Abgeschlossen: Dürre in Tansania

Lebensrettende Grundversorgung für geschwächte Nutztiere

© Tanzania Animals Protection Organization (TAPO)

Herbst 2018: Einmal mehr drohte die Trockenzeit in Tansania in eine verheerende Dürre auszuarten. Auf den ausgetrockneten Weideflächen fanden die Tiere keine Nahrung mehr, der Wassermangel setzte ihnen zu. Wir gingen in den Einsatz, um die geschwächten Tiere zu stärken und halfen ihnen, die sich anbahnende Dürre bestmöglich zu überstehen.

Tansania

Schon 2017 sind wir, gemeinsam mit der lokalen Organisation Tanzania Animals Protection Organization (TAPO), vielen hundert unterversorgten und stark geschwächten Tieren während der Dürre zu Hilfe geeilt, um ihre überlebenswichtige Grundversorgung zu sichern. Auch 2018 drohte die Trockenzeit in eine Dürre auszuarten. Wir waren daher erneut im Einsatz, um die Tiere bestmöglich auf die extreme Zeit vorzubereiten.

Sich von Jahr zu Jahr verschärfende Klimaphänomene kommen nicht überraschend. Doch bisher haben die zuständigen Behörden es versäumt, flächendeckende langfristige Maßnahmen zu treffen, um den Folgen entgegenzuwirken. So sind die Viehhalter oft auf sich gestellt und müssen versuchen, mit den knappen zur Verfügung stehenden Ressourcen ihre Herden durch die immer länger andauernde Dürre zu bringen. Für viele besteht die einzige Lösung darin, die Futter- und Wasserration für ihre Tiere frühzeitig zu reduzieren. Das jedoch zehrt an den Kräften der Tiere und führt dazu, dass viele von ihnen so geschwächt sind, dass sie Dürreperioden oft nicht überleben.

Auch im Herbst 2018 warteten Menschen und Tiere sehnlichst auf Einsetzens der kleinen Regenzeit – im Normalfall ab Mitte/Ende Oktober bis Anfang Dezember. Doch stattdessen sagten die Prognosen eine erneute Dürre vorher.

Wir halfen den Tieren durch die extreme Zeit

Möglichst gesunde Tiere können dem Extremwetter wesentlich besser trotzen, daher versuchten wir die Tiere so gut es geht auf die bevorstehende Zeit vorzubereiten.

Gemeinsam mit der lokalen Organisation Tanzania Animals Protection Organization (TAPO) versorgten wir in 20 Gemeinden der Region Kahama mehr als 1300 Nutztiere mit Wasser, verteilten 25.000 Kilogramm Futter sowie mehrere hundert Kilogramm Lecksteinen, durch die die Tiere ihren Mineralstoffhaushalt auffüllen konnten. Bei Bedarf wurden sie auch tiermedizinisch versorgt.
Mehr als 300 Tierhalter zeigten wir im Rahmen der Soforthilfe auf, wie sie die Versorgung ihrer Tiere auch in Zeiten der Wetterextreme bestmöglich sicherstellen und die Tiere so vor Hunger, Durst und Krankheiten schützen können.

Vorbeugen statt Nachsorgen

Wir sind seit einigen Jahren in Tansania im Einsatz und retten durch Soforthilfen bei Dürren und Fluten reaktiv Tierleben. Doch das reicht nicht mehr: Wir müssen den Klimaveränderungen aktiv begegnen und Vorsorge leisten, damit die Tiere für die großen Naturkatastrophen gewappnet sind. Mit »Präventionsprojekten gehen wir neue Wege:
An der Küste, im Norden, im Westen sowie in Zentral-Tansania sind wir mit zwei Partnern in den Einsatz und sichern den Tieren die Grundlage zum Überleben.

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Ihre Ansprechpartnerin für Fragen zum Einsatz:

Daniela Schrudde
Fachlich-inhaltliche Leitung

Tel.: +49(0)30 – 9237226-0
E-Mail: ds@welttierschutz.org

Welttierschutzgesellschaft e.V.
Reinhardtstr. 10
10117 Berlin