgesamt 15 Dörfern fanden außerdem Informationsveranstaltungen für Gemeindemitglieder aller Altersgruppen statt, in deren Rahmen Präsentationen und Filme mit Lehrinhalten gezeigt wurden.
Darüber hinaus förderte die Welttierschutzgesellschaft auch Weiterbildungsmaßnahmen für Forstbeamte und Mitarbeiter von Behörden. Denn mangelndes Fachwissen hinsichtlich der Bedürfnisse von Wildtieren erschweren oftmals die Umsetzung bestehender Schutzgesetze.

Durch die oben genannten Maßnahmen konnten wir im Rahmen unserer dreijährigen Zusammenarbeit nicht nur zahlreiche Tiere tiermedizinisch versorgen und ihnen ihre Freiheit in der Natur zurückgeben, sondern ebenso dringend benötigtes Wissen vermitteln, das sich langfristig positiv auf die Lebensbedingungen der Tiere auswirken wird.

TIERÄRZTE WELTWEIT in Sri Lanka

Der Inselstaat Sri Lanka ist in vieler Hinsicht auf dem Vormarsch: Seit dem Ende des Bürgerkrieges stärken wachsende Exporte die Wirtschaft und den Lebensstandard der 21 Millionen Sri Lanker. Obwohl die Menschen ein gutes Verhältnis zu ihren Tieren haben, leiden zahlreiche Haus- und Nutztiere unnötig, weil es im Land keine ausreichende tiermedizinische Versorgung gibt. Eine Ausbildung zum Tierarzthelfer gibt es nicht und auch an qualifizierten Tierärzten mangelt es. TIERÄRZTE WELTWEIT ging auf dem Inselstaat in den Einsatz und konnte im Rahmen von zwei Kurseinheiten Tierarzthelfer erfolgreich weiterbilden.

Streuner- und Nutztierklinik in Malawi

Unser Projekt in Malawi ist in eine neue Phase gestartet. Aufbauend auf die Impf- und Kastrationskliniken, die wir bereits seit 2013 unterstützten, haben wir im Dezember 2016 eine mobile Ausbildungsklinik für Tiermedizinstudenten gestartet. So verbinden wir die dringend benötigten Einsätze in den Dörfern und Gemeinden mit unserem Ausbildungsprogramm TIERÄRZTE WELTWEIT und verbessern durch Weiterbildung vor Ort die tiermedizinische Versorgung in Malawi langfristig. Erfahren Sie hier mehr über unsere Arbeit in einem der ärmsten Länder der Welt:

Impfkampagnen in Limpopo und Mpumalanga

Im Rahmen von zwei Projekten mit der Organisation Vets for Change schenken wir den Streunern Südafrikas Hoffnung. In den Provinzen KwaZulu-Natal, Ostkap, Limpopo und Mpumalanga, die an den Nachbarstaat Mozambique grenzen, ist der Virus weit verbreitet. In der Vergangenheit reagierten die Behörden auf Tollwut-Ausbrüche dort immer wieder mit sinnlosen Hundetötungsaktionen. Durch großflächige Impfkampagnen wird der Ausbruch einer unkontrollierbaren Tollwutwelle verhindert und der Virus langfristig eliminiert. Durch unseren Einsatz zeigten wir auch, dass es alternative und tierfreundlichere Lösungen der Tollwutproblematik gibt. Mehrmals im Jahr wurden präventive Impfaktionen und Bildungsmaßnahmen durchgeführt. 2014 konnten im Rahmen von zwei großangelegten Impfkampagnen in den Staaten Limpopo und Mpumalanga mehr als 18.000 Hunde gegen Tollwut geimpft werden.


Bis Mitte 2015 konnte weiteren 13.000 Hunden geholfen werden. Dabei kamen auch lebenswichtige Behandlungen wie die von unterernährten Straßenhunden oder geschwächten Welpen nicht zu kurz. Sie erhielten Vitamine und die notwendige Fürsorge. Die Bevölkerung in den Provinzen nimmt das Vets for Change-Team und ihre Ratschläge im Umgang mit den Tieren mittlerweile herzlich auf und hört neugierig zu. Jede Impfung bietet Gelegenheit zum Gespräch mit den Hundebesitzern. Und jedes Gespräch bietet Gelegenheit, die Unwissenheit über Tollwut zu verbannen. Die Organisation ist dort weiterhin im Einsatz.

Straßenhunde in Bosnien


Von August 2013 bis November 2014 hat sich die Welttierschutzgesellschaft gemeinsam mit dem holländischen Verein SDB (Stichting Dierenopvang Bosnie) für die streunenden Hunde in Bosnien eingesetzt. Das Ziel war es, die unkontrollierte Vermehrung der Hunde einzudämmen und das Tierleid durch medizinische Versorgung zu lindern.


Mit unserer Hilfe konnte eine großangelegte Kastrationsaktion in der bosnischen Stadt Zenica durchgeführt werden. Dort gibt es schätzungsweise 2500 Straßenhunde. Durch diese große Anzahl der Hunde bestand ein ständiger Kampf um Futter und Reviere, was dazu führte, dass viele Tiere stark abgemagert und verletzt waren. Jungtiere starben oft durch Kälte und andere Wetterbedingungen. Zudem verbreiteten sich aufgrund der fehlenden Grundversorgung ansteckende Krankheiten und Parasiten wie Würmer oder Flöhe sehr schnell, was zu zusätzlichem Stress für die die Tiere führte.
Im Rahmen der von uns unterstützten Kastrationsaktion konnten insgesamt 313 Hunde und 18 Katzen kastriert und medizinisch versorgt werden. Alle gefangenen Tiere wurden einer allgemeinen Untersuchung unterzogen, kastriert, geimpft und gegen Parasiten behandelt. Nachdem die Tiere sich von der Operation erholt hatten, wurden sie gekennzeichnet und wieder in dem Gebiet freigelassen, in dem sie eingefangen wurden.
Zudem konnten wir im Sommer 2014 drei Hilfseinsätze nach der katastrophalen Balkanflut ermöglichen. Im Rahmen der Hilfseinsätze konnten über 25.000 kg Futterrationen und andere Hilfsmittel in den betroffenen, nordöstlichen Regionen Bosnien verteilt werden.
Die von uns unterstützte Kastrationsaktion hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Gesamtziel von 1700 kastrierten Hunden erreicht wurde. Das bedeutet, dass nun 70 % aller Streuner kastriert sind und somit die Streunerpopulation effizient verringert wurde.

Das Projekt wird nun auf lokaler Ebene selbstständig fortgesetzt, indem weiterhin regelmäßige Kastrationskampagnen, medizinische Check-Ups durchgeführt und Futterrationen ausgelegt werden.

Streunende Katzen in Griechenland

Von Herbst 2012 bis Ende 2013 hat die Welttierschutzgesellschaft sich gemeinsam mit dem Verein Chance für Vier Pfoten für die streunenden Katzen auf der griechischen Insel Lesbos eingesetzt. Das Ziel des Kastrationsprogrammes war es, die unkontrollierte Vermehrung der Katzen einzudämmen.
Einsatzort waren die Dörfer Skala, Eresos und Sigrid, in denen es geschätzte 1250 Straßenkatzen gibt. Durch diese große Anzahl an Katzen bestand ein ständiger Kampf um Futter und Reviere, was dazu führte, dass viele Tiere stark abgemagert und verletzt waren. Zudem verbreiteten sich aufgrund der fehlenden Grundversorgung ansteckende Krankheiten und Parasiten wie Würmer oder Flöhe sehr schnell, was zu zusätzlichem Stress für die Katzen führte.

Bei den drei Kastrationsaktionen konnten insgesamt 599 Katzen und 25 Hunde kastriert und medizinisch versorgt werden. Über 90 % der kastrierten Katzen waren wilde Katzen, die mit Katzenfallen eingefangen wurden. Alle gefangenen Tiere wurden einer allgemeinen Untersuchung unterzogen, wenn möglich kastriert und gegen Parasiten behandelt. Nachdem die Katzen sich von der Operation erholt hatten, wurden sie wieder in das Gebiet zurückgebracht, in dem sie eingefangen wurden und dort freigelassen. Der Zustand der Streunerkatzen hat sich durch die Einsätze deutlich verbessert und das Projekt wird nun auf lokaler Ebene selbstständig fortgeführt, indem die Tiere regelmäßig gefüttert und kontrolliert werden.

Tollwutprojekt in Indien

In Indien starb im Jahr 2013 jede Stunde ein Mensch an den Folgen des Tollwutvirus. Über die Hälfte davon waren Kinder. Die Übertragung des Virus erfolgte überwiegend durch Bisse meist freilaufender Hunde.
Im September 2013 startete mit Unterstützung der Welttierschutzgesellschaft die für Indien einmalige Aktion „Mission Rabies“. Ziel der großangelegten Impfkampagne unserer Partnerorganisation Worldwide Veterinary Service war es, die Tollwutrate und Streunerpopulation auf eine humane und langfristige Art und Weise einzudämmen. Innerhalb von neun Monaten konnten mit 500 Freiwilligen aus 14 Ländern über 9.500 Hunde kastriert, über 90.000 Hunde gegen Tollwut geimpft und mehr als 75.000 Kinder durch Schulbesuche über Tollwut aufgeklärt werden - ein großer Schritt auf dem Weg in eine tollwutfreie Zukunft!

Durch den Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist das Projekt nun so erfolgreich im Land etabliert, dass es selbständig geführt und ausgebaut werden kann!

Haiprojekt in Costa Rica

Gemeinsam mit der costa-ricanischen Organisation Pretoma unterstützten wir von Anfang 2013 bis Ende 2014 die „Costa Rica Needs Sharks Alive“-Kampagne. Ziel war es, die Haie sowohl vor den Küsten Costa Ricas als auch in den Weltmeeren von den Folgen der Überfischung und des Haifischflossenhandels zu schützen und eine langfristige Änderung im Umgang mit den Tieren zu erzielen. Im Fokus der Kampagne stand der Dialog mit der zuständigen nationalen und internationalen Politik, Aufklärung- und Sensibilisierung der einheimischen Bevölkerung zum Thema „Finning“ und Haifischschlachtung sowie die Optimierung des Fischereimanagements.

Die Kampagne konnte auf politischer, industrieller und gesellschaftlicher Ebene Erfolge erzielen. Gemeinsam mit der Regierung wurde eine Richtlinie zur besseren Kontrolle des Finning-Handels sowie eine Forderung zur Aufnahme des Seidenhais in die Appendix II der CITES erarbeitet. Dies wurde durch eine Petition gestützt.

Zudem konnten 18 renommierte Fisch-Restaurants als Mitglied der "Live Sharks Coalition" gewonnen werden. Die Restaurants verpflichteten sich dazu, niemals Haifischprodukte auf ihrer Speisekarte anzubieten. Außerdem konnten 49 costa-ricanische Prominente für die mediale Unterstützung und Verbreitung der Kampagne mobilisiert werden. Durch die oben genannten Maßnahmen und weitere diverse öffentlichkeitswirksame Aktionen, konnte insgesamt sowohl in der breiten Gesellschaft als auch bei einheimischen Fischern eine Bewusstseinsveränderung beobachtet werden.

In diesen Notfallsituationen konnten wir Soforthilfe leisten:

In außergewöhnlichen Situationen wie Naturkatastrophen oder akuten Bedrohungssituationen für die Tiere leisten wir Soforthilfe.

2018: Flut in Tansania
© Tanzania Animals Protection Organization (TAPO)


Nach dem zerstörerischen Regen, der Tansania zuletzt heimsuchte, können sich die Tiere und Menschen jetzt endlich erholen – der Regen bleibt mittlerweile aus.
Gemeinsam mit unseren Partnern der Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO), die sich vornehmlich rund um Dar es Salaam auf Tiermärkte und die Küstenregionen des Landes fokussieren sowie mit der Tanzania Animals Protection Organization (TAPO), der einzigen Tierschutzorganisation in der ländlichen Shinyanga Region im Westen Tansanias stellten wir von April bis Juni 2018 eine Soforthilfe bereit.

Allein in der Küstenregion rund um die Stadt Dar es Salaam wurden 28.100 Kilogramm Futterkonzentrat und Mineralien verteilt. Hier hatte der Starkregen die Felder überflutet und Ernten gänzlich zerstört. Die Tiere, noch von der zurückliegenden Dürre geschwächt, fanden kein Futter und litten extrem unter Hunger. Wir konnten im Rahmen von 39 Einsatztagen insgesamt 6867 Tiere wie Esel, Rinder und Schafe mit dringend notwendigem Futter sowie Vitaminen versorgen, die die Abwehrkräfte der Tiere stärken und Krankheiten vorbeugen. Besonders geschwächte und kranke Tiere wurden darüber hinaus tiermedizinisch behandelt.

In der ländlichen Shinyanga Region im Westen Tansanias, wo die TAPO ihren Sitz hat, konnten wir gemeinsam von Ende März bis Anfang Juni mehr als 1.500 Tieren in 10 Gemeinden helfen. Diese waren am stärksten von den Folgen des extremen Wetters betroffen. Da die Weideflächen komplett überschwemmt waren, wurde vor allem Futter verteilt und die Tiere mit Mineralien und Vitaminen versorgt, um das Immunsystem der Tiere wieder zu stärken.

Unsere Soforthilfe wurde dank unserer treuen Unterstützerinnen und Unterstützer, auf die wir in dieser großen Not zählen konnten, ein Erfolg – herzlichen Dank.

zum Rückblick: »https://welttierschutz.org/soforthilfe/zerstoererischer-regen-in-tansania/

2017-2018: Dürre in Tansania
©Tanzania Animals Protection Organization


Im November 2017 herrschte in Tansania Ausnahmezustand. Seit einem Jahr fiel so gut wie kein einziger Regentropfen. Gemeinsam mit drei lokalen Partnerorganisationen halfen wir zahlreichen Nutztieren und ihren Besitzern in dieser extremen Dürreperiode.

Im Nordwesten Tansanias konnten wir im Zeitraum von vier Monaten gemeinsam mit der Tanzania Animals Protection Organization (TAPO) Tiere in 24 Dörfern versorgen. An den zentralen Futterstellen der Gemeinden wurde dafür Wasser, Multivitaminkonzentrate, Mineralien sowie ein spezieller Futtermix für Nutztiere ausgegeben. Begegneten die Mitarbeiter auf ihren Fahrten von Ort zu Ort Tierhaltern am Wegesrand wurden auch sie mit Futter und Wasser für ihre Tiere versorgt. Zusätzlich wurden Kleinbauern, die abseits der Dörfer wohnen, direkt angefahren und beliefert. Mit insgesamt 540 kg Futter, 7.000 Liter frischem Wasser, 250 Flaschen Multivitaminkonzentrat sowie 400 kg Mineralien konnten mehr als 4.000 Tiere in dieser Notsituation temporär versorgt werden. Alle Tierhalter wurden im Rahmen dieses Soforthilfeeinsatzes zudem mit Anzahl und Art der Tiere registriert.
In den Regionen Kongwa und Mpwapwa in Zentraltansania konzentrierte sich unsere Hilfe, die wir gemeinsam mit der Tanzania Animal Welfare Society (TAWESO) leisteten, auf die großen Viehmärkte, wo mehr als 2.300 Tieren geholfen werden konnte. 
Weiterhin arbeiten wir mit unseren lokalen Partnern an langfristigen Hilfsmaßnahmen zur Prävention ähnlich verheerender Folgen kommender Dürreperioden wie beispielsweise Möglichkeiten zur besseren Regenwassersammlung, der Konservierung von Gras sowie der Etablierung von robusteren Futterpflanzen. Unsere Partnerorganisation Meru Animal Welfare Organization (MAWO) hat sich dazu bereits mit 16 Bezirksvertretern aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Nutztierhaltung sowie Gemeindeentwicklung während eines zweitägigen Workshops getroffen.

zum Rückblick: »https://welttierschutz.org/soforthilfe/duerre-in-tansania/

2017: Flut in Indien

Im September und Oktober 2017  waren wir in der von der Flut besonders stark betroffenen indischen Region Odisha zusammen mit unserer Partnerorganisation Action for Protection of Wild Animals (APOWA) mit einer Soforthilfe im Einsatz. Dazu reiste ein Team, bestehend aus einem Tierarzt und vier Helfern durch mehrere Gemeinden in den Regionen Pattamundai und Kendrapara und half, wo die Not am größten war.

Die Bilanz des Soforthilfeeinsatzes ist erfreulich: Innerhalb von nur zwei Monaten konnten 7406 Tiere in 32 Dörfern medizinisch erstversorgt, geimpft sowie mit dringend notwendigen Vitaminen und Mineralien versorgt werden. Infizierte Wunden, Durchfall, Fieber und Lungenentzündungen wurden behandelt.

Jedem Dorf wurde darüber hinaus ein Erste-Hilfe-Koffer überlassen, mit dem die Bewohner in der Lage sind kleinere Wunden selbst zu versorgen. Dieser enthält Desinfektionsspray, sterile Verbandsmaterialien und weiteres Equipment für die Erstversorgung und wurde in die Verantwortung eines geschulten Gemeindemitgliedes übergeben. Außerdem wurden 781 Tierhalter erreicht, die über eine tiergerechte Versorgung auch in diesen Notsituationen informiert wurden.

Die Flutmassen sind ab November 2017 zurückgegangen. Trotzdem bleibt das Team unserer Partnerorganisation APOWA im Rahmen unseres langfristigen Projektes unermüdlich für die zahlreichen Kühe, Büffel, Ziegen, Schafe und Schweine im Einsatz. Erfahren Sie hier mehr: https://welttierschutz.org/projekte/nutztiere/nutztiere-in-indien/

zum Rückblick: »https://welttierschutz.org/soforthilfe/flut-in-indien/

2016: Tiernothilfe in Ecuador

Nach dem verheerenden Erdbeben im April 2016 unterstützte die Welttierschutzgesellschaft die lokale Organisation Protección Animal Ecuador (PAE) bei der Versorgung von Haus- und Nutztieren. Zudem wurde ein Maßnahmenkatalog zum nachhaltigen Schutz von Tieren in den Vulkangebieten erstellt. zum Rückblick: »https://welttierschutz.org/soforthilfe/tiernothilfe-in-ecuador/

2015: Katastrophenschutz nach Flut in Malawi

Mitarbeiter unserer malawischen Partnerorganisation LSPCA (Lilongwe Society for the Protection and Care of Animals) berichteten von dramatischen Szenen im Januar 2015: Häuser wurden weggeschwemmt und unzählige Haus- und Nutztiere verendeten in den Fluten. Man sprach von über 250.000 verletzten Tieren, darunter Ziegen, Hühner und Schweine, aber auch Hunde und Katzen. Überlebende Tiere wurden zurückgelassen oder konnten von ihren Besitzern nicht mehr versorgt werden, da keine Mittel hierfür vorhanden waren.

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation LSPCA und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit gingen wir insbesondere in den Gebieten Balaka, Zomba und Inga (im Osten Malawis), die am meisten von den Überschwemmungen betroffen waren, in den Einsatz. Die Haus- und Nutztiere, welche für die Malawier Lebensgrundlage sind, wurden tiermedizinisch versorgt und vorsorglich geimpft. Insgesamt konnten 2172 Rinder, 37963 Ziegen, 34513 Hühner, 1453 Schafe und 1871 Schweine behandelt werden.

Der Einsatz hat das Überleben der Tiere und die Lebensgrundlage der Menschen gesichert. Wir sind weiterhin in Malawi im Einsatz, um das Tierwohl langfristig sicherzustellen.

Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
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