WTG-Nothilfefonds
Orang-Utan-Nothilfe auf Borneo
Schwere Waldbrände bedrohen die Orang-Utans auf der indonesischen Insel Borneo. Die Flammen kamen jetzt sogar so nah an ein Rettungs- und Rehabilitationszentrum für Orang-Utans, dass die Tiere vor dem Feuer in Sicherheit gebracht werden mussten. Um diesen so wichtigen Schutzraum für gerettete Orang-Utans zu sichern, und die Teams der lokalen Organisation bei ihrem Einsatz gegen das Feuer zu stärken, unterstützen wir aus Mitteln des WTG-Nothilfefonds.
Sehen Sie im Video (per Klick auf „Inhalt entsperren“), wie das Team vor Ort den Orang-Utans zu Hilfe eilt und diese versorgt:
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Weitere InformationenAuf Borneo wüten 2026 so schwere Waldbrände wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Große Teile der Insel und darüber hinaus sind in giftigen Rauch gehüllt. Auch das Orang-Utan-Rettungs- und Rehabilitationszentrum der Organisation Yayasan Inisiasi Alam Rehabilitasi Indonesia (YIARI) befindet sich inmitten der Gefahr.
Insgesamt 60 Orang-Utans befinden sich derzeit in der Obhut von YIARI – hauptsächlich Jungtiere, die ihren Müttern grausam entrissen wurden, um sie in den illegalen Haustiermarkt zu schleusen, und jetzt im Rettungszentrum die Chance auf eine Wiederauswilderung finden.
Durch den unermüdlichen, mutigen Einsatz des lokalen Teams, den auch wir mit Mitteln aus dem WTG-Nothilfefonds fördern, konnte es gelingen, die Tiere vor einer Katastrophe zu bewahren. Sie wurden umgehend in sicherere Gebiete in der Region umgesiedelt.
Auch für einen wilden Orang-Utan, dem das Team den Namen Wak gab, wurden die Feuer zur tödlichen Gefahr. Das Tier flüchtete sich auf eine Obstplantage, wo jedoch nicht nur die Brände, sondern auch mögliche Konflikte mit Menschen eine Bedrohung darstellten. Daher entschied sich das Team von YIARI, Wak von der Plantage zu retten und ihn in ein sicheres Gebiet zu bringen. Die schwierige Rettungsmission gelang, sodass Wak nun wieder in einem Waldgebiet lebt, das ihm sowohl Schutz als auch ausreichend Nahrung bietet.

Die Gefahr bleibt
Wenngleich es mittlerweile gelungen ist, das Feuer rund um das Zentrum einzudämmen, ist die Gefahr noch nicht gebannt:
„Schon eine leichte Windböe kann die Glut aufwirbeln und ein neues Feuer entfachen.“
So berichtet uns YIARI von der noch immer äußerst brenzlichen Situation rund um das Rettungszentrum. Die Lage bleibt auch deshalb so angespannt, weil es auf Borneo viele Torfmoorwälder gibt. Wenn diese brennen, werden für Menschen wie Tiere extrem gesundheitsschädliche Rauchgase freigesetzt. Außerdem gelten Brände in Torfmoorwäldern als sehr schwer zu löschen, da nicht nur die Vegetation an der Oberfläche brennt, sondern oft auch der darunterliegende Torf. Dieser kann meterstark sein und als sogenannter Schwelbrand unterirdisch weiterglimmen. Solche Brände können sich über Wochen oder Monate ausbreiten und selbst nach Regenfällen wieder aufflammen.
Zudem ist vor November kein Regen zu erwarten und die Waldbrand-Saison hat eigentlich gerade erst begonnen. Es bleibt eine angespannte und äußerst gefährliche Situation.

Für das Team unser Partnerorganisation YIARI geht der Einsatz daher weiter. Bestehende Glutnester müssen bekämpft und regelmäßig durch Wasser gekühlt werden. Die extreme Wasserknappheit erschwert diese Aufgabe zusätzlich.
Um die Orang-Utans im Rettungszentrum, aber auch die Wildtiere in der Umgebung vor einem erneuten Aufflammen der Feuer zu bewahren, muss der Einsatz unbedingt weitergehen. Auch dabei unterstützen wir YIARI aus Mitteln des WTG-Nothilfefonds zum Schutz des Rettungszentrums.
Helfen Sie jetzt – Ihre Spende macht den Unterschied
Die Situation auf Borneo bleibt kritisch. Es gilt, bestehende Brandherde weiter rund um die Uhr unter Kontrolle zu halten und dringend benötigte zusätzliche Ausrüstung für die Löscharbeiten bereitzustellen. Nur so kann es gelingen, die Sicherheit der Orang-Utans und der Mitarbeitenden zu gewährleisten.
Bitte sichern Sie Tiernothilfe in größter Not!
Nur mit Ihrer Unterstützung können wir schnell handlungsfähig sein und den Tieren Hilfe bieten.

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Christine Rattel
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