In Tansania waren wir mit mehreren Soforthilfemaßnahmen gegen die Dürre im Einsatz.

Kapstadt im Ausnahmezustand

Seit mittlerweile drei Jahren leidet die südafrikanische Metropole Kapstadt unter einer extremen Dürre – ein Ausnahmezustand, unter dem Tiere und Menschen leiden.

Hintergrund: Tierhaltung in Südafrika

In Südafrika, wo Armut und Arbeitslosigkeit weit verbreitet sind, setzen viele Menschen ihre Hoffnung in die landwirtschaftlichen Tierhaltung. Doch mit der steigenden Anzahl an Kleinbauern wächst das Leid der Tiere, denn viele Farmer sind nicht mit den Grundbedürfnissen der Tiere vertraut. Gemeinsam mit der ältesten Tierschutzorganisation Südafrikas, der Cape of Good Hope SPCA, vermitteln wir den Tierhaltern in mehrwöchigen Workshops Wissen über die tiergerechte Haltung, damit Missstände und damit verbundenes Tierleid nachhaltig abgewendet werden können.

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Die gefürchtete „Stunde Null“, der Tag, an dem die Wasservorräte der sechs Dämme rund um die Stadt leer sind und die Wasserversorgung für einen Großteil der Bevölkerung abgestellt wird, tritt laut derzeitigen Prognosen im Juli ein. Dies würde bedeuten, dass Wasser an öffentlichen, vom Militär bewachten Ausgabestellen in Höhe von maximal 20 Liter pro Tag und Person ausgegeben wird. Im Vergleich dazu: Wir Deutschen verbrauchen täglich durchschnittlich 120 Liter Wasser.

Auch bei unseren Workshops für Landwirte, die gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Cape of Good Hope SPCA in Blue Downs, einem Vorort von Kapstadt, durchgeführt werden, spielt diese Ausnahmesituation eine große Rolle. Themen wie effizientes Wassersparen, die richtige Lagerung von Wasser sowie präventive Hygienemaßnahmen helfen den Teilnehmern auch in dieser außergewöhnlichen Dürreperiode ihre Tiere angemessen versorgen zu können. Zudem stellen die wöchentlichen Trainings für die Landwirte auch eine Begegnungsplattform dar, auf der sie sich austauschen und so von den Erfahrungen der anderen profitieren können.

Mit vorsichtigem Optimismus wird mittlerweile von einer leichten Entspannung der Situation gesprochen. Das konsequente Wassersparen scheint sich ausgezahlt zu haben. (Stand 27.02.2018) Nichtsdestotrotz müssen nachhaltige Lösungsansätze her, damit die Landwirte, die dort zu den Ärmsten der Armen zählen, ihre Überlebensgrundlage – die Tiere – nicht aufgeben müssen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/suedafrika-dayzero-101.html

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