Abgeschlossen: Tiernothilfe in Ecuador

Intervention bei Naturkatastrophen

Nach dem verheerenden Erdbeben im April 2016 unterstützte die Welttierschutzgesellschaft die lokale Organisation Protección Animal Ecuador (PAE) bei der Versorgung von Haus- und Nutztieren. Zudem wurde ein Maßnahmenkatalog zum nachhaltigen Schutz von Tieren in den Vulkangebieten erstellt.

Ecuador

Naturkatastrophen sind in Ecuador keine Seltenheit. Immer wieder kommt es zu Erdbeben und Eruptionen der aktiven Vulkane. Während es für die Menschen Schutz- und Evakuierungsmaßnahmen gibt, sind viele Tiere im Notfall sich selbst überlassen.

Auch die Tiere müssen dringend versorgt werden

Zusammengefallene Gebäude, eingestürzte Brücken, keine Wasser- und Stromversorgung. Ganze Ortschaften wurden dem Erdboden gleichgemacht, als am 16. April 2016 in Ecuador die Erde bebte. Hilfskräfte unserer Partnerorganisation PAE erreichten nur wenige Tage nach dem Beben die stark getroffene Stadt Chamanga. Als einzige Tierschutzorganisation waren sie hier, wo die Schäden am größten waren, vor Ort.

Ihr Einsatz zielte auf die Versorgung der zahlreichen verletzten und verstörten Tiere, die aufgrund der hohen Luftverschmutzung unter Atemprobleme und Augenverletzungen litten oder in Folge von Hunger und Durst starke Dehydrierungen aufwiesen. In einer Schule wurde eine temporäre Versorgungsstelle eingerichtet, in die Tierhalter ihre Tiere zur Notversorgung bringen konnten. Jedes Tier wurde untersucht, mit Futter versorgt und entwurmt und bekam darüber hinaus einen Vitaminobolus. Die Schule musste jedoch nach einigen Tagen geräumt werden: Die Nachbeben hatten sie zu instabil gemacht. Während des dreitägigen Einsatzes wurden insgesamt 127 Haus- und Farmtiere behandelt darunter Hunde, Katzen und Schweine.

Doch das gemeinsame Engagement der Welttierschutzgesellschaft und PAE beschränkte sich nicht nur auf den Hilfseinsatz nach dem Erdbeben

Eine ständige Bedrohung geht auch von den zahlreichen aktiven Vulkanen Ecuadors aus, die immer wieder Gesteinsbrocken ausstoßen oder ganze Landstriche mit Ascheregen bedecken. So haben die Menschen und Tiere im Kanton Penipe in der Provinz Chimborazo regelmäßig mit den Folgen der Aktivität des Vulkans Tungurahua zu kämpfen.
Mit Atemschutzmasken und Schutzbrillen können sich die Menschen davor bestmöglich schützen und im schlimmsten Fall zeitweise ihre Dörfer verlassen. Doch für viele Tiere in den betroffenen Regionen gab es bisher keine Schutzmaßnahmen. So blieben Streuner und Farmtiere wie Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen bisher schutzlos zurück.

Gemeinsam mit PAE und der Initiative Animales Latino América (ALA) haben wir den Weg geebnet, um Tierleid langfristig zu verhindern.

Ein Maßnahmenkatalog inklusive Evakuierungsplan zum Schutz der Tiere in dieser Region wurde entworfen und den lokalen Autoritäten im Rahmen einer mehrwöchigen Informations- und Nachsorgekampagne im Mai 2016 vorgestellt. Er sieht vor, dass in Katastrophensituationen allen Tiere eine sichere Unterbringung und die Grundversorgung durch Wasser und Futter gewährleistet werden. So soll auch das Wohl jener Tiere sichergestellt werden, deren schnelle Evakuierung nicht möglich ist. Die Behörden haben dem Plan bereits zugestimmt.

Daneben reisten Mitarbeiter von PAE und ALA im Rahmen der Kampagne von Dorf zu Dorf, um den Gesundheitszustand der Tiere zu kontrollieren und die ansässigen Landwirte und Tierhalter darüber zu informieren, wie sie sich auf die Versorgung ihrer Schweine, Rinder, Ziegen, Schafe und Hühner im Notfall vorbereiten können. So wurden Maßnahmen zum Schutz der Tiere vorgestellt, wie beispielsweise das Errichten von Unterständen, die die Tiere davor schützen, verschmutztes Gras und Wasser zu sich zu nehmen.

"Vom Einsatz der Organisationen hat unsere Gemeinde in höchstem Maße profitiert. Viele Tiere befanden sich infolge des starken Ascheregens in einem schlechten Allgemeinzustand, litten unter Reizungen der Augen und des Magen-Darm-Traktes sowie Zahnerkrankungen. Die fachkundliche Versorgung durch die Organisationen hat den Erholungsprozesse der Tiere beschleunigt und die Tierhalter für die Bedürfnisse ihrer Tiere während und nach der Naturkatastrophe sensibilisiert. Wir alle sind sehr dankbar für diese Unterstützung".

Miguel Martínez, Präsident der unabhängigen Regierung von El Altar, einer der am stärksten von den Folgen der Eruptionen des Vulkans Tunguaruha betroffenen Gemeinden, über unseren Einsatz im Mai 2016.

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin