Jeder Tag ist Weltkatzentag

Millionen von Katzenfreundinnen und –freunden feiern den Weltkatzentag am 8. August mit Bildern, Videos und Geschichten der geliebten Samtpfoten. Für uns bietet der Tag aber auch Anlass, auf die zahlreichen Probleme hinzuweisen, unter denen Katzen weltweit leiden.

Ob im bulgarischen Plovdiv, auf den Inseln Thailands rund um Koh Lanta, in den Armenvierteln Südafrikas oder hierzulande im Rahmen unserer Kampagne „Schütze Deine Katze“: Wir von der Welttierschutzgesellschaft engagieren uns vielfältig für den Schutz von Streunerkatzen und wissen um die größten Risiken, denen weltweit Millionen Katzen ausgesetzt sind.

  1. Die Populationskontrolle

Eine hauptsächliche Ursache für weltweites Katzenleid sind Überpopulationen aufgrund fehlender Kastrationsmaßnahmen. Auf ein einziges unkastriertes Katzenpaar können bereits nach fünf Jahren mehr als 10.000 Nachkommen zurückgehen. Bei einer solchen Vermehrung kann auch Zufüttern durch Katzenliebhaber nicht verhindern, dass viele Straßenkatzen unterernährt und so einem zusätzlichen Krankheitsrisiko ausgesetzt sind.

Was ist zu tun?

In Deutschland sind besonders die Besitzer in der Verantwortung, ihre Katze kastrieren zu lassen. Was dabei zu beachten ist, erläutern wir Ihnen im Rahmen unserer Kampagne „Schütze Deine Katze“. Wo überwiegend besitzerlose Katzen leben, sind dagegen koordinierte, flächendeckende Maßnahmen notwendig. In der bulgarischen Großstadt Plovdiv verfolgen wir das Ziel, die enorme Zahl von geschätzt 10.000 Straßenkatzen zu verringern. Katzen werden dazu systematisch gefangen, kastriert und wieder zurückgebracht. Die Orte sind dabei so gewählt,  dass nicht-kastrierte Katzen anschließend nur noch mit geringer Wahrscheinlichkeit aufeinandertreffen und Nachkommen produzieren.

2. Seuchen und Krankheiten

Die vielen Millionen Streunerkatzen auf allen Kontinenten sind durch fehlenden Impfschutz ständig in Gefahr, sich mit tödlichen Krankheiten zu infizieren. Diese verursachen zum einem großes Leid bei den Katzen, wie z.B. die Katzenseuche. Unter den typischen Katzenkrankheiten gibt es zum anderen eine Reihe von Zoonosen: Infektionskrankheiten, die von Tier auf Mensch übertragbar sind. Ein Beispiel hierfür ist das Tollwutvirus. Zwar finden die meisten Übertragungen durch Hunde statt, doch was viele nicht wissen: Auch Katzen werden regelmäßig positiv auf das Virus getestet und stellen so eine potentielle Infektionsquelle dar.

Was ist zu tun?

Breit angelegte Impfkampagnen schützen Katzenpopulationen vor neuen Infektionen. Nach den Vorgaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) bedeutet dies, mindestens 70 Prozent einer Population in drei aufeinanderfolgenden Jahren zu impfen. Im Falle der Tollwut haben wir zuletzt in Malawi durch eine flächendeckende Impfung von Hunden auch rund 5.000 Katzen geimpft, um somit die Hauptstadt Lilongwe weitgehend von tollwutinfizierten Tieren zu befreien.

3. Gewalt durch Menschen

Leider gehört auch Gewalt gegen Katzen in vielen Ländern zum Alltag. Dass dies auch hierzulande ein großes Problem ist, zeigen nahezu täglich veröffentlichte Meldungen über Katzen, denen durch Menschen bewusst Leid und Schmerzen zugefügt wurden.

Was ist zu tun?

Wer hierzulande eine Katze beobachtet, der offenbar Gewalt zugefügt wurde, sollte dies – am besten mit entsprechenden Foto-Belegen – sofort der lokalen Veterinärbehörde melden.
Auf internationaler Ebene verspricht Tierschutzbildung, die schon in jungen Jahren beginnt, eine nachhaltige Besserung der Situation. Damit Kinder für die Bedürfnisse von Tieren sensibilisiert werden, sind wir beispielsweise mit lokalen Partnern in Südafrika im Einsatz. Dort wird bei Besuchen in Kindergärten und Schulen der Armenviertel vermittelt, was Mitleid und Mitgefühl mit Tieren bedeutet. Das Ziel ist, so bereits frühzeitig die Gewaltbereitschaft gegenüber Tieren zu verringern.

Bitte engagieren auch Sie sich für den Schutz von Katzen weltweit und machen Sie den Weltkatzentag zum Alltag:

Halten Sie die Augen offen und melden Sie Tierquälerei umgehend.

Schützen Sie Ihre eigene Katze – durch Impfungen, das Registrieren, die Kastration und die Bestellung unseres Katzenschutzpasses.

Unterstützen Sie unsere Tierschutzarbeit für Katzen – als Pate mit nur 33 Cent am Tag.

Als Pate retten Sie Katzenleben!

Bereits mit 20 Euro finanzieren Sie eine Kastration inklusive der tiermedizinischen Vor- und Nachsorge einer Streunerkatze. Bitte helfen Sie!

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