Rita, die Tapfere

Im letzten November schien es unmöglich, dass Rita einmal so selbstbewusst für ein Foto posieren würde. Doch der große Einsatz für die gequälte Streunerkatze hat sich gelohnt.

Die Bilder von Ritas Rettung sind schwer zu ertragen. Im letzten November fanden Tierschützer die Katze in einem Müllcontainer am Rande der bulgarischen Stadt Plovdiv. Sie war apathisch und wimmerte aus allerletzter Kraft. Aus ihren Augen und der Nase floss Blut. Rita war unterernährt und dehydriert. Nach ihren Wunden zu urteilen, hat sie Grausames erlebt: An ihr wurde experimentiert – sie wurde durch Tritte ruhig gehalten, ihr Kiefer gebrochen und der Bauch aufgeschnitten. Rita musste furchtbare Schmerzen erleiden und wurde zuletzt wie Müll entsorgt.

Unsere Partner der Streunerhilfe Bulgarien versorgten die Katze sofort und brachten sie in die Tierklinik. Hier wurde Rita behandelt und ihre Schmerzen gelindert. Wegen der Schwellungen und dem gebrochenen Kiefer fiel ihr das Essen und Trinken zunächst sehr schwer. Immer, wenn wir uns gerade freuten, dass es ihr besser ging, erfuhren wir wieder, dass ihr Zustand sich verschlechterte. Der Leidensweg schien endlos – doch Rita kämpfte, tagein tagaus. Nur mit Hilfe der entsprechenden Medikamente, Schmerzmittel und der Rundum-Betreuung durch die Tierärzte in Plovdiv baute sie im Dezember endlich auf und gewann gleichzeitig auch wieder Vertrauen in Menschen. Trotz ihrer furchtbaren Vergangenheit gab es für sie nichts Schöneres als gekrault zu werden. In der Tierarztpraxis wurde die verschmuste Rita schnell zum Liebling aller. Doch im Gegensatz zum Menschen machte sie unmissverständlich klar, dass sie große Angst vor anderen Katzen und Hunden hat.

Anfang Februar war ihr Zustand dann endlich so stabil, dass sie die Klinik verlassen konnte. Im Katzenhaus allerdings, indem wir mit der Streunerhilfe Bulgarien ehemaligen Streunerkatzen die nötige Ruhe gewähren, konnte die Einzelgängerin Rita nicht untergebracht werden. Wir waren heilfroh, dass sie stattdessen eine liebevolle Pflegefamilie gefunden hat, wo sie sich heute von ihren seelischen und körperlichen Wunden erholt.

Und nun sehen Sie sich »die neuesten Bilder von Rita an: Sie fühlt sich sichtlich wohl, zeigt sich als verspielte und unglaublich verschmuste Katze.

Unser Einsatz für die Streunerkatzen in Bulgarien

Gemeinsam mit unseren Partnern der Streunerhilfe Bulgarien wollen wir allen rund 10.000 Straßenkatzen in Plovdiv wie Rita helfen. In der zweitgrößten Stadt Bulgariens ist es trauriger Alltag, dass ausgesetzte Katzen auf der Straße um ihr Überleben kämpfen müssen. Wir fühlen uns für den Schutz der Tiere verantwortlich und arbeiten an einer besseren Zukunft für die Katzen. Im Katzenhaus versorgen wir die alten, kranken und geschwächten Tieren medizinisch und bieten ihnen vorübergehend Schutz. Doch um das Leid langfristig zu verringern, muss vor allem die unkontrollierte Vermehrung eingedämmt werden. In der ersten Katzenklinik der Stadt wollen wir in den kommenden drei Jahren 70 bis 80 Prozent der Katzenpopulation kastrieren und medizinisch versorgen. Zusätzlich betreiben wir Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, um die Notwendigkeit des Katzenschutzes und der Kastrationen gesellschaftlich zu verankern.

Bitte helfen Sie uns, den Katzen in Not eine bessere Zukunft zu schenken!




Weitere Informationen zu Rita und unserem Einsatz in Bulgarien
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