Tierschutz im Weltzukunftsvertrag verankern

Tiere brauchen internationalen Schutz

Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen einen Weltzukunftsvertrag für eine nachhaltige Entwicklung geschlossen. Dieser soll zum Jahr 2030 in allen Mitgliedsstaaten angewendet werden. Bis dahin diskutieren die verantwortlichen Regierungsvertreter jährlich die Umsetzung der insgesamt 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung. In diesem Jahr steht besonders die Bekämpfung von Armut und Hunger auf dem Prüfstand. Tierschutz findet bisher im Weltzukunftsvertrag keine Beachtung.

Weltweit werden Tiere zur Ernährungssicherung eingesetzt. In vielen Projekten spielt dabei das Wohl der Tiere keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Zum Teil werden sogenannte Hochleistungsrassen aus Europa nach Afrika, Asien und Lateinamerika verbracht. Diese Tiere können vor Ort nicht oder nur sehr schwer tiergerecht ernährt werden.

Die ausgewählten Rinder, Hühner, Ziegen und Schafe sind oftmals auch nicht an die regionalen klimatischen Bedingungen angepasst. So leiden sie beispielsweise unter der Hitze und sind anfällig für lokale Krankheitserreger. Zudem werden die neuen Tierhalter nicht ausreichend auf ihre neue Verantwortung vorbereitet und die daraus resultierenden Haltungsfehler führen zu Stress und Krankheiten bei den Tieren.

Die Gesundheit und die tiergerechte Haltung der eingesetzten Tiere sind dabei unmittelbar mit dem Erfolg der Projekte verknüpft: Viele Krankheiten der Tiere können auch auf Menschen übertragen werden und die Gesundheit der Menschen vor Ort gefährden. Tuberkulose, Salmonelleninfektionen und Hepatitis sind nur einige von zahlreichen Beispielen. Geschwächte Tiere können zudem nicht wie vorgesehen eingesetzt werden, wodurch nicht zuletzt auch wirtschaftliche Verluste für die Menschen drohen.

Unsere Forderung an den Entwicklungsminister

Die Welttierschutzgesellschaft fordert, den Tierschutz mit auf die Agenda der Treffen der Vereinten Nationen zu setzen. Überall dort, wo Tiere zur Ernährungssicherung eingesetzt werden, muss auch eine tiergerechte Versorgung gewährleistet sein.

Konkret besteht die Welttierschutzgesellschaft darauf, dass beim Umgang mit Tieren die international anerkannten „Fünf Freiheiten“ der Tiere beachtet werden. Diese sind: die Freiheit von Hunger, Durst und Fehlernährung, die Freiheit von Unbehagen, die Freiheit von Schmerz, Verletzung und Krankheit, die Freiheit von Angst und Leiden und die Freiheit zum Ausleben normalen Verhaltens.

Wir fordern mehr Tierschutz in der Entwicklungspolitik!

Um unserer Forderung noch mehr Gehör zu verschaffen, hatten wir »eine Petition gestartet und innerhalb weniger Wochen über 40.000 Unterstützer gefunden. Das ist ein klares Signal!

Ihre Spende für Nutztiere in Not!

Schon mit 70 Euro tragen Sie die Kosten für ein Erste-Hilfe-Kit, das Tierschutzgruppen in den betroffenen Regionen bereitgestellt wird.

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