Berlin, 19.08.2026 – Schwere Waldbrände bedrohen das Orang-Utan-Rettungs- und Rehabilitationszentrum der Organisation Yayasan Inisiasi Alam Rehabilitasi Indonesia (YIARI) auf Borneo. Die Flammen waren letzte Woche bis auf weniger als 100 Meter an die Einrichtung herangerückt und gefährdeten damit einen der wichtigsten Schutzräume für gerettete Orang-Utans in Indonesien. Wenngleich die Situation unter Kontrolle ist, sind die Einsatzteams weiterhin aktiv, da Brandherde unter der Erde weiterschwelen und plötzlich wieder aufflammen könnten, ganz besonders da die eigentliche Waldbrandsaison noch bevorsteht.
Die Welttierschutzgesellschaft (WTG) unterstützt deshalb die weiteren Rettungs- und Schutzmaßnahmen mit Mitteln aus dem WTG-Nothilfefonds.
„Seit Tagen kämpfen die Mitarbeiter*innen vor Ort unter extremen Bedingungen gegen die Flammen, um das Schutzzentrum und die mehr als 60 dort lebenden Orang-Utans zu schützen“, sagt Christine Rattel, Projektmanagerin Wildtiere von der Welttierschutzgesellschaft. „Unsere Unterstützung soll dabei helfen, die Sicherheit des Rettungszentrums heute und in Zukunft zu stärken.“
Die Orang-Utans konnten rechtzeitig aus besonders gefährdeten Bereichen in sichere Gehege innerhalb des Zentrums gebracht werden. Dennoch bleibt die Lage angespannt und zusätzliche Ausrüstung und Löschmaterialien werden dringend benötigt.
Die bereitgestellten Nothilfemittel helfen dabei,
- die bestehenden Brandherde rund um die Uhr in Schach zu halten,
- die Sicherheit der Orang-Utans und der Mitarbeitenden zu gewährleisten,
- das Rettungszentrum auch im Fall einer weiteren Eskalation der Brände zu sichern.
Das YIARI-Zentrum gehört zu den wichtigsten Einrichtungen für den Schutz von Orang-Utans in Indonesien. Dort werden seit vielen Jahren beschlagnahmte, verletzte und verwaiste Tiere medizinisch versorgt und auf eine Rückkehr in ihren natürlichen Lebensraum vorbereitet. Zum Schutzzentrum gehören Rehabilitationsanlagen, Waldschulen für Jungtiere, Auswilderungsprogramme und umfangreiche Waldflächen, die zahlreichen bedrohten Wildtieren einen sicheren Lebensraum bieten.
Hintergrund Aus Mitteln des WTG-Nothilfefonds unterstützt die Welttierschutzgesellschaft den Einsatz von Partnerorganisationen in akuten Krisen, zum Beispiel bei Naturkatastrophen, Bränden und anderen Notlagen, so dass eine schnelle und unbürokratische Hilfe für die betroffenen Tiere möglich wird. Weitere Informationen unter: https://welttierschutz.org/wtg-nothilfefonds/.
Bildmaterial stellen wir auf Anfrage gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dazu an presse@welttierschutz.org.
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Über die Welttierschutzgesellschaft
| Die Welttierschutzgesellschaft (WTG) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin. In Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wir uns für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen von Streuner-, Nutz- und Wildtieren durch Stärkung des Tierschutzes sowie eine verbesserte tiergesundheitliche Versorgung. In unseren Tierschutzprojekten als auch dem Bildungsprogramm TIERÄRZTE WELTWEIT arbeiten wir dafür mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen. Darüber hinaus fördern wir das Tierschutzbewusstsein im Land durch die Einbindung der lokalen Bevölkerung. In Deutschland schaffen wir mit öffentlichkeitswirksamen und politischen Tierschutzkampagnen die Voraussetzungen für ein respektvolles und tiergerechtes Miteinander von Mensch und Tier. Weitere Informationen unter: www.welttierschutz.org |
