TIERÄRZTE WELTWEIT in Uganda

Wissen, das Leben rettet

Im Rahmen des Bildungsprogramms TIERÄRZTE WELTWEIT verbessern wir in Uganda die Ausbildung von Paravets (Fachkräfte für Tiergesundheit) und Tierärzten insbesondere im Bereich Tierschutz - in Theorie und Praxis.

Hintergrund: Uganda, Afrika

Hauptstadt: Kampala
Fläche: 241.040 km²
Einwohner: Ca. 34,5 Millionen
Amtssprache: Englisch und Swahili
ca. 68 Millionen Nutztiere, davon
Rinder: 14.36 Million
Ziegen: 15.31 Million
Schafe: 4.307 Million
Schweine: 4.037 Million
Geflügel: 46.29 Million
Von den rund 670 registrierten Tierärzten praktizieren nur wenige
Etwa 1.500 meist nur unzureichend ausgebildete Paravets

Endlich Hilfe für die Tiere

Vor allem in den ländlichen Gebieten Ugandas sind Paravets die einzige Chance auf Versorgung für die vielen Millionen Nutz- und Haustiere. Doch ihre Ausbildung ist im Bereich des Tierschutzes nur unzureichend, zudem sammeln sie während ihrer Ausbildung nur wenige oder gar keine praktischen Erfahrungen.
Auch den wenigen ugandischen Tierärzten, die vorrangig administrative Aufgaben, wie z. B. die Seuchenbekämpfung, das Hygienemanagement sowie die Kontrolle der Tiermärkte übernehmen, mangelt es an Kenntnissen, denn im Rahmen ihrer universitären Ausbildung findet das Thema Tierschutz kaum Beachtung.

Gemeinsam mit unseren Partnern Bam Animal Clinics (BAM) sowie dem College für Veterinärmedizin und Biosicherheit (COVAB) der Makerere Universität in Kampala schließen wir die Lücken. Wir vermitteln Paravets im Rahmen von Fortbildungsworkshops das fehlende Wissen. Studenten haben die Möglichkeit durch Vorlesungen und Praxismodule Kenntnisse im Bereich Tierschutz zu erwerben.

Paravets erhalten Weiterbildung im Bereich Tierschutz

Fortbildungen für Paravets

Seit dem Beginn unseres Einsatzes in Uganda 2016 führen wir, gemeinsam mit BAM, regelmäßig Workshops für Paravets durch und sorgen so für die Verbesserung der tiermedizinischen Versorgung zahlreicher Haus- und Nutztiere. Jeder Paravet ist für ca. 6.000-8.000 Tiere verantwortlich. Es ist daher besonders wichtig, dass sie auch im Bereich Tierschutz über fundierte Kenntnisse und praktische Fertigkeiten verfügen. Durch ihre regelmäßige Interaktion in den Gemeinden spielen die Paravets als „Berichterstatter“ für die Amtstierärzte zudem eine grundlegende Rolle beim Monitoring von Krankheiten und der Verhinderung von Ausbrüchen von Tierseuchen.

Aktuell entsteht ein umfangreiches Konzept zur Fortbildung bereits praktizierender Paravets. Dieses sieht vor, Tierärzte als Trainer für Fortbildungen auszubilden, die dann wiederum die in ihren Regionen arbeitenden Paravets in regelmäßigen theoretischen und praktischen Tierschutz-Workshops schulen. Langfristig könnten von einem solchen Fortbildungskonzept Millionen Nutz- und Haustiere profitieren.

Tiermedizinischer Praxisworkshop für Studenten in Uganda

Vorlesungen und Praxismodule für Studenten

Auch in der Ausbildung der ugandischen Tierärzte und Tiergesundheitsexperten von morgen findet die Tierschutzkomponente noch zu wenig Beachtung. Es fehlt sowohl an Hochschullehrern mit Fachkenntnissen in diesem Bereich als auch an Vorlesungsmaterialien und Übungseinheiten.
Gemeinsam mit Dr. Paul Ssuna, der als promovierter Tierarzt im zentralen Analytiklabor für Tierkrankheiten mit der Makerere Universität in Kampala zusammenarbeitet, ist es unser Ziel, die Entscheidungsträger der Hochschulen davon zu überzeugen, wie wichtig Tierschutz in der Ausbildung ist und das Thema fest im Curriculum zu verankern.

TIERÄRZTE WELTWEIT hat deshalb 2017 zwei erste, sehr erfolgreiche Workshops für Studenten der Tiermedizin sowie der Studiengänge Tierproduktion, Wertschöpfungskette und Wildtiermanagement am COVAB durchgeführt. Mittlerweile wird dieses Angebot von unseren Partnern vor Ort selbstständig organisiert und durchgeführt. Langfristig wollen wir die Hochschule dabei unterstützen, die notwendigen personellen und strukturellen Voraussetzungen zu schaffen, dass Vorlesungen und Praxiseinheiten zum Thema Tierschutz erfolgreich umgesetzt werden können. Hierfür müssen unter anderem Hochschullehrer entsprechend geschult werden. Wir versuchen, diese für das Thema zu begeistern und sie dazu zu bewegen, in den entsprechenden Gremien für ein neues Modul zu kämpfen.

Ihre Ansprechpartnerin für Fragen:

Karin Siegmund
Geschäftsführerin der Welttierschutzstiftung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ks@welttierschutz.org