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#StopptTierleid: Zuspruch aus den Regierungsparteien

Im deutschen Tierschutzrecht klafft eine große Lücke: Gewalt gegenüber Tieren kann nach aktueller Rechtslage straffrei verherrlichend und verharmlosend dargestellt und verbreitet werden. Die Folge zeigen wir seit nun mehr fünf Jahren im Rahmen unserer Kampagne „Stoppt Tierleid in sozialen Netzwerken“ auf: In Social-Media-Plattformen wie Facebook, YouTube und TikTok dokumentieren wir zunehmend Videos von Tieren, die mutwillig verletzt oder misshandelt werden. Viele der Inhalte werden erstellt, um zu belustigen oder Reichweite zu generieren, andere sind gar beauftragte und bezahlte Gewalttaten. Das muss stoppen, finden auch Vertreter*innen der Regierungsparteien.

Im Jahr 2021 betraten wir mit der Kampagne „Stoppt Tierleid in den sozialen Netzwerken“ das politische Parkett. Unser Ziel ist ein Verbot der Darstellung von Tierleid, dass die sozialen Netzwerke zum Handeln verpflichtet. Der Paragraph 131 des Strafgesetzbuches bietet uns die Vorlage für dieses Anliegen, denn dieser regelt bereits, dass die verherrlichende oder verharmlosende Darstellung und Verbreitung grausamer Gewalttätigkeiten gegenüber Menschen und menschenähnlichen Wesen verboten ist. Durch Aufnahme der Worte „oder Tiere“, so unsere Forderung, wären die Netzwerke unmittelbar verpflichtet, gegen derartige Inhalte vorzugehen.

Seit jeher suchen wir in den tierschutz-, rechts- und netzpolitischen Ressorts der Bundesregierung entsprechende Verbündete für unser Anliegen und argumentieren für deren entschiedenes Handeln. Unsere Petition stärkt uns dabei massiv den Rücken, denn jede der über 200.000 Unterzeichneten zeigt: Das Tierleid auf Social Media soll enden!

Auch immerzu neue Fälle von grausamer Gewalt gegen Tiere, die auch in Deutschland entstehen oder sich hier verbreiten, sind Argumente in der Diskussion. Wie groß das Problem ist, zeigte erst kürzlich eine Analyse der Social Media Animal Cruelty, in der wir uns engagieren: Mehr als 83.000 untersuchte Tierleid-Beiträge in den sozialen Netzwerken belegen, dass die gezielte körperliche Misshandlung von Tieren zu den häufigsten Inhalten zählte, die oft auch Monate nach Veröffentlichung nicht gelöscht sind.

Durch persönliche Gespräche mit Bundestagsabgeordneten, ihren Mitarbeitenden oder im Rahmen von Verbändetreffen wie etwa kürzlich auf Einladung der Bundestierschutzbeauftragten Silvia Breher (CDU) gewinnt die Forderung auf der politischen Agenda an Bedeutung. Im Zuge ihrer politischen Arbeit tragen mittlerweile relevante Vertreter*innen der Regierungsparteien das Anliegen mit:

Jens Behrens (SPD), tierschutzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, sagt etwa:

„Um das Thema Tierqual auf Social Media rechtlich anzugehen, muss das Strafgesetzbuch angepasst werden. Dafür werde ich mich stark machen. Damit könnten wir nicht nur Tiere schützen, sondern auch verhindern, dass Menschen dem ausgesetzt sind – auch, weil sie dadurch möglicherweise erst selbst zu Tätern werden.“

Auch die Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung will sich im parlamentarischen Verfahren dafür einsetzen, dass über Social Media verbreitete Darstellungen von Gewalt gegenüber Tieren geahndet werden:

„Außerdem muss künftig ganz dringend auch die Darstellungen von Tiergewalt und ihre Verbreitung auf Social Media strafrechtlich geahndet werden. Dafür werde ich mich im parlamentarischen Verfahren einsetzen. Und natürlich im Dialog mit Plattformbetreibern für das Thema sensibilisieren.“

Wir begrüßen diese positiven Signale aus den Regierungsparteien. Den Worten müssen jetzt aber unbedingt Taten folgen – in Form eines entsprechenden Gesetzesvorhabens.

Wir bleiben dran, bis kein Tier mehr für Likes und Reichweite leiden muss, darauf können Sie vertrauen, liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde. Doch dafür brauchen wir auch Sie: Ihre Spende, Ihr Mitwirken auf Social Media durch konsequentes Melden und Ihre Unterschrift und Bekanntmachung der Petition sind enorme Stützen. Bitte bleiben auch Sie aktiv; nur gemeinsam sind wir gegen Tierleid auf Social Media stark!

Jede Spende zählt

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Nur mit Ihrer Unterstützung können wir mit voller Kraft unserer Forderung Ausdruck verleihen.

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