Impfen fürs Leben

Die großangelegte Impfkampagne gegen Tollwut konnte auch im zweiten Jahr erfolgreich beendet werden. Wir sind unserem Ziel, die malawische Hauptstadt Lilongwe komplett von dem tödlichen Virus befreien, einen großen Schritt näher gekommen.

Eine der größten Gefahren im afrikanischen Malawi stellt nach wie vor die Tollwut dar – für Tier und Mensch. Denn schon ein Biss genügt, um die tödliche Krankheit auf den Menschen zu übertragen. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation der Lilongwe Society for the Protection and Care of Animals (LSPCA) und dem Landwirtschaftsministerium Malawis konnten wir 2016 an den »Erfolg der Impfkampagne von 2015 anknüpfen und wieder rund 30.000 Hunde erst- oder nachimpfen sowie 181.435 Kinder über das Tollwutvirus informieren.

Impfen, was das Zeug hält

Bereits Anfang Juli war es so weit und die Regierung eröffnete die Kampagne von offizieller Seite. In den ersten Wochen stand die Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung im Vordergrund. Da sich in dem afrikanischen Land zumeist die Kinder um die Versorgung der Hunde kümmern und sie somit der Gefahr, von einem infizierten Hund gebissen zu werden, am stärksten ausgesetzt sind, mussten vor allem sie über das Virus informiert werden. Das dafür zuständige 32-köpfige Team unserer Partnerorganisation LSPCA besuchte in diesem Zuge täglich zahlreiche Schulen. Bereits in der ersten Woche konnten unglaubliche 36.000 Kinder an 64 Schulen erreicht werden. Letztlich ergaben die Zählungen, dass über 180.000 Kinder informiert wurden. Parallel dazu lief eine Informationskampagne über Poster, Radiowerbung und Flyer.

Während der Impfkampagne verfolgte ein ebenfalls 32-köpfiges Team aus Tierärzten und Assistenten – darunter auch die 30 Teilnehmer unseres »letzten Kurses von TIERÄRZTE WELTWEIT – an vier festen Standorten sowie durch Tür-zu-Tür-Visiten das Ziel, so viele Hunde wie möglich gegen das tödliche Virus impfen. Um den Erfolg der Tollwutkampagne sicherzustellen und, weil in Malawi im Juli und August Schulferien sind, hatte das Bildungsministerium entschieden, die Schulen als feste Impfstationen bereitzustellen. Insgesamt wurden bis zum Ende der Kampagne im September – über 30.000 Hunde erst- oder nachgeimpft.

Unser Einsatz in Malawi: Mobilie Kliniken für Haus- und „Nutztiere“

Gemeinsam mit unseren Partnern der LSPCA sind wir neben der alljährlichen Impfkampagne regelmäßig mit mobilen Tierkliniken für die notleidende Tiere Malawis im Einsatz. Zweimal pro Woche führen Tierärzte im Rahmen mobiler Kliniken Kastrationen durch, kümmern sich um kranke oder verletzte Tiere und impfen Hunde und Katzen kostenlos gegen Tollwut und andere Krankheiten. Darüber hinaus ist das Team einmal pro Monat mit einer mobilen Klinik für die „Nutztiere“ in den Dörfern rund um die malawische Hauptstadt Lilongwe im Einsatz und versorgt Esel, Rinder, Enten, Ziegen, Schweine und Schafe, die oft schutzlos der brutalen Hitze ausgeliefert, unterernährt und teilweise schwer überlastet sind.

Unterstützen Sie unsere Arbeit – und schenken Sie den Tieren Hoffnung.


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