© Community for Sumatra Nature Conservation

Extreme Trockenzeit auf Sumatra

Wasser- und Nahrungsmangel sowie Feuer bedrohen die Elefanten

Die Lage ist dramatisch: Schon im August waren zahlreiche natürliche Futter- und Wasserquellen der Elefanten im und rund um den Way Kambas Nationalpark erschöpft. Die Situation verschärft sich mit jedem weiteren Tag, an dem der Regen ausbleibt: Die Tiere finden weder Nahrung noch Wasser, verheerende Waldbrände erhöhen die Lebensgefahr. Im Rahmen einer Soforthilfe ermöglichen wir unserer lokalen Partnerorganisation Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC), die Versorgung der Patrouillen-Elefanten in dieser extremen Trockenzeit sicherzustellen.

 

Hintergrund: Elefanten in Indonesien

Im Way Kambas Nationalpark auf der indonesischen Insel Sumatra verlassen die heimischen Sumatra-Elefanten immer häufiger den Wald. Dies sorgt für gefährliche Mensch-Elefanten-Begegnungen. In und um den Nationalpark setzen wir uns gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Community for Sumatra Nature Conservation (CSNC) für ein friedliches Zusammenleben von Mensch und Tier sowie eine bessere Lebensqualität der Elefanten ein - durch Elefantenpatrouillen.

Zum Projekt

»Ende August berichteten wir erstmals über die intensive und langanhaltende Trockenzeit im Süden Sumatras, welche die natürlichen Wasser- und Futterquellen der Tiere nach und nach versiegen ließ. Mittlerweile finden weder die wildlebenden Elefanten im Nationalpark noch die Patrouillen-Elefanten unserer Partnerorganisation ausreichend Nahrung und Wasser. Diese Situation stellt zum einen eine existenzielle Gefahr für die Elefanten dar, die normalerweise mindestens 70 Liter am Tag trinken und den Großteil des Tages mit der Futteraufnahme verbringen – bis zu 200 Kilogramm täglich. Zum anderen steigt mit jedem Tag auch das Risiko, dass die wildlebenden Elefanten auf ihrer verzweifelten Suche nach Wasser und Nahrung die Grenzen des Nationalparks vermehrt überqueren, in die Gebiete der Menschen vordringen und gefährliche Mensch-Tier-Konflikte auslösen.

Auf der Suche nach Wasser und Nahrung dringen die wildlebenden Elefanten schon jetzt in Gebiete vor, in denen sie sich unter normalen Umständen nicht aufhalten. So zieht es eine 60 Tiere starke Herde derzeit regelmäßig an einen noch Wasser führenden Grenzfluss im Norden des Nationalparks, an dem sich die Tiere normalerweise nicht aufhalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch dieser ausgetrocknet und sich die Elefanten in ihrer Not auf der Suche nach Wasser aus dem Nationalpark herausbegeben.

Extreme Trockenzeit auf Sumatra: Wildlebende Elefanten suchen die letzten Wasserstellen im Nationalpark auf
© Community for Sumatra Nature Conservation

Auch die Ausbreitung von Bränden muss bekämpft werden

Bereits seit mehreren Wochen entwickeln sich zudem in unterschiedlichen Teilen Sumatras aufgrund der extremen Trockenheit immer wieder gefährliche Feuer, die sich in kürzester Zeit zu großen Bränden entwickeln könnten. Auch im Way Kambas Nationalpark sind Feuer ausgebrochen, die die Patrouillen-Elefanten und ihre Mahouts vor neue, zusätzliche Herausforderungen stellen: Die Feuer müssen rechtzeitig entdeckt und gelöscht werden, damit eine großflächige Ausbreitung verhindert werden kann und die Tiere nicht zwischen die Feuerfronten geraten und in Panik ausbrechen.

Extreme Trockenzeit auf Sumatra: Immer wieder müssen die Mahouts ausrücken, um Feuer zu löschen
© Community for Sumatra Nature Conservation

Die Elefanten brauchen in dieser kräftezehrenden Zeit unsere Hilfe

Neben der Versorgung der Patrouillen-Elefanten mit Wasser gilt es jetzt, den täglichen Nahrungsbedarf der Tiere zu decken. Dafür müssen große Mengen Futter wie Kokospalmenblätter, Elefantengras, Maisblätter und Maiskolben aus der lokalen Landwirtschaft rund um den Nationalpark zugekauft werden. Da die Ernten aufgrund der langanhaltenden Trockenzeit allerdings gering ausfielen, gehen die Kosten für die Versorgung der Elefanten weit über den üblichen Betrag hinaus. Wir stehen unseren Partnern mit einer Soforthilfe zur Seite und finanzieren den Ankauf von Futtermitteln.

Extreme Trockenzeit auf Sumatra: 100% des Futters für die Patrouillen-Elefanten muss aktuell zugekauft werden
© Community for Sumatra Nature Conservation

Bitte helfen Sie uns in dieser herausfordernden Zeit, den Elefanten die benötigte Grundversorgung bereitzustellen und unsere Arbeit vor Ort auch in dieser Extremsituation bestmöglich weiterzuführen. Jede Spende zählt!

Stehen Sie den Elefanten bei!

Schon mit 35 Euro finanzieren Sie einen Teil des täglichen Futters, das in dieser extremen Trockenzeit zusätzlich gekauft werden muss.

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin