Die weiterhin so angespannte Situation im Nahen Osten hat Folgen für alle Länder in der Region und wirkt sich in einem so krisengeplagten Land wie Syrien besonders aus. Angesichts drohender Engpässe auch im tiermedizinischen Bereich haben wir in den vergangenen Wochen die Unterstützung für unsere Partnerorganisation House of Cats Ernesto (HCE) in Idlib weiter ausgebaut. Unter schwierigsten Bedingungen ist das Team vor Ort nahezu täglich im Einsatz – in der Klinik ebenso wie mit mobilen Behandlungen in der Region. So war es möglich, wichtige Medikamente, Anästhetika und tiermedizinische Materialien bereitzustellen und einen Notfallbestand aufzubauen. Das gibt dem Team die Sicherheit, auch in akuten Situationen schnell handeln zu können.
Vor allem aber bedeutet es für viele Tiere eine echte Chance: Verletzungen können versorgt, Krankheiten behandelt und Leben gerettet werden:
„Dutzende Tiere jeden Tag zu behandeln, ihre Genesung zu sehen und sie vor dem Tod zu retten – das ist meine größte Motivation.“
Dies berichtet Dr. Ahmed Al Yousef, einer der Tierärzte unserer Partnerorganisation House of Cats Ernesto. Gleichzeitig geht die Arbeit weit über die akute Versorgung hinaus. Die Tierärzte engagieren sich dafür, Wissen weiterzugeben – an Studierende, Tierhalter*innen und die nächste Generation von Fachkräften. Sie geben ihr Tierschutzwissen weiter, fördern verantwortungsvolle Tierhaltung und tragen dazu bei, Strukturen zu stärken, die langfristig wirken. „Ich wollte Teil einer Mission sein, die nicht nur Krankheiten behandelt, sondern das Leben von Tieren wirklich verbessert.“, beschreibt Dr. Mohammed Abdulkader, ein weiterer Tierarzt seine Motivation. Was diese Arbeit besonders prägt, sind die vielen einzelnen Schicksale, die stellvertretend für die Notlage vieler Tiere in der Region stehen. Eine ältere Hündin mit einem großen Tumor etwa, deren Behandlung zuvor niemand übernehmen wollte:
Das Team entschied sich dennoch für den Eingriff und konnte das Leben der Hündin retten. Heute ist sie wieder bei ihrer Familie. Nicht immer ist vollständige Heilung möglich. Doch auch dann endet die Hilfe nicht: Ein Kater, der durch eine schwere Infektion sein Augenlicht verlor, lebt heute in der Obhut unserer Partner und wird dort weiter versorgt.
Diese Beispiele zeigen, was möglich wird, wenn Hilfe ankommt – und wie viel Kontinuität und Unterstützung für diese Arbeit bedeuten. Denn jeder Einsatz, jede Behandlung und jede Perspektive für ein Tier entsteht durch ein stabiles Fundament an Hilfe vor Ort.
Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, in Syrien dauert der tägliche Einsatz für Tiere unter sehr schwierigen Bedingungen unvermindert an. Viele Tiere sind weiterhin verletzt, geschwächt oder unversorgt und dringend auf Hilfe angewiesen. Durch das Engagement unseres Teams vor Ort können Tiere inzwischen medizinisch behandelt und in akuten Notfällen versorgt werden. Schritt für Schritt entsteht so die Möglichkeit, Leben zu retten und Leid zu lindern – trotz aller Herausforderungen. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die diese Arbeit mit ihrer Spende unterstützen und damit diesen Einsatz möglich machen.
Doch die Not ist weiterhin groß, und täglich melden sich neue Fälle, die dringend Hilfe brauchen. Unterstützen Sie jetzt den WTG-Nothilfefonds und tragen Sie dazu bei, dass die Versorgung für Tiere in Not fortgesetzt werden kann.
Ihre Hilfe zählt!
Bitte spenden Sie für den WTG-Nothilfefonds und ermöglichen Sie die lebensrettende Arbeit:
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