Unser Einsatz in Tansania, Tag 5 bis 8

In Begleitung der Tierärztin Dr. Tina Lang ist TIERÄRZTE WELTWEIT in Tansania, um Studenten vom College für Tierhaltung und Tiergesundheit weiterzubilden. Lesen Sie hier, wie unser Programm Manager Ruprecht Herbst den Workshop empfindet:

»Tag 1 bis 4

Tag 5 bis 8:

„Nach so viel theoretischem Wissen, das die Studenten in den letzten Tagen gelernt haben, wollen wir dieses auch praktisch anwenden: im Rahmen der mobilen Kliniken.
Unser erster Einsatz findet in Arusha statt, wo die Werbetrommel für unseren Besuch vorab schon ordentlich gerührt wurde. Eingeladen sind vor allem Hundebesitzer, wir wollen die Tiere gegen Tollwut impfen und gegen Parasiten behandeln. Die Studenten arbeiten dabei bereits ausgiebig mit. Berührungsängste gab es von Anfang an keine, obwohl das Risiko von Tollwut allgegenwärtig ist. Insgesamt versorgen die Studenten im Laufe des Tages 100 Hunde. Erst bringen sie sie ins Parasitenbad, dann impfen sie sie.


Am nächsten Tag wiederholen wir einige Themen und führen Tests durch, um sicherzustellen, dass die Grundlagen auch wirklich verstanden worden sind. Dann folgt die Vorlesung zu landestypischen Infektionen.
Als wir über Tollwut ins Gespräch kamen, stellt sich ein katastrophales Unwissen heraus: Auf meine Frage, was sie denn machen würden, wenn sie einen tollwütigen Hund sehen, wissen fast alle nicht, wie sie sich zu verhalten haben. Danach frage ich, was sie nach einem Hundebiss tun würden. Auch hier sind die Antworten erschreckend unbedarft. Wir schwenken spontan also um und fokussieren sie uns den weiteren Tag auf das Thema Tollwut.

Dann steht wieder eine mobile Klinik auf dem Programm. Damit die Studenten auf alle Notfälle vorbereitet sind, haben Dr. Tina Lang und ich noch eine Aufgabe für die Studenten vorbereitet: Sie sollen jeweils am Beispiel eines Tiers (Esel, Rind, Schaf, Ziege, Hühner oder Hund) überlegen, wie diese gehalten werden und was man verbessern kann. Weiterhin sollten typische Wunden, die wichtigsten Parasiten sowie weitere Krankheiten beschrieben werden sowie deren Behandlung. Im Anschluss fahren wir los – in die Berge auf einen kleinen Betrieb mit Eseln, Pferden, Ziegen und Hühnern. Dort arbeiten die Studenten in Gruppen und untersuchen die Tierarten, führen klinische Untersuchungen durch, schneiden die Klauen bei den Ziegen und analysieren die Haltungsbedingungen.
Die Studenten beweisen dabei, dass sie in den letzten Tagen Unmengen an neuem und essentiellem Wissen aufgebaut haben. Sie diskutieren lebhaft über die Diagnosen und Behandlungsmethoden – von Schüchternheit ist keine Spur mehr. Viel mehr sind die Studenten innerhalb der wenigen Tage zu einem tollen, selbstbewussten Team herangewachsen, die sich – wie sie sagen – sehr auf die Zukunft in der Praxis freuen.“


TIERÄRZTE WELTWEIT wird den Einsatz in Tansania wiederholen und im Mai dieselbe Gruppe Studenten weiterbilden. Ziel ist, dass diese ihr Wissen im Anschluss an neue Studenten weitergeben und so langfristig das Tierleid im Land verringert wird.“

Helfen Sie uns dabei, das Programm TIERÄRZTE WELTWEIT weiterzuführen.




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