© Action for Protection of Wild Animals (APOWA)

Schnelle Hilfe nach der Katastrophe

Der indische Bundesstaat Odisha wird immer wieder von Extremwetter schwer getroffen: Der Zyklon „Fani“, der Anfang Mai auf Indiens Ostküste traf, war für die Tiere und Menschen in der leidgeplagten Region besonders verheerend. Wir gingen in den Einsatz - mit Erfolg.

Ein Beitrag von Dominik Dammer, Bundesfreiwilligendienstleistender der Welttierschutzgesellschaft

Mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde wütete „Fani“ über das Festland. Seit 43 Jahren war es der erste Zyklon, der so früh im Jahr  den Golf von Bengalen heimsuchte. Sein Weg führte ihn genau über die Gegenden, in denen sich unser lokalen Projektpartner APOWA für eine bessere Versorgung der Nutztiere einsetzt. Allein in Odisha meldete die indische Verwaltung erschreckende Zahlen. Betroffen waren über 15 Millionen Menschen und über 288 Millionen Tiere in mehr als 16.000 Dörfern. Der Sturm forderte dabei das Leben von 63 Menschen und über 2 Mio. Tieren – unfassbare Zahlen für nur einen Bundesstaat. In Folge des Sturms herrschte Ausnahmezustand. Die Stromversorgung war abgeschnitten und das Trinkwasser teilweise stark verkeimt oder vom Meerwasser versalzen, was für Mensch und Tier extrem gefährlich war. Auch Monate nach dem Zyklon dauern die Aufräumarbeiten noch an.

10.000 Tiere versorgt

© Action for Protection of Wild Animals (APOWA)

Während der Zyklon unter Beweis stellte, dass Indien bei humanitären Rettung aus vergangenen Katastrophen gelernt hat, fehlt es bei der Tiernotrettung weiter an Kapazitäten. Gemeinsam mit unseren Partnern von APOWA starteten wir daher unverzüglich eine Soforthilfe, um das Überleben der Tiere zu sichern. Bereits im Vorfeld versuchten unsere Partner, so viele Tiere wie möglich in Sicherheit zu bringen. Das Hauptaugenmerk lag hierbei auf den schon im Vorfeld des Zyklons besonders schwer von Hunger und Krankheit betroffenen Tieren. Mit mobilen tiermedizinischen Teams – bestehend aus einem Tierarzt, einem Tierarzthelfer sowie drei weiteren Freiwilligen –  konnten die Ersthelfer dann bereits in den ersten vier Wochen nach dem Sturm  über 7.000 Tieren helfen, der Großteil davon Nutztiere wie Kühe, Ziegen und Schafe. Das Team behandelte u.a. Wunden, Fieber, Infektionen sowie Durchfall und half mit Nahrung und Vitaminen zusätzlich knapp 3.000 weiteren Tieren wieder auf die Beine. Zudem konnten für 56 Farmer temporäre Notunterkünfte für ihre Tiere gebaut werden.

Große Dankbarkeit

© Action for Protection of Wild Animals (APOWA)

Die Menschen im von Armut geprägten Bundesstaat Odisha sind besonders stark von der Tierhaltung abhängig. Gerade in den schwer zugänglichen, ländlichen Gegenden kommen Katastrophenhilfen oft spät bis nie an. Für APOWA sind diese Regionen jedoch zentrales Einsatzgebiet, was unter anderem für den Farmer Gurubari Das aus dem Dorf Alikia im Bezirk Puri die Rettung brachte:

„Ich bin ein armer Bauer und Tiere sind meine einzige Einkommensquelle, aber beim letzten Zyklon im Oktober 2018 habe ich zwei Kühe verloren und je zwei weitere Kühe und Kälber wurden verletzt. Nun erholen sich die kranken Tiere und ich verbessere die Unterkünfte für sie, was nur durch die großartige Unterstützung von WTG und APOWA direkt nach dem Zyklon Fani möglich war. Haben Sie vielen Dank für die Hilfe, die ich nie vergessen werde.“

Liebe Spenderinnen und Spender, diesen Dank geben wir an Sie weiter: Ohne Ihre andauernde Hilfe könnten wir unsere Arbeit nicht leisten. Danke, dass wir Sie an unserer Seite wissen!

Weiterhin sind wir mit einem mobilen tierärztlichen Team und der Etablierung von Tierschutzgruppen im Einsatz, um die die Lebensbedingungen der Tiere in den Gemeinden nachhaltig zu verbessern. Lesen Sie hier mehr: https://welttierschutz.org/projekte/nutztiere/nutztiere-in-indien/

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