© Il Gattaro d’Aleppo

Rettung für Piper

Piper – ein Vollblüter mit Stammbaum – hatte sein Zuhause einst in der Nähe der Großstadt Homs, die wie Aleppo vom Krieg stark zerstört wurde. Als seine Besitzer aus der Stadt fliehen mussten, musste Piper schweren Herzens zurückgelassen werden.

Hintergrund: Tierschutz in Syrien

Die Bilder des Bürgerkrieges in Syrien bestimmen seit fast sieben Jahren beinahe täglich die Nachrichten – und bis heute hält der Kampf in einigen Regionen an. In Städten wie Aleppo hinterließ der Krieg ein unvorstellbares Ausmaß an Zerstörung sowie viele Tiere, die ihre Besitzer auf der Flucht nicht begleiten konnten. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation helfen wir den Tieren in der Provinz Aleppo sowie in der Gegend rund um Idlib.

Zum Projekt

Der seit nunmehr sieben Jahren andauernde Krieg in Syrien hat viele Opfer gefordert – auch auf  Seiten der Tiere, die oftmals ihrem Schicksal überlassen wurden. In der besonders betroffenen Region rund um die Stadt Aleppo ist die Welttierschutzgesellschaft im Einsatz, um eine tiermedizinische Grundversorgung zu leisten. Dafür ist – trotz hohem persönlichen Risiko – Tierarzt Dr. Mohamad Youssef in der Region unterwegs, um Tieren in Not zu helfen. Einer seiner jüngsten Einsätze galt dem achtjährigen Hengst Piper, dessen ehemalige Besitzer seine Versorgung in Folge des Krieges nicht mehr gewährleisten konnten.

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Piper – ein Vollblüter mit Stammbaum – hatte sein Zuhause einst in der Nähe der Großstadt Homs, die wie Aleppo vom Krieg stark zerstört wurde. Als seine Besitzer aus der Stadt fliehen mussten, nahmen sie Piper mit auf den Weg. An ein Auto gebunden, begleitete er die Flüchtenden und transportierte ihre Habseligkeiten. Südlich von Aleppo fand die kräftezehrende Flucht schließlich ein Ende, doch wurde schnell deutlich, dass es dort – ohne ausreichend Futter, Unterstand und Weide – keine Zukunft für Piper gab.

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Als unsere Partner – Il Gattaro d‘Aleppo – von dem Fall erfuhren, fiel schnell eine Entscheidung: Piper braucht ein neues Zuhause. Die Organisation erwarb den Hengst und fand südwestlich von Aleppo ein Stück Land, auf dem Piper Schutz fand. Bei der tiermedizinischen Untersuchung musste Dr. Youssef feststellen, dass Pipers Beinmuskulatur mangels Bewegung abgebaut hatte, außerdem waren seine Hufe in einem schlechten Zustand. Für eine dauerhafte tiermedizinische Versorgung von Piper war die Distanz zwischen der provisorischen Unterkunft und der Tierklinik von Il Gattaro d‘Aleppo allerdings zu groß.

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Zum Glück fand sich schnell eine Farm, die deutlich näher an der Klinik im Norden der Provinz Aleppo liegt, auf der Piper nun eine dauerhafte Bleibe gefunden hat. Dort kann Dr. Youssef den Hengst regelmäßig besuchen und seinen Zustand kontrollieren. Das Team fand in der Umgebung auch einen Hufschmied, der Pipers Hufe bereits das erste Mal getrimmt und neu beschlagen hat.

Erste Hilfe für die Tiere in Syrien

Bitte helfen Sie uns dabei, die dringend notwendige tiermedizinische Grundversorgung in der Provinz Aleppo zu gewährleisten.

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