Sommer 2025:
Tiernothilfe in der Türkei
In der Türkei wüteten über Wochen verheerende Waldbrände in verschiedenen Regionen des Landes. Die Flammen breiteten sich meist rasend schnell aus, zerstören ganze Landstriche und bringen unzählige Tiere in akute Lebensgefahr. Von Beginn der Katastrophe war unsere Partnerorganisation Hayvan Hakları Federasyonu (HAYTAP) unermüdlich im Einsatz, auch unterstützt durch Mittel aus dem WTG-Nothilfefonds.
Die Lage blieb lange angespannt. Kaum war ein Brand unter Kontrolle, flammten in anderen Teilen des Landes bereits die nächsten auf. Unsere Partnerorganisation blieb daher ständig gefordert und musste immer wieder innerhalb kürzester Zeit in betroffene Gebiete aufbrechen. Jeder Ort im Land war potenzieller Einsatzort, überall dort, wo Tiere Hilfe brauchen.

Die Hilfe, die HAYTAP vor Ort leistete, umfasste alles, was im Zusammenhang mit Waldbränden nötig ist:
Sobald ein Brand gemeldet wird, machten sich Teams, bestehend aus Koordinator*innen, tiermedizinischem Personal und freiwilligen Helfer*innen, auf den Weg. Pro Einsatz waren im Schnitt sieben bis zehn freiwillige Helfer*innen sowie ein/e Tiermediziner*in und zwei tiermedizinische Fachkräfte vor Ort aktiv. Unermüdlich setzten sie sich für jedes einzelne Tier ein, das Hilfe benötigt, unter schwierigsten Bedingungen.
Ihr Ziel: so viele Tiere wie möglich vor den Flammen zu retten.

Wo direkte Rettung nicht mehr möglich war , begann die aufwändige Nachsuche in den ausgebrannten Gebieten. Stunde um Stunde durchkämmten die Teams die Aschefelder, um verletzte und traumatisierte Tiere zu finden, medizinisch zu versorgen und in Sicherheit zu bringen.
Die Brände zerstörten nicht nur riesige Waldflächen und damit auch die Lebensräume zahlreicher Wildtiere, sondern unzählige fielen den Flammen zum Opfer.


Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit lag in Siedlungsgebieten und Dörfern, die direkt von den Bränden betroffen sind. Mehrere Orte wurden bislang vorsorglich evakuiert und viele Menschen mussten ihre Häuser in großer Eile verlassen.
Zurück blieben Hunde, Katzen, Hühner, Ziegen und andere Haus- und Nutztiere, die schutzlos den Flammen ausgeliefert waren. Besonders dramatisch war die Situation für Hunde, die in ländlichen Regionen häufig als Wachhunde auf den Grundstücken vor den Häusern leben. Unsere Partnerorganisation HAYTAP fuhr gezielt in diese Dörfer, suchte nach zurückgelassenen oder eingeschlossenen Tieren und brachte sie in Sicherheit. Auch Tiere, die sich aus Angst versteckt haben, wurden behutsam geborgen und medizinisch versorgt.
Für diese Versorgung wurden vor Ort mobile Zeltkliniken eingerichtet. Hier erhielten die Tiere Wasser, Nahrung, Infusionen sowie lebensrettende medizinische Behandlungen. Brandwunden, Rauchvergiftungen und Dehydrierung sind die häufigsten Befunde.
In einzelnen Fällen erhielten Farmtiere, deren Besitzer*innen nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren konnten, die Chance, nach der Erstversorgung in die HAYTAP-eigenen Schutzzentren gebracht zu werden, wo sie dauerhaft sicher verbleiben können.

Die verheerenden Waldbrände in der Türkei bedrohten nicht nur Lebensräume, sondern forderten unzählige tierische Opfer. Nur Dank Ihrer Unterstützung und dem WTG-Nothilfefonds konnten wir gemeinsam dafür sorgen, dass durch die Flammen verletzte und zurückgelassene Tiere gerettet, medizinisch versorgt und in Sicherheit gebracht werden – und ihnen so eine neue Chance auf Leben schenken.
Bitte sichern Sie auch künftig schnelle Hilfe
Nur mit Ihrer Unterstützung können wir schnell handlungsfähig sein und Tieren Hilfe bieten.

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Kontaktieren Sie mich gern:
Stefanie Timm
Leiterin Tierschutzarbeit
Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: projekte@welttierschutz.org
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