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Ein Leben ganz nach Bärenart

Seit nunmehr fünf Monaten lebt die von uns gemeinsam mit der lokalen Organisation ECO-HALYCH aus dem Cherson Zoo befreite Bärenfamilie – Mutter Dina mit ihrem Nachwuchs Myr, Masha und Nadia - in einem bärengerechten Gehege im Schutzzentrum des HALYCH Nationalparks. Mittlerweile haben sich alle vier an die neue Umgebung gewöhnt und nutzen die vielen Möglichkeiten des natürlichen Geheges ganz individuell.

Hintergrund: Bären in der Ukraine

In der Ukraine fristen zahlreiche Braunbären ihr Dasein unter widrigen Bedingungen. Um die Situation grundlegend zu ändern, haben die Welttierschutzgesellschaft und die ukrainische Tierschutzorganisation ECO-HALYCH ein bestehendes Schutzzentrum im Haylch Nationalpark um ein dringend benötigtes Gehege erweitert, das gequälten Bären als neues Zuhause dient und sorgen landesweit für mehr Bären-Bewusstsein.

Zum Projekt

Von Hängematten und LKW-Reifen

Masha, womöglich Dinas erster Nachwuchs überhaupt und mit 15 Jahren die Älteste der drei „Bärenkinder“, zeigte besondere Begeisterung beim Bau einer großzügigen Höhle, in der die komplette Familie nachts Unterschlupf findet.

Myr, Dina’s knapp vier Jahre alter Sohn, und mittlerweile der größte der Bärenfamilie, testet in dem neuen Zuhause vor allem seine Kräfte. Beschäftigungsmaterialien wie eine Hängematte, Bälle aus Feuerwehrschläuchen oder auch mit Gemüse bestückte Zweige werden von ihm intensiv unter die Lupe genommen und fallen dabei zu Teilen auch seinem jugendlichen Übermut zum Opfer. Solche Beschäftigungsmaterialien, wie sie vor Ort in Zusammenarbeit mit einer polnischen Bärenspezialistin entwickelt werden, sind für alle vier Tiere neu. Ist Myr’s erste Neugier gestillt, rauft er sich am liebsten mit seiner Zwillingsschwester Nadia und gemeinsam tollen sie von einer Ecke zur anderen.

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Wenn Nadia nicht gerade von ihrem Bruder zum Spielen aufgefordert wird, erkundet sie mit Vorliebe die zahlreichen Futterverstecke, und steckt dabei auch gerne mal ihren Kopf in einen LKW-Reifen.

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Bärenmutter Dina hatte von allen den schwierigsten Start in ihr neues Leben. Die Jahre in Gefangenschaft haben bei ihr stereotypische Verhaltensweisen hervorgerufen. So begab sie sich unter anderem immer wieder in den sogenannten Manipulationskäfig, ein mit Gittern abgetrennter Bereich im Gehege, in den die Bären gelockt werden, wenn die Mitarbeiter beispielsweise neue Beschäftigungsmaterialien anbringen. In dem Manipulationskäfig lief sie dann unentwegt von einem zum anderen Ende. Glücklicherweise zeigt sie diese Stereotypien seit einigen Wochen immer seltener.

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Wie es weitergeht

Eine umfangreiche veterinärmedizinische Untersuchung der Tiere ist der nächste Schritt in ihrem neuen Leben. In dieser wird der gesundheitliche Zustand erfasst, um ggf. entsprechende Behandlungen einzuleiten. Darauffolgend ist der Bau eines zweiten Geheges geplant, welches ihnen zusätzliche 2 Hektar Fläche zum Ausleben ihrer natürlichen Verhaltensweisen verschafft.

Lassen Sie die Bären nicht allein!

Jede Spende hilft, um gequälten Bären in der Ukraine ein besseres Leben zu ermöglichen und für mehr Tierschutzbewusstsein zu sorgen.

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