#KeinHaustier: Diese Haustiertrends sind problematisch!
Immer häufiger werden die Abgrenzungen zwischen Haus-, Nutz- und Wildtieren überschritten: Tiere geraten in menschliche Obhut, die dafür ungeeignet sind. In unseren Projektländern Suriname und Vietnam sind es Faultiere und Otter, die der Wildnis entnommen und als Haustiere gehalten werden. Hierzulande gelangen Igel und Minischweine in die Haustierhaltung und auch Alpakas werden als Kuscheltiere missverstanden. Die unkritische Darstellung der Tiere in menschlicher Obhut, wie sie in den sozialen Netzwerken geschieht, befördert den Trend noch – und hat traurige Folgen für das Wohl der Tiere.
In unserer Serie „#KeinHaustier“ zeigen wir die individuellen Tierschutzproblematiken auf – von Verletzungen zu Verhaltensstörungen bis hin zum Tod der Tiere.
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Igel, Minischwein, Alpaka und weitere: Bitte nicht in Privathaushalte!
Die im Folgenden dargestellten Trendtiere in Heimtierhaltungen sind problematisch, denn: Die Bedürfnisse von Arten wie Igel, Minischwein und Alpaka und erst recht Wildtieren wie Ottern und Faultieren können in der Privathaltung schwer bis gar nicht erfüllt werden. Durch das erzwungene Abverlangen des „Sich-Einfügens“ in das menschliche Leben und den nahen Kontakt zwischen Tier und Mensch sind Probleme und Konflikte vorprogrammiert – in den meisten Fällen hat diese vor allem für die Tiere negative Folgen.
Auf öffentlicher Seite findet das Thema dennoch bisher kaum Beachtung. Artenabhängig gibt es oft nur begrenzt Gesetze, die die Haltung oder den Verkauf bestimmter Tiere reglementieren, weshalb private Anbieter über Online-Portale wie eBay den Verkauf der Tiere sorgenfrei vorantreiben können. Social Media hat seinen Anteil und steigert den Trend um die vermeintlich neuen Kuscheltiere.
#StopptTierleid: Keine Likes für Leid
Auch die Verbreitung von Videos und Fotos, die die Haltung von Faultier, Otter und Co. als Haustiere zeigt, ist entschieden abzulehnen. Dies steigert die Nachfrage nach der nicht tiergerechten Haltung und befördert den Trend. Unter den entsprechenden Hashtags findet man dennoch zahlreiche Beispiele, in denen die Tiere nicht artgerecht gehalten werden. Das ist eindeutiges Tierleid.
Dringend fordern wir mehr Bewusstsein für die Problematik und bitten um Verständnis von Seiten aller Tierfreund*innen für die Bedürfnisse der vermeintlichen neuen Haustiertrends. Es liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen, Trends wie diesen kritisch und informiert zur hinterfragen.
Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
… deshalb sollten auch Sie als Nutzer*innen der sozialen Netzwerke sich keinesfalls von diesen Hypes anstecken lassen und auch nicht die Reichweite dieser Posts weiter vergrößern. Wir bitten Sie, auf Inhalte, die Haustierhaltungen von aufgezeigten Tieren darstellen, weder mit positiven noch negativen Emojis oder Kommentaren zu reagieren. Vielmehr sollten die Posts unmittelbar an die Moderator*innen-Teams des jeweiligen Netzwerkes mit dem Hinweis gemeldet werden; mit dem Hinweis, dass es sich hierbei um eine Darstellung von Tierleid handelt!
Wie Sie dabei in sozialen Netzwerken vorgehen sollten, zeigt unser Leitfaden, den wir im Rahmen der Kampagne „Stoppt Tierleid in den sozialen Netzwerken“ erarbeitet haben. Unsere Forderung an die Betreiber*innen der Netzwerke, derartigen Tierleid-Inhalten Einhalt in sozialen Netzwerken zu bieten, können Sie hier mit Ihrer Petitions-Unterschrift stärken:
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Ihre Ansprechpartnerin ist Wiebke Plasse
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Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: wpl@welttierschutz.org
Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin
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