Kastrationen sind die Lösung

Bald ist es elf Jahre her, dass der Tsunami in Thailand wütete. Das Land hat den Wiederaufbau geschafft, doch die streunenden Tiere leiden noch heute…

Auf Koh Lanta und den Nachbarinsel wurden in Folge der schweren Naturkatastrophe zahlreiche Helfer für den Wiederaufbau gebraucht. Dank ihnen sind die Schäden für den Menschen größtenteils behoben. Die Hunde und Katzen, die aber mitgebracht und ihrem Schicksal auf der Straße überlassen wurden, leiden noch heute. Sie kämpfen mit schweren Infektionen und ständigem Hunger. Und sie vermehren sich enorm schnell, denn Kastrationen sind vor Ort eine Seltenheit. Auch die tiermedizinische Versorgung ist schlecht. Auf Koh Lanta ist der nächste Tierarzt fünf Fahrtstunden – per Auto und Fähre – entfernt.

Streunerschutz durch mobile Kliniken

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Lanta Animal Welfare haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den verlassenen und herrenlosen Tieren zu helfen. Mit einem Team aus Tierärzten und -helfern reisen wir von Koh Lanta auf die benachbarten Inseln und führen mobile Kliniken durch – von Insel zu Insel. Ein Behandlungszimmer und der OP-Saal werden jeweils vor Ort aufgebaut, sodass mehrtägige Kastrations- und Impfcamps (zwischen 3-5 Tagen) durchgeführt werden können. Die Tiere werden von der Straße nach der „Catch and Release“-Methode eingefangen, medizinisch versorgt, kastriert, gegen Tollwut und andere Krankheiten geimpft, gekennzeichnet und danach wieder frei gelassen.

Vier Tage, 415 behandelte Tiere

Im August 2015 stationierte sich das Team in Phi Phi. Zwei Tierärzte, zwei Assistenten und viele ehrenamtliche Helfer kastrierten innerhalb von vier Tagen 413 Katzen und zwei Hunde. Anfang Oktober hielt die Tierklinik für drei Tage in Krabi, wo 60 Hunde und 62 Katzen behandelt wurden. Unser gemeinsames Ziel ist es, das Leid der misshandelten und verletzten Tiere zu lindern und dieses durch eine tiergerechte und nachhaltige Bekämpfung der Überpopulation langfristig komplett zu verhindern. Kastrationen sind der wichtigste Ansatz.
Aber auch Einzelschicksale, wie das der beiden schwer verletzten Katzenkinder (Foto) finden Beachtung. Sie litten so stark unter Katzenfieber, dass jeweils ein Auge der Kätzchen operativ entfernt werden musste. Schwer verletzte Tiere wie diese beiden, deren Überlebenschancen in freier Wildbahn gering sind, bleiben zunächst in der Obhut des „Animal Sterilization Center“ in Koh Lanta, das tiermedizinisch optimal ausgestattet ist. Wir finanzierten gerade erst die Anschaffung eines hochwertigen Anästhesie-Geräts (Foto unten), das die Narkotisierung für die Operationen sicherer macht.

Gute Aussichten für die Streunertiere in Koh Lanta

Allein in den letzten zwei Jahren konnten im Rahmen der mobilen Kliniken mehr als 2000 Tiere kastriert werden, seit Beginn der Zusammenarbeit waren es mehr als 8000 Hunde und Katzen. Das Team der Lanta Animal Welfare beobachtet auf ihren Einsätze und im Zentrum, dass auch das Tierschutzbewusstsein der Bewohner immer stärker wächst. Viele kommen regelmäßig mit streunenden Tieren aus ihrer Nachbarschaft zur Untersuchung oder bieten ihre ehrenamtliche Hilfe bei den mobilen Kliniken an.

Unterstützen Sie uns, den Tierschutzgedanken in Koh Lanta zu festigen!




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