Tierleid in den Gemeinschaftsstandards

Was steht in den Gemeinschaftsstandards der einzelnen sozialen Netzwerke?

Die von den Netzwerken definierten Gemeinschaftsstandards sind sehr unterschiedlich. Im Folgenden listen wir die Passagen zu Tieren je Netzwerk auf – sortiert nach Relevanz der Netzwerke, auf Grundlage der Nutzer*innenzahl in Deutschland.

Facebook

  1. Propagieren und Organisieren von Schaden und Verbrechen

Poste keine Inhalte, die in folgende Kategorien fallen: Gewalt gegen Tiere
Absichtserklärung oder Handlungsaufruf zu, Repräsentation, Unterstützung oder Befürwortung von bzw. Darstellung, Zugabe oder Gutheißung von:

  • Körperliche Gewalt gegen Tiere, die von dem Nutzer/der Nutzerin oder ihm/ihr nahestehenden Personen verübt wird.
  • Tierkampfveranstaltungen, einschließlich von einem Dritten begangener Taten

Ausnahmen: Jagd, Angeln, religiöse Opferungen, Zubereitung oder Verarbeitung von Nahrungsmitteln, Schädlinge oder Ungeziefer, Reue bzw. Wiedergutmachung oder Notwehr

  1. Gewaltdarstellungen
    Wir entfernen Inhalte, die Gewalt verherrlichen oder das Leid bzw. die Erniedrigung anderer befürworten, da solche Inhalte ein feindseliges Umfeld schaffen. Wir lassen Gewaltdarstellungen (mit einigen Einschränkungen) zu, wenn sie für bestimmte Themen sensibilisieren bzw. auf Probleme aufmerksam machen.

Folgende Inhalte sind untersagt:

Bilder, die echte Tiere zeigen, welche erkennbar Opfer einer der folgenden Geschehnisse werden und zum Gegenstand von Lächerlichkeit, Verspottung oder sadistischer Bemerkungen gemacht werden (Ausnahme: Tierkampfveranstaltungen oder Tierkämpfe in freier Wildbahn):

  • vorzeitiger Tod
  • schwere Körperverletzung (einschließlich Verstümmelung)
  • körperliche Gewalt von einem Menschen.

Für die folgenden Inhalte wird ein Warnhinweis eingeblendet, damit Betrachter wissen, dass der Inhalt verstörend wirken kann. Diese Inhalte können darüber hinaus nur von Erwachsenen ab 18 Jahren aufgerufen werden:

  • Videos, die zeigen, wie Menschen Tiere töten, wenn kein ausdrücklicher Zusammenhang mit der Herstellung, der Jagd oder der Nahrungsaufnahme, -verarbeitung oder -zubereitung besteht
  • Bilder von Kämpfen unter Tieren, wenn sichtbare Eingeweide oder Verstümmelung von nicht-nachwachsenden Körperteilen gezeigt werden, außer in freier Wildbahn
  • Bilder von Menschen, die lebende Tiere foltern oder missbrauchen
  • Bilder von Tieren mit Wunden oder Schnitten, auf denen Innereien oder Zerstückelungen zu sehen sind, wenn kein ausdrücklicher Zusammenhang mit der Herstellung, Jagd, Tierpräparation, medizinischen Behandlungen, Rettungseinsätzen bzw. Nahrungsaufnahme, -zubereitung oder -verarbeitung besteht oder das Tier bereits gehäutet ist bzw. seine äußere Schicht bereits vollständig entfernt wurde.

Für die folgenden Inhalte wird ein Warnhinweis eingeblendet, damit Betrachter wissen, dass der Inhalt verstörend wirken kann.

  • Bilder von Tieren im rituellen Schlachtkontext, die Zerstückelung oder sichtbare Innereien oder Verkohlung oder Verbrennung zeigen.

Nachzulesen hier: https://www.facebook.com/communitystandards/introduction

  • Problem: Zwar sind die Nutzer*innen über die Gemeinschaftsstandards relativ deutlich dazu aufgerufen, keine Tierleid-Inhalte unterschiedlicher Arten zu veröffentlichen. Geschieht dies doch und werden die Inhalte von anderen Nutzer*innen gemeldet, wird aber von Seiten der Moderator*innen oft nur unzureichend darauf reagiert: In vielen Fällen wird trotz schwerster Tierleid-Darstellung nur ein Warnhinweis und/oder eine Altersbeschränkung vor dem Inhalt eingebunden. Die Inhalte können sich weiter verbreiten.

Instagram

Denke nach, bevor du berichtenswerte Ereignisse postest. Uns ist bewusst, dass viele Menschen Instagram nutzen, um wichtige und berichtenswerte Ereignisse zu teilen. Zu einigen dieser Themen werden möglicherweise auch Bilder mit deutlich sichtbarer Gewalt gezeigt. Da Instagram von so vielen unterschiedlichen Personen- und Altersgruppen genutzt wird, entfernen wir möglicherweise Videos mit hochgradiger drastischer Gewaltdarstellung (Weiterleitung zu Facebook Gemeinschaftsstandards: „13. Gewaltdarstellungen“, siehe oben), um zu gewährleisten, dass Instagram weiterhin ein angemessener Ort für alle Nutzer ist.

Wir können verstehen, dass Menschen diese Art von Inhalten häufig teilen, um Gewalt zu verurteilen oder andere Nutzer dafür zu sensibilisieren oder sie aufzuklären. Wenn du Inhalte zu diesem Zweck teilst, solltest du einen Bildtext zu deinem Foto hinzufügen, um den Betrachter vor der drastischen Gewaltdarstellung zu warnen.

Nachzulesen hier: https://help.instagram.com/477434105621119

  • Problem: siehe Facebook. Die Gemeinschaftsstandards sind im Grunde identisch, Instagram ergänzt aber einige Aussagen, wie z.B. „Wenn du Inhalte zu diesem Zweck teilst, solltest du einen Bildtext zu deinem Foto hinzufügen, um den Betrachter vor der drastischen Gewaltdarstellung zu warnen“. Damit widerspricht das Netzwerk grundsätzlich seinen eigenen Richtlinien und erlaubt Nutzer*innen, Tierleid-Inhalte zu posten. Lobenswert ist, dass sich Instagram mit einigen Organisationen bereits stark für den Arten- und Umweltschutz einsetzt – und Hinweise einblendet, wenn z.B. Inhalte von streng geschützten Tierarten (wie dem Schuppentier) gesucht oder veröffentlicht werden.

 

YouTube

Die folgenden Inhalte dürfen auf YouTube nicht veröffentlicht werden:

  • Inhalte, in denen Tieren absichtlich unnötiges Leid oder Gewalt zugefügt wird
  • Inhalte, in denen Tiere von Menschen zum Kampf ermutigt oder gezwungen werden

Missbrauch von Tieren

Die folgenden Arten von Inhalten sind auf YouTube nicht erlaubt:

  • Hunde- oder Hahnenkämpfe sowie sonstige Videos, in denen menschliche Zuschauer Tiere dazu zwingen, sich anzugreifen; im Rahmen von Tierdokumentationen sind Szenen mit Kämpfen von Tieren in freier Wildbahn allerdings erlaubt  
  • Inhalte ohne pädagogischen, dokumentarischen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Zweck, die unnötiges Leid zeigen
  • Stierkämpfe, bei denen die Tiere verletzt werden (z. B. durch Schwertstiche)
  • Jagd mit illegalen Hilfsmitteln wie Bomben oder Gift

Nachzulesen hier: https://www.youtube.com/howyoutubeworks/policies/community-guidelines/ und  https://support.google.com/youtube/answer/2802008

  • Problem: Die Thematik Tierleid ist zwar sehr deutlich in den Gemeinschaftsstandards enthalten, wird aber durch Begrifflichkeiten wie „absichtlich unnötiges Leid“ schwer greifbar. Zudem wird die Einhaltung der Gemeinschaftsstandards nur unzureichend geprüft, denn YouTube verlässt sich zum einen auf Technologien wie maschinelles Lernen, das Inhalte automatisch erkennen soll und setzt zum zweiten sehr stark auf die proaktive Mitarbeit von Nutzer*innen, die unangemessene Inhalte an Moderator*innen melden sollen. Ein vom Netzwerk gebildetes Expert*innen-Team – das so genannte Trusted Flagger-Programm – hilft zwar dabei, problematische Inhalte zu definieren und ggf. auch die Richtlinien dahingehend anzupassen. Neben Bundeskriminalamt und Medienanstalten sind aber keine Vertreter*innen aus dem Tierschutz dabei.

 

Twitter

Twitter wird dafür genutzt, zu zeigen, was gerade in der Welt passiert. Das Teilen von Bildern und Videos ist ein wesentlicher Bestandteil vieler Unterhaltungen. Manchmal können diese Medien sensible Themen darstellen, inklusive gewalttätiger und nicht jugendfreier Inhalte. Wir sind uns bewusst, dass einige Menschen nicht mit sensiblen Inhalten konfrontiert werden möchten. Aus diesem Grund möchten wir zwar jedem die Möglichkeit bieten, diese Art von Medien zu teilen, aber auch jedem die Möglichkeit bieten, sie zu meiden.

Deshalb ist es nicht erlaubt, gewalttätige, Hass schürende oder nicht jugendfreie Inhalte in hochgradig sichtbaren Bereichen auf Twitter zu veröffentlichen, z. B. in Live-Videos, Profil-, Header- oder Listenbanner-Bildern. Wenn du solche Inhalte auf Twitter teilen möchtest, musst du sie in deinen Account-Einstellungen als sensibel markieren. Auf diese Weise wird vor den Bildern und Videos eine Warnmeldung platziert. Nutzer müssen die Warnung erst bestätigen, bevor sie die Medien sehen können. Dank dieser Funktion erhalten Personen, die keine sensiblen Medien sehen möchten, die Möglichkeit, dies zu vermeiden bzw. sich bewusst dafür zu entscheiden, die Inhalte trotzdem zu sehen.

Unter diese Richtlinie fallen außerdem einige Arten sensibler Medieninhalte, die wir grundsätzlich nicht zulassen, da sie das Potenzial haben, Gewalt zu normalisieren und die Betrachter zu verstören.

Wir unterteilen sensible Medieninhalte in folgende Kategorien:

Drastische Gewalt
Als drastische Gewalt gelten Medien, die Tod, Gewalt, medizinische Eingriffe oder schwere Körperverletzungen in anschaulichen Details darstellen. Einige Beispiele sind u. a.:

  • schwer verletzte oder verstümmelte Tiere

Sinnlose Grauenhaftigkeit
Als sinnlose Grauenhaftigkeit betrachten wir alle Medien, die exzessiv drastische oder grausame Darstellungen von Tod, Gewalt oder schwerer Körperverletzung enthalten. Hierzu gehören auch gewalttätige Inhalte, die mit sadistischer Absicht geteilt werden. Einige Beispiele sind u. a.:

  • Folterung oder Tötung von Tieren. Hinweis: Ausnahmen können für Inhalte im Zusammenhang mit religiösen Opfern, der Nahrungsmittelzubereitung oder -verarbeitung und der Jagd gemacht werden sowie zur Dokumentation oder für pädagogische Zwecke.“

Nachzulesen hier: https://help.twitter.com/de/rules-and-policies/media-policy

  • Problem: Twitter erlaubt es Nutzer*innen nahezu uneingeschränkt, Tierleid-Inhalte in Video- oder Bildformat zu veröffentlichen. Dabei bittet das Netzwerk die Nutzer*innen lediglich, eigenständig einen Warnhinweis über womöglich sensible Inhalte zu setzen. Dass ein*e Nutzer*in gegen Gemeinschaftsstandards verstößt, wird in den meisten Fällen ebenso nur eigenverantwortlich durch andere Nutzer*innen festgestellt und abgemahnt. Erst wenn die Inhalte mehrfach gemeldet wurden, schalten sich Verantwortliche der Netzwerke ein – und verwarnen oder blockieren die oder den Ersteller*in.

 

Whatsapp

Der Instant-Messaging-Dienst Whatsapp ist seit 2014 Teil der Facebook Inc. und weniger ein soziales Netzwerk im ursprünglichen Sinne. Nutzer*innen können Textnachrichten, Bild-, Video- und Ton-Dateien sowie Standortinformationen, Dokumente und Kontaktdaten zwischen zwei Personen oder in Gruppen austauschen. Der Kontakt wird über die Mobilfunknummer der Nutzer*innen hergestellt.

Rechtmäßige und zulässige Nutzung: Du darfst auf unsere Dienste nur für rechtmäßige, berechtigte und zulässige Zwecke zugreifen bzw. sie für solche nutzen. Du wirst unsere Dienste nicht auf eine Art und Weise nutzen (bzw. anderen bei der Nutzung helfen), die:
(a) die Rechte von WhatsApp, unseren Nutzern oder anderen (einschließlich Datenschutz- und Veröffentlichungsrechte, Rechte am geistigen Eigentum bzw. sonstige Eigentumsrechte) verletzt, widerrechtlich verwendet oder gegen sie verstößt;
(b) rechtswidrig, obszön, beleidigend, bedrohend, einschüchternd, belästigend, hasserfüllt, rassistisch oder ethnisch anstößig ist, oder zu einer Verhaltensweise anstiftet oder ermuntert, die illegal oder auf sonstige Weise unangemessen wäre, einschließlich der Verherrlichung von Gewaltverbrechen;
(c) das Veröffentlichen von Unwahrheiten, Falschdarstellungen oder irreführenden Aussagen beinhaltet;
(d) jemanden nachahmt;
(e) das Versenden illegaler oder unzulässiger Mitteilungen wie Massennachrichten, Auto-Messaging, Auto-Dialing und dergleichen umfasst; oder
(f) eine nicht-private Nutzung unserer Dienste beinhaltet, es sei denn, dies wurde von uns genehmigt.“

Nachzulesen hier: https://www.whatsapp.com/legal/#terms-of-service

  • Problem: Es gibt keine klaren Gemeinschaftsstandards, denen Nutzer*innen zustimmen müssen, sondern stattdessen nur Nutzungsrichtlinien, die aber kaum auf Details eingehen. Entsprechend findet – so gibt auch die Datenschutzbestimmung Auskunft – auch keine Prüfung der Inhalte statt. Nutzer*innen sind nur selbst in der Lage, andere Nutzer*innen zu blockieren. Gegen die verbreitenden Inhalte wird (mit Ausnahme Urheberrechtsverletzungen, die explizit dem Netzwerk zu melden sind) nicht vorgegangen.

Telegram

Alle Telegram- und Gruppen-Chats sind die Privatsache der jeweiligen Nutzer und wir nehmen keine Anfragen dazu an, diese zu bearbeiten.

Sticker-Pakete, Kanäle und Bots sind jedoch öffentlich zugänglich. Wenn du also Sticker Pakete oder Bots findest, die du als illegal betrachtest, schreib uns bitte per E-Mail.

Zum Beispiel können wir Sticker, die Rechte an geistigem Eigentum verletzen oder Porno-Bots offline nehmen. Das bedeutet nicht, dass dies im Zusammenhang mit den lokalen Beschränkungen der Redefreiheit geschieht. Wenn zum Beispiel Kritik an der Regierung in irgendeinem Land verboten ist, ist Telegram keinesfalls ein Teil solcher politisch motivierten Zensur. Dies verstößt gegen die Grundsätze unserer Gründer. Terroristische (z.B. ISIS-bezogene) Bots und Kanäle werden von uns blockiert, jedoch werden wir keinesfalls Nutzer daran hindern, auf friedliche Weise alternative Meinungen zum Ausdruck zu bringen.

(…)

Terms of Service

Wenn Sie sich für Telegram registrieren, akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen und erklären sich damit einverstanden, Folgendes nicht zu tun:

  • Das Nutzen unseres Services, um Spam- oder Betrugsbenutzer zu senden.
  • Die Förderung von Gewalt auf öffentlich sichtbaren Telegrammkanälen, Bots usw.
  • Das Veröffentlichen von illegalen pornografischen Inhalten auf öffentlich zugänglichen Telegrammkanälen, Bots usw.

Nachzulesen hier: https://telegram.org/faq#f-was-ist-telegram-was-kann-man-hier-machen und hier: https://telegram.org/tos

  • Problem: Telegram ist zwar – verglichen mit anderen sozialen Netzwerken – aus Datenschutzsicht ein sicherer Raum für den Austausch. Doch das hat auch eine Schattenseite: Die Nutzer*innen fühlen sich in dem Messaging-Dienst anonymer und hat sich zuletzt zu einer Plattform für viele Rechtsradikale entwickelt. Mit den nur vagen formulierten Richtlinien und keinerlei expliziten Erwähnung von Tierleid besteht zudem auch bei Telegram das Problem, dass Nutzer*innen diese Inhalte ungehindert teilen können. Telegram betont unterdessen, dass es ganz bewusst nicht gegen Inhalte in privaten Chats und Gruppen unter 200.000 Teilnehmer*innen vorgehen wolle. Die vorhandene Meldefunktion scheint somit unnötig.

 

TikTok

Gewalttätige und explizite Inhalte: Inhalte mit übermäßig brutalen oder schockierenden Darstellungen sind verboten, insbesondere wenn diese extreme Gewalt oder extremes Leid fördern oder verherrlichen. Wir machen unter bestimmten Umständen Ausnahmen, beispielsweise bei berichtenswerten Inhalten oder um Menschen für bestimmte Themen zu sensibilisieren. Sollten wir eine echte Gefahr von Gewalt oder Bedrohung der öffentlichen Sicherheit feststellen, entfernen wir das Konto und arbeiten gegebenenfalls mit den zuständigen Justizbehörden zusammen.

Gewalttätige und explizite Inhalte: Tiere
Nicht erlaubt sind

  • Inhalte, die unnötig schockierend, grausam oder übermäßig explizit sind. Dies umfasst unter anderem, aber nicht nur
  • Darstellungen einer Schlachtung echter Tiere
  • Darstellungen von abgetrennten, verstümmelten, verkohlten oder verbrannten tierischen Überresten
  • Darstellungen von Tierquälerei.

Nachzulesen hier: https://www.tiktok.com/community-guidelines?lang

  • Problem: TikTok hält sich in den Gemeinschaftsstandards zwar relativ kurz, benennt Tierleid-Inhalt aber explizit. Als einziges Netzwerk verbietet es klar und deutlich die Darstellung von Tierquälerei, geht dabei aber unserer Meinung nach trotzdem nicht weit genug und wenig ins Detail der verschiedenen Formen von Tierleid. Zudem werden Inhalte, die gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen, meist erst auf aktives Zutun von anderen Nutzer*innen gemeldet und erst dann gelöscht.

 

Snapchat

In einigen Fällen werden wir keine Schritte gegen Inhalte unternehmen, wenn diese berichtenswert sind und sich auf politische, gesellschaftliche oder andere allgemeine Belange unserer Gemeinschaft beziehen, vorausgesetzt, die berichtenswerten Inhalte sind faktenbasiert.

Bedrohungen, Gewalt und Zufügung von Schäden

Das Ermuntern zu Gewalttaten auf Snapchat ist verboten. Drohe niemals einer Person, einer Gruppe von Menschen oder dem Eigentum anderer Schaden an. Snaps mit Gewaltdarstellungen oder grundloser Gewalt sind nicht erlaubt. Wir erlauben keine positive Darstellung von Selbstschädigung, darunter auch Selbstverletzung oder Essstörungen.

Illegale Inhalte

Nutze Snapchat nicht für illegale Aktivitäten, etwa zum Kauf oder Verkauf illegaler Drogen, zum Schmuggeln, zum Verkauf gefälschter Artikel oder illegaler Waffen. Wir verbieten die Bewerbung und Nutzung bestimmter reglementierter Güter sowie die Darstellung oder Bewerbung krimineller Aktivitäten.

Nachzulesen hier: https://www.snap.com/de-DE/community-guidelines

  • Problem: In den Gemeinschaftsstandards von Snapchat spielt Tierleid keine Rolle. Sie sind insgesamt sehr kurz gefasst und benennen lediglich große Thematiken wie Terrorismus, Suizide und den Verkauf von illegalen Produkten wie Waffen oder Drogen. Einem Sicherheitsteam kann man Inhalte jederzeit melden, da aber keinerlei Tierleid-Inhalte verboten sind, ist unwahrscheinlich, dass auf diese reagiert wird.

LinkedIn

Wir lassen keine Einzelpersonen oder Gruppen zu, die Gewalt, Sachschäden oder organisierte kriminelle Aktivitäten ausüben oder fördern. Sie dürfen unsere Dienste nicht zur Unterstützung solcher Einzelpersonen oder Gruppen nutzen, oder um Inhalte zu veröffentlichen oder unsere Dienste anderweitig zu nutzen, um zu Gewalt anzustiften oder diese zu verherrlichen.

Schädliche Inhalte und schockierendes Material
Wir erlauben keine expliziten oder andere Inhalte, die andere schockieren oder demütigen sollen. Wir dulden keine Aktivitäten zur Anstiftung, Organisierung, Darstellung oder Durchführung krimineller Aktivitäten. Des Weiteren dulden wir keine Inhalte, die zur Herstellung von Waffen, Drogenmissbrauch, Androhung von Gewalt oder Diebstählen anstiften sollen oder diese Sachverhalte darstellen. Inhalte oder Aktivitäten, mithilfe derer zum Suizid oder zu jeglicher Art von Selbstverletzung wie Selbstverstümmelung und Essstörungen aufgerufen wird, sind ebenfalls nicht gestattet. Wenn Sie Anzeichen dafür sehen, dass jemand eine Selbstverletzung in Betracht zieht, melden Sie dies bitte.

Nachzulesen hier: https://www.linkedin.com/help/linkedin/answer/89880?trk=microsites-frontend_legal_user-agreement&lang=de

  • Problem: LinkedIn benennt relativ deutlich, dass es keine gewaltverherrlichenden Inhalte dulde und bittet Nutzer*innen darum, diese umgehend zu melden. Tierleid spielt dabei aber keine Rolle und so gibt es bei der Meldefunktion keine Kategorie, die entsprechenden Tierleid-Inhalt definieren würde. Stattdessen gibt es „beleidigende“, „pornografische“ oder „Rechte verletzende“ Inhalte, die von den Netzwerken verfolgt würden.

 

XING

 4.1. c) Es ist dem Nutzer insbesondere Folgendes untersagt: …

Verwendung pornografischer, gewaltverherrlichender, missbräuchlicher, sittenwidriger oder Jugendschutzgesetze verletzende Inhalte oder Bewerbung, Angebot und/oder Vertrieb von pornografischen, gewaltverherrlichenden, missbräuchlichen, sittenwidrigen oder Jugendschutzgesetze verletzende Waren oder Dienstleistungen.“

Nachzulesen hier: https://www.xing.com/terms

  • Problem: Die Gemeinschaftsstandards sind für alle Themen nur angerissen und insgesamt sehr ungenau formuliert. So verwundert es nicht, dass auch Tierleid keine Rolle spielt. Nutzer*innen können anstößige Inhalte zwar melden, erfahrungsgemäß reagiert XING aber viel zu spät darauf

 

Pinterest

Pinterest ist kein Ort für antagonistische, explizite, falsche oder irreführende, schädliche, hasserfüllte oder gewaltverherrlichende bzw. gewalttätige Inhalte oder Verhaltensweisen. Wir behalten uns vor, solche Inhalte zu entfernen bzw. ihre Verbreitung einzuschränken und Konten, Einzelpersonen, Gruppen und Domains, die solche Inhalte erstellen oder verbreiten, zu löschen bzw. zu sperren. Wir bestimmen, ob Inhalte eingeschränkt oder entfernt werden sollten, je nachdem, wie viel Schaden sie verursachen.

Pinterest erlaubt keine gewalttätigen Pins, die unentgeltlich oder zur persönlichen Unterhaltung geteilt werden. Wenn du solche Inhalte auf Pinterest entdeckst, melde sie uns.

Nachzulesen hier: https://policy.pinterest.com/de/community-guidelines

  • Problem: Das Netzwerk fokussiert sich wie Flickr auf die Darstellung einzelner Bilder in Kategorien. Dabei könnte es je nach Thema sehr spezielle Anforderungen in den Gemeinschaftsstandards stellen – zumal Tiere eines der beliebtesten Themen ist. Doch Tierleid bleibt in den sogenannten Nutzungsbedingungen unerwähnt und somit nicht verboten. Den Nutzer*innen wird sehr viel Eigenverantwortung auferlegt. So werden diese angeleitet, Ersteller*innen von Inhalten, die nicht gefallen, zu entfolgen oder diese zu blockieren. Diese Schritte aber ändern nichts am Vorhandensein des dargestellten Tierleid-Inhalts.

 

Twitch

Während der Verwendung unserer Services müssen alle geltenden Gesetze auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene eingehalten werden. Sämtliche Inhalte oder Aktivitäten, die illegale Handlungen umfassen, fördern oder anbieten oder zu diesen auffordern, sind untersagt.

Gewalt und Bedrohungen: Gewalttaten sowie Gewaltandrohungen werden ernst genommen und als nicht tolerierbare Verstöße betrachtet. Sämtliche Konten, die in Verbindung mit solchen Aktivitäten gebracht werden, werden umgehend dauerhaft gesperrt. Dazu gehören unter anderem die folgenden Verhaltensweisen, (wie z.B.) der Versuch oder Androhung, andere körperlich zu verletzen oder zu töten. 
Hasserfülltes Verhalten und Belästigung: Jegliches hasserfülltes Verhalten wird als nicht tolerierbarer Verstoß betrachtet. Sämtliche Konten, die in Verbindung mit derartigem Verhalten gebracht werden, werden mit verschiedenen Maßnahmen gehandhabt, bis hin zur dauerhaften Sperrung.
Extreme Gewalt, Splatter oder anderes anstößiges Verhalten: Inhalte, die sich vornehmlich auf das extreme und grundlose Vergießen von Blut sowie auf Gewalt konzentrieren, sind untersagt.
In welchem Umfang bin ich für meine Community verantwortlich?
Creators sind Vorbilder und Leiter der Community, die sie erstellen oder pflegen. Creators sollten die Konsequenzen ihrer Äußerungen und der Handlungen ihrer Zuschauer bedenken; wir bitten dich darum, dich aufrichtig zu bemühen, jegliche Versuche von Community-Mitgliedern, andere zu belästigen, zu unterdrücken.

Nachzulesen hier: https://www.twitch.tv/p/de-de/legal/community-guidelines/

  • Problem: Twitch.tv verweist in seinen Gemeinschaftsstandards explizit darauf, dass „alle gelten Gesetze eingehalten werden müssen“. Darunter fällt auch das Tierschutzgesetz, das folgend aber nicht noch einmal im Detail genannt wird. Auch wird die Gewalt gegen Tiere oder die Darstellung von Tierquälerei nicht als verboten deklariert. Weiter wird aber insbesondere an die so genannten „Creator“, also die Inhalte-Ersteller*innen appelliert, sich an geltende Gesetze zu halten.  Eine Meldefunktion wird angeboten – inwiefern die Prüfung der eingehenden Meldungen erfolgt, ist uns bis dato nicht bekannt.

 

Flickr

Lade keine verbotenen oder illegalen Inhalte hoch. Dies bezieht sich unter anderem auf Missbrauch von Drogen, Sodomie und Terrorismus. Wenn wir feststellen, dass jemand diese Regeln nicht beachtet, wird der entsprechende Account gelöscht und wir unternehmen ggf. weitere Maßnahmen, auch polizeiliche Anzeige.

Nachzulesen hier: https://www.flickr.com/help/guidelines

  • Problem: Insgesamt bleibt Flickr sehr vage in seinen Gemeinschaftsstandards. Lediglich Sodomie wird explizit genannt, darüber hinaus erfolgen keine weiteren Hinweise zu Tierleid. Als Plattform zur Verbreitung von Bildern und Fotografie sollte – ähnlich wie auch bei Pinterest beanstandend – deutlich detailreicher die Verbreitung von Tierleid-Inhalten definiert und verboten werden.

 

Vimeo

Sie dürfen keine Inhalte einreichen, die: Tierquälerei oder extreme Gewalt gegen Tiere zeigen;

Bestimmte Inhaltstypen darfst du nicht hochladen: Keine Videos, die gewalttätige Handlungen, extreme oder reale Gewalt, Selbstverletzungen oder Tierquälerei zeigen oder verherrlichen. https://vimeo.com/help/guidelines In der Regel entfernen Vimeo-Moderatoren Videos, die zeigen, dass Tiere gefoltert oder getötet werden oder schockierende, ekelhafte oder grausame Bilder zeigen.

Das heißt (aber auch), dass Vimeo versteht, dass es Videos geben kann, die sich kritisch und nachdenklich mit diesen Themen auseinandersetzen. Videos, die über reale Situationen berichten, enthalten manchmal notwendigerweise einige grafische oder gewalttätige Szenen. Kontext ist wichtig, und dokumentarische oder journalistische Videos haben einen größeren Spielraum, wenn es darum geht, Gewalt oder die Folgen von Gewalt darzustellen. Um zu vermeiden, entfernt zu werden, sind Videos mit diesen Elementen möglicherweise nicht sensationell, ausbeuterisch oder unentgeltlich. Sie müssen auch mit einer "Reife"-Inhaltsbewertung gekennzeichnet sein.

Nachzulesen hier: https://vimeo.com/terms

  • Problem: Vimeo nennt sehr explizit Tierleid und Tierquälerei als verbotene Inhalte. Inwiefern die Einhaltung der Gemeinschaftsstandards von Seiten des Netzwerkes aber sichergestellt werden, ist unklar. Zudem sind Nutzer*innen angehalten, Videos durch ihre Bewertungen zu klassifizieren. So könnten Tierleid-Inhalte zwar relativ schnell entlarvt werden, wie lange das Netzwerk dann aber braucht, um (und auch in welchem Maße) zu reagieren, ist unklar. 

 

Tumblr

Dafür ist Tumblr nicht gemacht für: Gewalttätige Inhalte und Bedrohungen, Blut und Verstümmelung.

Poste keine Inhalte, die Gewaltandrohungen gegen Einzelpersonen oder Gruppen beinhalten - dazu gehört auch die Androhung von Diebstahl, Sachbeschädigung oder finanzielle Schädigung. Poste keine gewalttätigen oder blutigen Inhalte, nur um zu schockieren. Präsentiere keine Verstümmelungen oder Misshandlungen von Menschen und Tieren (auch keine Sodomie) oder ihren Leichen.

Poste keine Inhalte, die Gewalt schüren oder Gewalttaten oder Gewalttäter glorifizieren.

Blut, Verstümmelungen und Sodomie: Poste keine blutigen Inhalte, nur um der Schockwirkung willen. Präsentiere keine Verstümmelungen oder Misshandlungen von Menschen und Tieren oder ihren Leichen.

Nachzulesen hier: https://www.tumblr.com/policy/de/community

  • Problem: Auch Tumblr nennt sehr explizit Tierleid und geht dabei vergleichsweise stark ins Detail. Gleichzeitig bleiben Inhalte, die schwerstes Tierleid zeigen unserer Recherche nach zu lange online. 

reddit

Reddit fasst die Gemeinschaftsstandards der Plattform in acht Regeln zusammen. Die erste Regel bezieht sich auf Gewalt:

  1. Regel

Denk an den Menschen. Reddit ist ein Ort, um Gemeinschaft und Zugehörigkeit zu schaffen, nicht um marginalisierte oder gefährdete Gruppen anzugreifen. Jeder hat das Recht Reddit ohne Belästigung, Mobbing und Androhung von Gewalt zu nutzen. Communities und Benutzer, die zu Gewalt anstacheln oder Hass aufgrund ihrer Identität oder Verwundbarkeit fördern, werden verboten.

In der Subkategorie „Gewalt“, spezifiziert Reddit sich diesbezüglich:

Veröffentlichen Sie keine Inhalte, die eine Person oder eine Gruppe von Personen ermutigen, verherrlichen, aufstacheln oder zu Gewalt oder körperlichem Schaden aufrufen. Veröffentlichen Sie ebenfalls keine Inhalte, die den Missbrauch von Tieren verherrlichen oder fördern. Wir wissen, dass es manchmal Gründe gibt, gewalttätige Inhalte zu veröffentlichen (z. B. pädagogisch, aktuell, künstlerisch, satirisch, dokumentarisch usw.). Wenn Sie also etwas gewalttätiges veröffentlichen möchten, das nicht gegen diese Bedingungen verstößt, stellen Sie sicher, dass Sie den Kontext angeben dem Betrachter ist also der Grund für die Veröffentlichung klar.

Nachzulesen hier: https://www.redditinc.com/policies/content-policy

  • Problem: Zwar erwähnt Reddit Tierleid, jedoch nur, wenn man durch weiteres Recherchieren der Richtlinien auf eine Subkategorie klickt. In dem Hauptteil der Gemeinschaftsstandards findet Tierleid keine Erwähnung und im Zusammenhang mit Gewalt werden die Nutzer*innen dazu aufgerufen explizit „an den Menschen“ zu denken. Des Weiteren geht Reddit auch in dem Teil, in dem Tierleid erwähnt wird, nicht genug ins Detail. Somit bleibt es den Nutzer*innen überlassen, festzulegen, wann es sich um Missbrauch von Tieren handelt – und wann nicht.

Zudem werden Inhalte, die gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen, oftmals nur nach wiederholtem Melden von besorgten Nutzer*innen gelöscht, in vielen Fällen wird gar nicht reagiert.

 

Clubhouse

Clubhouse was designed to be a space for authentic conversation and expression—where people can have fun, learn, make meaningful connections, and share rich experiences with others around the world. Below are a few guiding principles that we believe are important.

  • Be yourself. The authenticity of Clubhouse begins with the people.
  • Be respectful. This applies to every person, at all times.
  • Be inclusive. Tolerate, welcome, and consider diverse people and perspectives.
  • Build empathy and understanding. Engage in debates that are in good faith.
  • Foster meaningful and genuine connections. This is what Clubhouse is all about.

Please note that these principles are intended to be high-level guidelines only. If you’re interested in knowing what can get people kicked off Clubhouse, please see the Rules sections below.

Rules

When you use Clubhouse, you agree to abide by the following rules at all times. You also agree not to encourage others to violate these rules. The latter is taken seriously and can also result in removal from the Service.

  • You must use a real name and identity on the service.
  • You must be at least 18 years of age to use Clubhouse (or older if required by your country).
  • You may not engage in abuse, bullying, or harassment of any person or groups of people.
  • You may not discriminate against, engage in hateful conduct directed at, or threaten violence or harm against any person or groups of people.
  • You may not share, threaten to share, or incentivize the sharing of other people's private information without their prior permission.
  • You may not transcribe, record, or otherwise reproduce and/or share information obtained in Clubhouse without prior permission.
  • You may not engage in any conversations or upload any content that violates any intellectual property or other proprietary rights.
  • You may not spread false information or spam, or artificially amplify or suppress information.
  • You may not share or promote information (or synthetic or manipulated media) that is intended or likely to cause harm to any person or groups of people, including minors.
  • You may not use the service for the purpose of conducting any unauthorized or illegal activities.

nachzulesen hier: https://www.notion.so/Community-Standards-461a6860abda41649e17c34dc1dd4b5f

  • Problem: Tierleid wird in den Gemeinschaftsstandards von Clubhouse gar nicht erwähnt, somit verstoßen Tierleid-Inhalte nicht gegen die Richtlinien. Außerdem geriet die Plattform zuletzt vermehrt in die Kritik, da die Moderator*innen bei Meldungen von Rassismus und Sexismus nicht entschieden genug eingeschritten sind. Bei dem Thema Tierleid wird dies nicht anders sein.

Wir von der Welttierschutzgesellschaft fordern die sozialen Netzwerke auf, die Darstellung von Tierleid zu stoppen!

Es ist zwingend notwendig, dass die sozialen Netzwerke konsequent prüfen, ob das dargestellte Tierleid dokumentarische oder informative Zwecke im Sinne der Aufklärung über Missstände (so von Organisationen und Medien genutzt) erfüllt. Ist der entsprechende Kontext nicht gegeben, müssen die Inhalte unwiderruflich gelöscht werden.

Wir fordern die sozialen Netzwerke auf,

  • ihre Gemeinschaftsstandards umfassend um die Thematik Tierleid zu ergänzen, zu deren Einhaltung sich Nutzer*innen mit ihrer Registrierung und Profilerstellung verpflichten müssen, und
  • dies auch konsequent zu überprüfen. Bei Verstößen müssen sie sicherstellen, dass keine weitere Verbreitung des Inhaltes – durch andere und die oder den Ersteller*in – möglich ist.

Jetzt unterschreiben!

Bitte liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, setzen Sie sich mit uns für ein Stopp von Tierleid-Inhalten in sozialen Netzwerken ein – unterzeichnen Sie die Petition und stärken Sie unsere Forderung mit Ihrer Stimme!

Jetzt unterschreiben!

FAQ – weitere Informationen zu den Gemeinschaftsstandards

Wie wird die Einhaltung dieser Gemeinschaftsstandards überprüft?

So unterschiedlich die Gemeinschaftsstandards, so unterschiedlich auch die Sicherstellung, dass diese eingehalten werden. Darüber finden sich teilweise auch Informationen in den Gemeinschaftsstandards der Netzwerke (siehe vorherige Antwort). So berichten einige wenige Netzwerke, dass sie weltweit Teams mit unterschiedlichen Länder- oder Sprachfoki einsetzen, die rund um die Uhr Inhalte auf Einhaltung der Gemeinschaftsstandards prüfen (siehe https://www.facebook.com/notes/facebook-app/was-passiert-nach-anklicken-von-melden/452825074730336/). Andere Netzwerke äußern sich gar nicht über ihre internen Abläufe. Meist ist Nutzer*innen hier aber bekannt, dass sie kaum oder gar nicht reagieren oder erst auf aktives Zutun der Nutzer*innen handeln. Das heißt, dass sie nicht eigeninitiativ die Einhaltung überprüfen, sondern nur reagieren, wenn Nutzer*innen sie auf den vermeintlich verstoßenden Inhalt Aufmerksamkeit machen – siehe YouTube, Twitter und TikTok. Wieder andere setzen mittlerweile Technologien wie künstliche Intelligenz bei der Erkennung von anstößigen Inhalten ein. Erkennt die Technologie beispielsweise rohe Gewalt oder zu viel Nacktheit, wird der Inhalt automatisch deaktiviert. Die oder der Ersteller*in erhält dann eine Mitteilung und kann Einspruch einlegen. Erst in Reaktion auf den Einspruch wird ein*e Mitarbeiter*in des Netzwerkes in den Fall eingebunden.

Was passiert bei Verstößen gegen die Gemeinschaftsstandards?

Auch Verstöße werden von den verschiedenen Netzwerken sehr unterschiedlich geahndet. Einige sprechen bei einem ersten Verstoß eine Verwarnung aus und schränken bei erneuter Missachtung die Rechte der oder des Nutzers*in ein – zum Beispiel, in dem ihr oder ihm das Veröffentlichen für eine bestimmte Zeit verboten wird. Andere Netzwerke reagieren mit der Löschung des Beitrags, wieder andere mit kompletter Sperre des Nutzer*innen-Profils.

In besonders schweren Fällen (zum Beispiel dargestellten Suizidversuchen, Terrorismustaten oder Pornografie) leiten die Moderator*innen einiger Netzwerke Schritte ein, leiten die Inhalte also an staatliche Behörden weiter oder nehmen Kontakt zur*zum Ersteller*in auf (siehe am Beispiel Facebook: https://netzpolitik.org/2019/exklusiver-einblick-so-funktionieren-facebooks-moderationszentren/#vorschaltbanner).

Darüber hinaus wird allen Nutzer*innen in allen Netzwerken ermöglicht, Personen, Gruppen oder Seiten zu blockieren und somit sicherzustellen, dass ihr oder ihm deren Inhalte nicht mehr angezeigt werden.

Wenn es Ihnen möglich ist, unterstützen Sie unsere Kampagnen- und Projektarbeit bitte mit einer Spende. Diese ermöglichen es uns, den Tieren weltweit lebensrettende Hilfe leisten zu können. 

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Wir sind mit unseren Partnern in mehr als 25 Ländern weltweit im Einsatz, um notleidenden Tieren – Streunerhunden und -katzen, Nutztieren wie Eseln und Rindern sowie Wildtieren – Hilfe zu leisten. Bitte ermöglichen Sie diese Arbeit – mit Ihrer Spende.

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Zum Weltfaultiertag machen wir auf das tragische Schicksal vieler Faultiere aufmerksam. Denn nicht mehr nur der schwindende Lebensraumverlust… Weiterlesen »

#Challenges – Wie sich Tierleid in den sozialen Netzwerken verbreitet!

Wie wichtig unsere Forderung für ein Stopp des Tierleids in den sozialen Netzwerken ist, zeigt sich an den… Weiterlesen »

Qualzucht im Fokus: Teacup-Hunde

Hunde so klein, dass sie als ausgewachsene Tiere in eine Teetasse (engl. Teacup) passen. Fast alle leiden unter… Weiterlesen »