Mobile Klinik macht Schule

Da staunten die Schülerinnen und Schüler auf der thailändischen Insel Lanta Noi nicht schlecht: Bis zu 370.000 Katzenbabys und 62.000 Hundewelpen – so viel Nachwuchs kann von einer unkastrierten Katze oder Hündin und ihren Nachkommen theoretisch innerhalb weniger Jahre gezeugt werden.

Aber was heißt das für die Tiere? Hungrig und häufig krank kämpfen diese Kätzchen und Hundewelpen ums Überleben. Zudem fühlen sich einige Menschen durch die Anwesenheit der Streuner belästigt und fügen ihnen weiteres Leid zu.

Unsere Partnerorganisation Lanta Animal Welfare führt auf den thailändischen Inseln regelmäßig mobile Klinken durch, um genau diese Tiere zu schützen und ihnen eine bessere Zukunft zu schenken. Sie versorgen die Vierbeiner medizinisch, impfen und kastrieren.

Schulkinder erleben Tierschutz hautnah

Doch die Suche nach geschützten Räumlichkeiten für die tiermedizinischen Eingriffe, die alle nötigen Hygienestandards erfüllen, ist jedes Mal eine Herausforderung für unsere Partner vor Ort. Auf der Insel Lanta Noi wurde für einen Einsatz kürzlich eine Schule von den örtlichen Behörden zur Verfügung gestellt. Der Ort erwies sich als perfekt, weil viele interessierte Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Tierärzte hautnah miterleben konnten. Gebannt verfolgten die Kinder an beiden Einsatztagen, wie die Tiere behandelt und geimpft wurden und die ganz Mutigen trauten sich sogar, bei den Kastrationen genau hinzuschauen. Die Mitarbeiter erklärten ihnen bei der Gelegenheit die Notwendigkeit dieser Maßnahmen und beantworteten alle Fragen ausführlich. Insgesamt konnten im Rahmen dieser mobilen Klinik 82 Katzen und Hunde behandelt werden.

Bildungsarbeit zahlt sich aus

Das Gespräch und die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort sind für den Erfolg unserer Tierschutzarbeit grundlegend. Daher ist das Team unserer Partnerorganisation auch unabhängig von den mobilen Kliniken regelmäßig in Gemeinden und Schulen präsent, um den Menschen ihre Ängste und Vorurteile gegenüber den Tieren zu nehmen und sie für die Bedürfnisse der Tiere zu sensibilisieren. Nur wenn schon die Kinder, die Tierschützer von morgen, ein Gefühl dafür entwickeln, was Tiere brauchen, kann langfristig ein besseres Miteinander zwischen Mensch und Tier erreicht werden.

Während die lokale Bevölkerung zu Beginn der Einsätze noch skeptisch war und aus Unwissenheit teilweise große Berührungsängste gegenüber den Tieren hatte, finden die mobilen Kliniken mittlerweile großen Anklang. So bringen viele Menschen heute sogar selbst herrenlose Tiere zu unseren Partner, damit diese versorgt werden können.

Unterstützen Sie uns, den Tierschutzgedanken in Koh Lanta zu festigen!




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