Rettung einer Faultier-Familie

Eigentlich wollte der Junge Abhay nach der Schule fleißig seine Hausaufgaben machen, berichtet er. Doch als er sein Zuhause in Paramaribo, der Hauptstadt Surinams, betrat, empfingen ihn zwei unerwartete Gäste: Eine Faultiermutter hatte sich auf dem Balkon mit ihrem Kleinen niedergelassen.

Die kleine Faultierfamilie schien ängstlich und verloren, erinnert sich Abhay. Auch er hatte Angst, dass das Wildtier ihn verletzten könnte, um sein Junges zu beschützen. Deshalb eilte er sofort zu seinen Nachbarn und bat sie um Hilfe. Die riefen die Feuerwehr – und die wiederum richtiger Weise unseren Partner vom Green Heritage Fund Suriname (GHFS). Als unser Team am Ort des Geschehens ankam, war die Aufregung groß.


Schutzsuchend klammert sich das Faultier-Junge an seine Mutter.


Gemeinsam konnten Yvonne und Meriam, Mitarbeiter unserer Partnerorganisation, die Faultiere beruhigen und sie behutsam in die Transportbox heben. Die Tiere verloren darin ihre Angst – und auch Abhay und seine Freunde erholten sich schnell von ihrem Schrecken.


In unserer Auffangstation für Wildtiere angekommen, wurde die junge Faultier-Familie zunächst tiermedizinisch untersucht und mit Futter und Wasser versorgt. Wie es schien, waren die beiden eine ganze Weile rastlos umhergewandert. War es wie so oft, ist auch ein Teil ihres Lebensraums – des Regenwaldes – den Baggern der Holzfäller zum Opfer gefallen.

Um sicher zu gehen, dass die Tiere allein überlebensfähig sind, blieben sie einige Tage in Beobachtung in der Auffangstation. Dabei entwickelten sie sich bestens, erkundeten gemeinsam Klettermöglichkeiten im Gehege und kuschelten sich dabei immer fest aneinander.


Dann stand ihrem Weg in die Freiheit nichts mehr im Wege. Die Faultier-Mutter und ihr quirliger Nachwuchs wurden noch im selben Monat in einer forstfreien Region am Stadtrand wieder ausgewildert. Schnellen Schrittes – zumindest für Faultier-Verhältnisse – kletterten sie den Baum bis zum Wipfel hinaus.


Wir wünschen der kleinen Faultierfamilie in ihrer verdienten Freiheit alles Gute und möchten uns an dieser Stelle insbesondere bei unseren Spenderinnen und Spendern bedanken: Geschichten wie diese können wir nur dank Ihrer Unterstützung erzählen. Mit Ihrer Spende öffnen Sie den Tieren – sinnbildlich – die Tür zu ihrer wohlverdienten Freiheit in Wildnis. Dafür danken wir Ihnen sehr!


Erfahren Sie mehr über unser Projekt für den Schutz der Faultiere in Surinam:
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