Mein Einstieg in den Ausstieg – Ein Erfahrungsbericht

Seit dem 1. Oktober bin ich als Ehrenamtliche im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes bei der Welttierschutzgesellschaft beschäftigt. Zu der Entscheidung, aus meinem bisherigen Berufsalltag auszusteigen, kam es einige Wochen zuvor recht spontan und eigentlich doch nicht unerwartet.

Schon seit Jahren spielt das Thema Tierschutz eine entscheidende Rolle in meinem Leben. Während eines Studienaufenthaltes in Italien kam ich erstmals direkt mit der Problematik der Streunerhunde in Berührung. Kurz darauf durfte ich mich stolze Besitzerin eines Hundes der Rasse „Italienischer Straßenmix“ nennen und es dauerte nicht lange, da war die Entscheidung gefallen, als Ehrenamtliche im Tierheim von Rom mitzuarbeiten und so auch den anderen Straßenhunden zu helfen.

Dass sich meine Leidenschaft für den Tierschutz mit meinem geisteswissenschaftlichen Abschluss und den beruflichen Erfahrungen im Bereich Vertrieb/Marketing in einem Verlag kombinieren lässt, hätte ich mir damals jedoch nie erträumt.

Wie vom Blitz getroffen

Es war ein schleichender Prozess bis mir eines Tages, wie vom Blitz getroffen, klar wurde: Etwas muss sich ändern! Auf der Suche nach einer neuen, sinnvollen und nachhaltigen Aufgabe recherchierte ich Tierschutzorganisationen in Berlin. Ich landete auf der Webseite der Welttierschutzgesellschaft und las hier zum ersten Mal vom Bundesfreiwilligendienst (BUFDI), einem Angebot des Bundesministeriums für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, das sich an Menschen jeden Alters richtet, die sich für das Allgemeinwohl engagieren wollen.

Nach kurzem Überlegen und Abwägen stand mein Entschluss fest: Ich würde einen einjährigen Bundesfreiwilligendienst absolvieren und die Zeit nutzen, um herauszufinden, wie sich mein privates Interesse für den Tier- und Umweltschutz mit meinem Beruf verbinden lässt.

Die Welttierschutzgesellschaft schien mir hierfür als Arbeitgeber ideal, denn mit ihrem Tierschutzverständnis konnte ich mich gleich identifizieren. Der Leitspruch „Tierschutz fängt beim Menschen an“ und die nachhaltige Projektarbeit mit Bildungsschwerpunkt überzeugten mich.

Die Arbeit bei der Welttierschutzgesellschaft

Besonders gut gefällt mir, dass ein sehr eigenständiges Arbeiten möglich ist – natürlich immer im Rahmen des Möglichen. Von meiner anfänglichen, unterschwelligen Befürchtung, dass die Tätigkeit als Ehrenamtliche in erster Linie die einer „Erfüllunsgehilfin“ entsprechen könnte, konnte ich mich schnell verabschieden. Im Gegenteil: Gleich zu Beginn meiner BUFDI-Zeit wurde ich dazu ermutigt, eigene Ideen und Vorschläge einzubringen. Diese werden ernst genommen und diskutiert, was mir das Gefühl gibt, als Mitglied des Teams voll akzeptiert zu sein.

Bei der Welttierschutzgesellschaft herrscht ein angenehmes Arbeitsklima, das die Kreativität beflügelt und die Konstruktivität der Arbeit fördert – für die gute Sache!

Fazit

Die Tätigkeit bei der Welttierschutzgesellschaft bedeutet für mich, ein „Zur-Arbeit-Fahren“ mit großem Enthusiasmus und ein „Nach-Hause-Kommen“ mit tiefer Befriedigung.

Wie bei jeder ehrenamtlichen Tätigkeit, steht nicht der monetäre Aspekt im Vordergrund, sondern das Engagement für die gute Sache und die Möglichkeit, gemeinsam mit gleichgesinnten haupt- und ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen täglich eine Verbesserung für Andere – in diesem Fall die Tiere – zu bewirken.

Der Bundesfreiwilligendienst bei der Welttierschutzgesellschaft ist für mich auch eine Gelegenheit, neue berufliche Perspektiven zu erkunden und eine neue Richtung einzuschlagen. Ich bin zuversichtlich, dass ich mich dank der vielen neuen Erfahrungen im Anschluss an die Zeit als Ehrenamtliche auch hauptberuflich im Tierschutz verwirklichen kann.

– Joana, Bundesfreiwilligendienstleistende bei der Welttierschutzgesellschaft

Mehr Infos zum Bundesfreiwilligendienst: https://www.bundesfreiwilligendienst.de/

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One thought on “Mein Einstieg in den Ausstieg – Ein Erfahrungsbericht

  1. Barbara Neumann Reply

    Sehr geehrte Damen und Herren ,
    ihr leistet eine tolle Arbeit , dass wollte ich Euch von Herzen sagen !
    Ich habe auch eine Anfrage an Euch ! Meine Schwester hat einen kleinen Hund,8 Jahre alt, der leider eine OP benötigt diese ca. 800-1000 Euro kostet 🙁 leider haben wir unser erspartes schon in die Voruntersuchungen gesteckt und sind jetzt sehr verzweifelt, wie es weitergehen soll…Sam, der kleine Hund hat eine Tasche am Darm, wo sich der Kot sammelt 🙁 meine Frage an Euch , könntet ihr meiner Schwester Geld vorlegen, das sie versucht so schnell wie möglich zurück zuzahlen ? Leider hat meine Schwester nur eine kleine Rente von 700Euro, sie bekommt auch ca. 100 Euro vom Sozialamt dazu, aber das reicht gerade mal für eine wöchentlichen Aldi-Einkauf … ich versuche sie zu unterstützen wie es geht, doch leider habe auch nicht so viel Geld 🙁 Meine Schwester versucht auch wieder einen kleinen Job zu bekommen, so dass sie für Sam dann das Geld abzahlen könnte! Ich muss gestehen ich kam nicht alleine auf die Idee Euch anzuschreiben, eine Freundin brachte mich darauf … könnt ihr uns helfen ? herzliche Grüße von Barbara Neumann

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