© Green Heritage Fund Suriname

Nachwuchs bei den Faultieren

Die Faultierdame mit dem Namen „19. November“ wurde von unserer Partnerorganisation Green Heritage Fund Suriname (GHFS) als verwaistes Jungtier gerettet, großgezogen und schließlich erfolgreich ausgewildert. Jetzt wurde sie zum zweiten Mal mit Nachwuchs gesichtet - ein Hoffnungsschimmer zum Welt-Faultier-Tag.

 

Hintergrund: Wildtiere in Suriname

Mehr als 90 Prozent kaum berührter Regenwald bedeckt Suriname – noch. Denn durch die verstärkte Abholzung wird der Lebensraum zahlreicher Wildtiere vernichtet. Diese werden immer häufiger desorientiert und verletzt inmitten der Städte aufgefunden.
Die Welttierschutzgesellschaft unterstützt das bisher einzige Wildtierschutzzentrum Surinames bei der Rettung, Versorgung und Wiederauswilderung von Wildtieren.

Zum Projekt

Die Vorgeschichte:

Am 19. November 2012 eilten unsere Partner in Suriname 200 Faultieren zu Hilfe, die ihren Lebensraum verloren als Regenwald auf einer Fläche von zehn Fußballfeldern gerodet wurde. „19. November“, das jüngste unter ihnen, war ein besonderes Sorgenkind: Sie wog nicht einmal 500 Gramm und war völlig entkräftet. Über einen Zeitraum von fünf Jahren bemühte sich das Team von GHFS, sie faultiergerecht aufzuziehen und sie so gut wie möglich auf ein Leben in der Wildnis vorzubereiten. 2017 konnte sie schließlich in einem an das Schutzzentrum grenzenden Waldgebiet ausgewildert werden. Mit Erfolg: Bereits wenige Monate nach ihrer Auswilderung wurde sie mit Nachwuchs gesichtet.

Zweifaches Mutterglück

Bis heute wandert „19. November“ bevorzugt auf den Baumkronen in der Nähe des Schutzzentrums umher. Nachdem sich die Faultierdame zuletzt zurückgezogen zu haben schien, geriet unser Team zunächst in Sorge: Ein derart langes Fernbleiben war ungewöhnlich. Doch dann tauchte sie wieder auf – mit gutem Grund für ihre Abwesenheit und einer tollen Überraschung „im Gepäck“: 19. November war erneut Mutter geworden und trug ihr Junges eng umklammert an der Brust. Seitdem sind bereits einige Monate vergangen und die kleine Familie entwickelt sich prächtig. 

Nachwuchs bei den Faultieren in Suriname
© Green Heritage Fund Suriname

Das Faultierjunge ist von besonders wilder Natur und lässt keine Gelegenheit aus, eifrig auf seiner Mutter umher zu klettern. Eine seiner Turneinheiten ging zuletzt aber schief: Mitten in der Nacht hörten Mitarbeiter des Schutzzentrums ein Faultierbaby schreien und machten sich sogleich daran, es ausfindig zu machen. Sofort erkannten sie „9. Juli“ – wie das Jungtier getauft wurde. Es war heruntergefallen und hatte verzweifelt nach seiner Mutter gerufen, die nicht zu entdecken war.

Das Tier gelangte sofort in die Obhut unserer Partner und wurde untersucht: Zum Glück wies es keine Verletzungen auf. So wurde es mit Futter gestärkt und durfte sich für die Zeit ohne Mutter an ein Stofffaultier klammern, das als Ersatz für seine abwesende Mutter diente.

Nachwuchs bei den Faultieren in Suriname
© Green Heritage Fund Suriname

Am folgenden Morgen wurde das Jungtier zurück in den Wald gebracht und unter Beobachtung des Teams der Natur entlassen. Nun dauerte es nicht lange, und „19. November“ nahm ihr Junges rührend in Empfang. Beide sind wohlauf und werden regelmäßig gesichtet, wie sie gemeinsam – und hoffentlich mit mehr Bedacht – von Baum zu Baum klettern.

Helfen Sie den bedrohten Waldbewohnern!

Schon mit 30 Euro stellen Sie das tiergerechte Futter für alle im Schutzzentrum lebenden Faultiere und Ameisenbären für drei Tage sicher.

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